Donnerstag, 13. Oktober 2005
*pling*, *pling*, *pling*
Kriegen Sie auch ab und zu Mails in der Art:

Die kleine Lucia (7) aus Lusaka leidet seit Geburt an Mailbox-Metastasen und benötigt dringend ein Spenderhirn. Sollte sie ihren sehnlichsten Wunsch, sieben Milliarden Beileidsmails in sieben Wochen zu erhalten, realisieren können, wird alles gut. Wenn nicht, wird in Nigeria stattdessen eine Ehebrecherin gesteinigt. Schicken Sie also diese Mail unbedingt an 10 Personen weiter...

Zu diesem unerfreulichen Thema mit den Kettenmails hat Frau Kaltmamsell einen dankenswert schonungslosen Beitrag geschrieben. Gerne würd ich ihr dafür einen Trackback (oder heißt das Dreckback?) setzen. Da ich diese Kulturtechnik aber nicht beherrsche, werd ich ihr einfach ne Dankesmail schreiben - am besten in 10facher Ausfertigung. Man weiß ja nie...

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Sie wird Sie steinigen ;-)

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Das werde ich
zu verhindern wissen - mit einer Kettenmailaktion, die sie ne Weile beschäftigen wird... ;o)

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Schade. Der kleinen Lucia ist wohl nur schwer zu helfen... ich kann nur mit Beileidbekundungen aufwarten. Gerne und reichlich! Gerne auch an Frau Kaltmamsell. Jemand muss sich ja kümmern! Wohin?

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Am besten top-down vorgehen:
Also Kofi Annan, Papst, Dalai Lama, den Präsidenten der Weltbank und Leute von dem Format. Bin noch dabei, deren E-Mailadressen recherchieren. Bis dahin können Sie ja schon mal alle Ihre Freunde, Verwandten, Bekannten und Geschäftspartner mobilisieren. Das wär doch schon mal n' Anfang...

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Ich bedanke mich schon mal stellvertretend für Ihr Engagement... ich werde sie uneingeschränkt unterstützen! Zählen Sie auf mich!

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Oh ja, da werden alter Erinnerungen wach. Wobei, wiso alt? Die Mails über angeblich zu verschenkende Nokia- Handies gehen ja immer noch um die Welt (wie ich vor Kurzem feststellen mußte)

Meine erste Erfahrung in diese Richtung ist aber warlich sogar noch ein paar Tage älter: anno 98

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Die Geschenk-Handy-Mails
hab ich nie gekriegt. Ich war aber auch ziemlich lange (bis 2003) eiserner Handyverweigerer. Und das war in meinem näheren und weiteren Umfeld auch hinlänglich bekannt. Das hat sich zwar dann mit einem geschenkten Gaul Handy geändert, aber da war keine Kettenmail im Spiel. Sondern nur ein Freund, der nen neuen Vertrag samt alleneuester Gimmick-Gurke klarmachte und mir sein Altgerät aufnötigte.

Ich kriegte per Mail immer nur so flammende und rührende Appelle wie den oben verballhornten. Wegen der Frau in Nigeria sollte man an die Uno mailen, und ich hab noch Streit gekriegt mit ner Bekannten, die es einfach nicht glauben wollte, dass sie nem Hoax aufgesessen war...

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Ich hab' diese Warnung vor Kettenmails vorsichtshalber mal an 50 Bekannte weitergemailt mit der Bitte, die ebenfalls an 50 ihnen bekannte Adressen weiterzuleiten. Mit der Drohung, dass sonst in China ein Sack Reis umfällt.

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DAS wäre in der Tat sehr tragisch. ;c)

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Das find ich fies. Was kann den der Reis in China dafür?

Ich hab die ominösen Handy- Mails auch schon ewig nicht mehr bekommen, aber andere schon.
Ich hab mein Handy- Verweigerertum zwar schon 2000 aufgegeben, aber für mehr als einen ab und an mal nachgeladenen Prepaid- Knochen hats bis heut nicht gereicht.

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@erik: Das reicht auch völlig. Mehr hab ich auch nicht an der Backe fernmeldetechnisch. Das Ding ist nicht mal auf mich registriert, hehe.

@40something: Sehr gut mitgedacht. Auf die Generation der Vierziger ist eben Verlass.

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Böse böse - nicht auf Dich registriert... Dann kann Pappa Staat ja gar nicht herausbekommen wo Du dich grade aufhälst.

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Also, nicht,
dass ich an ähnlich brisanten Geschichten arbeite. Aber sowohl in einem Terroristenfall, an dem der "Stern" dran war als auch bei der Fahndung nach Jürgen Schneider sind Handytelefonate von Journalisten überwacht worden - zwar angeblich nicht die Gesprächsinhalte, aber eben die Verbindungsdaten. Und die waren schon aufschlussreich. Ganz so leicht muss man es den Datensaugern ja nicht machen.

Wenn man aber während meiner Festnetztelefonate beispielsweise parallel mit nem IMSI-Catcher rumscannen würde, welche Handys hier in der Ecke in welche Funkzelle eingeloggt sind, dann könnte man mir meins vermutlich schon zuordnen, schon allein per Ausschlussprinzip. Die einzige Möglichkeit, keinen Datenschatten zu werfen, bestünde also darin, ohne Elektronik-Gadgets in der Kanalisation oder im Wald zu leben. ;o)

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Oder den Knochen in der Zeit zwischen den Telefonaten abzuschalten.

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Das schützt nicht komplett,
man müsste auch den Akku rausnehmen, damit das Ding nix mehr funkt - sagte mir mal jemand, der sich mit Firmeware-Modifikationen und all sowas auskennt. Ich hab indes nicht die Messtechnik, um das zu überprüfen - und soweit würde ich es mit der Paranoia auch nicht treiben...

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Um das aber trotzdem mal ein wenig weiterzuspinnen:

Wer sich so lange Dein Handy schnappen kann um neue Firmware aufzuspielen, der kann auch gleich einen kleinen Peilsender irgendwo ins Gehäuse schnippen.
Am Besten wäre es folglich, man nimmt nur die Chipkarte mit und leiht sich, wenn man mal telefonieren will das Handy dazu von einem netten Passanten...

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Ich hab mich da
vielleicht missverständlich ausgedrückt: Man muss die Firmwäre nicht ändern, die ist angeblich so voreingestellt, dass sie ein Backdoor offen lässt. Man muss wohl sehr weit ins Eingemachte, um das abzustellen, so wurde mir das jedenfalls berichtet.

So gesehen ist Dein Vorschlag mit der Chipkarte datenhygienisch gesehen der beste. Oder man lötet sich gleich nen IMSI-Catcher so um, dass man damit auch telefonieren kann. Der kann dazu ja die Kennung jedes beliebigen Handys in seiner Umgebung hijacken. Was nebenbei bemerkt auch ne Menge Gebühren sparen kann... ;o)

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