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Donnerstag, 27. Juli 2006
Sechsbeiner-Suchbild
mark793, 16:32h
Irgendwo hier in diesem Ensemble von Zimmerpflanzen

hat sich letzte Nacht ein Geräusche erzeugender Sechsbeiner niedergelassen. Eine Grille ist es nicht, das Kerbtier zirpt auch nicht so richtig. Eher hört es sich nach rhythmischem Rascheln an, so dass ich im ersten Moment schon dachte, eine Klapperschlange habe sich in mein Arbeitszimmer verirrt. Die müsste dann aber schon jemand gezielt in das gekippte Fenster geworfen haben. Und da reichen die paar kleinwüchsigen Trolle, die ab und zu um die Dunkelkammer herumschleichen, nicht heran. Nicht mal dann, wenn sie sich gegenseitig auf die Schultern steigen. Was das angeht, bin ich auf der sicheren Seite. Zurück zu unserem Kerbtier: Ist es vielleicht ein Heimchen, das den Weg zum Herd sucht? Jedenfalls raschelt es immer nur bis zu drei Mal kurz hintereinander. Oder es verstummt vorher, wenn man näher rangeht. Also was tun? Mit Napalm oder Agent Orange mag ich in geschlossenen Räumen nicht hantieren. Und schon gar keinen Kahlschlag in meiner Indoor-Botanik in Kauf nehmen. Also nehme ich mir vor, mich an das Geräusch zu gewöhnen. Es wird sich vom Grundrauschen irgendwann gar nicht mehr groß abheben. Und wenn es verstummt ist, das scheue Tierchen, das mit seinem Gerassel eigentlich nur Liebe sucht, dann werde ich es vielleicht sogar vermissen. Ein ganz klein bisschen. Nicht ganz so viel wie die Maus, die ich mal einfing in meiner alten Wohnung und dann in einer Winternacht draußen aussetzen musste. Aber diese Geschichte erzähle ich ein andermal...

hat sich letzte Nacht ein Geräusche erzeugender Sechsbeiner niedergelassen. Eine Grille ist es nicht, das Kerbtier zirpt auch nicht so richtig. Eher hört es sich nach rhythmischem Rascheln an, so dass ich im ersten Moment schon dachte, eine Klapperschlange habe sich in mein Arbeitszimmer verirrt. Die müsste dann aber schon jemand gezielt in das gekippte Fenster geworfen haben. Und da reichen die paar kleinwüchsigen Trolle, die ab und zu um die Dunkelkammer herumschleichen, nicht heran. Nicht mal dann, wenn sie sich gegenseitig auf die Schultern steigen. Was das angeht, bin ich auf der sicheren Seite. Zurück zu unserem Kerbtier: Ist es vielleicht ein Heimchen, das den Weg zum Herd sucht? Jedenfalls raschelt es immer nur bis zu drei Mal kurz hintereinander. Oder es verstummt vorher, wenn man näher rangeht. Also was tun? Mit Napalm oder Agent Orange mag ich in geschlossenen Räumen nicht hantieren. Und schon gar keinen Kahlschlag in meiner Indoor-Botanik in Kauf nehmen. Also nehme ich mir vor, mich an das Geräusch zu gewöhnen. Es wird sich vom Grundrauschen irgendwann gar nicht mehr groß abheben. Und wenn es verstummt ist, das scheue Tierchen, das mit seinem Gerassel eigentlich nur Liebe sucht, dann werde ich es vielleicht sogar vermissen. Ein ganz klein bisschen. Nicht ganz so viel wie die Maus, die ich mal einfing in meiner alten Wohnung und dann in einer Winternacht draußen aussetzen musste. Aber diese Geschichte erzähle ich ein andermal...
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Donnerstag, 27. Juli 2006
Wer nicht fragt, bleibt dumm
mark793, 00:07h
Es war nicht der Fragebogen, den Marcel Proust in seinem Leben zweimal ausfüllte. Sondern einer der vielen abgewandelten Klone in einer Kundenzeitschrift einer internationalen Hotelkette oder Kreditkartenfirma, der dem Künstler Gottfried Helnwein einst eine Antwort auf die indiskrete Frage abnötigte: "Wann haben Sie zuletzt geweint?" Der österreichische Maler mußte wohl nicht lange überlegen: "Das war, als ich das letzte Mal so einen bescheuerten Fragebogen ausfüllen musste."
Man mag nun sagen: Hey, gut gegeben. Bleibt freilich der Einwand, dass er es dann auch gleich hätte lassen können. Aber ein wenig Koketterie ist ja auch bei den blogosphärischen Stöckchenspielchen immer dabei. Und so gestehe ich freimütig, dass ich meine Tränen schon längst getrocknet habe. Denn das Stöckchen von Frau Seelchen liegt hier schon eine Weile herum in der Dunkelkammer:
Welche 5 Städte/Orte möchtest Du in Deinem Leben auf jeden Fall noch sehen?
St. Petersburg
Buenos Aires, wenn meine Frau mir die Stadt zeigt
die Pyramiden von innen
Rennes-le-Chateau
Atlantis (notfalls per Tauchboot, je nachdem)
Welche technische Entwicklung willst Du in Deinem Leben unbedingt noch erleben?
Das nehme ich wie es kommt. Da ist nichts, dem ich entgegenfiebern würde.
Welche technische Entwicklung bisher stellt für Dich die Allerwichtigste dar?
Trotz allen neueren Entwicklungen doch der Buchdruck. Ob das Internet mal ähnlich weitreichende kulturelle Folgen hat, wird man wohl erst aus größerer zeitlicher Distanz deutlicher sehen können.
Wie definierst Du persönlich die “absolute” Liebe?
Die absolute Liebe entzieht sich ja wohl allen Definitionsversuchen, sonst wäre sie nicht absolut. Das Wort Definieren wurzelt nämlich in finis, was soviel wie Grenze oder Ende bedeutet. Und die absolute Liebe, so wie ich sie verstehe, kann eigentlich weder Grenzen noch ein Ende akzeptieren.
Da ich wahrscheinlich eh der letzte in der Reihe bin, gilt ab hier Selbstbedienung. Wer mag, kann sich diesen Fragebogen einfach mitnehmen. Mich hat das Ausfüllen keine Tränen gekostet, nur ein bisschen Schweiß...
Man mag nun sagen: Hey, gut gegeben. Bleibt freilich der Einwand, dass er es dann auch gleich hätte lassen können. Aber ein wenig Koketterie ist ja auch bei den blogosphärischen Stöckchenspielchen immer dabei. Und so gestehe ich freimütig, dass ich meine Tränen schon längst getrocknet habe. Denn das Stöckchen von Frau Seelchen liegt hier schon eine Weile herum in der Dunkelkammer:
Welche 5 Städte/Orte möchtest Du in Deinem Leben auf jeden Fall noch sehen?
St. Petersburg
Buenos Aires, wenn meine Frau mir die Stadt zeigt
die Pyramiden von innen
Rennes-le-Chateau
Atlantis (notfalls per Tauchboot, je nachdem)
Welche technische Entwicklung willst Du in Deinem Leben unbedingt noch erleben?
Das nehme ich wie es kommt. Da ist nichts, dem ich entgegenfiebern würde.
Welche technische Entwicklung bisher stellt für Dich die Allerwichtigste dar?
Trotz allen neueren Entwicklungen doch der Buchdruck. Ob das Internet mal ähnlich weitreichende kulturelle Folgen hat, wird man wohl erst aus größerer zeitlicher Distanz deutlicher sehen können.
Wie definierst Du persönlich die “absolute” Liebe?
Die absolute Liebe entzieht sich ja wohl allen Definitionsversuchen, sonst wäre sie nicht absolut. Das Wort Definieren wurzelt nämlich in finis, was soviel wie Grenze oder Ende bedeutet. Und die absolute Liebe, so wie ich sie verstehe, kann eigentlich weder Grenzen noch ein Ende akzeptieren.
Da ich wahrscheinlich eh der letzte in der Reihe bin, gilt ab hier Selbstbedienung. Wer mag, kann sich diesen Fragebogen einfach mitnehmen. Mich hat das Ausfüllen keine Tränen gekostet, nur ein bisschen Schweiß...
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Montag, 24. Juli 2006
Zicke, zacke, Hühner-Kinder-Kacke
mark793, 17:15h
Lange habe ich gezögert, dieses Thema hier anzuschneiden. Aber nachdem weitere Mitglieder dieser Community Elternfreuden entgegensehen, sehe ich mich nun doch irgendwie in der Pflicht, darauf hinzuweisen: Die lieben kleinen frischgebackenen Erdenbürger sehen nicht nur putzig aus - sie haben auch einen regen Stoffwechsel, an dessen Endpunkt Ausscheidungsprodukte in verschiedenen Aggregatszuständen und Konsistenzen stehen.
Nun, dass da außer CO2 und H2O auch noch anderes anfällt, war mir rein theoretisch zwar immer klar. Aber Gesprächen über weitere Details diesbezüglich im Freundes- oder Verwandtenkreis beiwohnen zu müssen, hatte ich stets als Höchststrafe empfunden. Nicht, dass ich heute als Vater eines süßen Töchterleins von gut anderthalb Jahren in diesem Punkt so viel anders empfinden würde. Aber ich muss gestehen, eine Kleinigkeit hat sich schon verschoben in der Perspektive. Ich kann mittlerweile nachvollziehen, dass es für die- oder denjenigen, der Nahrungsmittel am oberen Ende des Babies einfüllt, durchaus interessant sein kann zu gucken, was davon wie schnell und in welchem Zustand am anderen Ende wieder herauskommt.
Aber keine Sorge, detaillierter will ich meine Beobachtungen von diesem Ende der Nahrungskette auch gar nicht auswalzen. An die olfaktorischen Zumutungen in diesem Zusammenhang gewöhnt man sich ja recht und schlecht. Aber prompt sehen wir uns einer neuen Herausforderung gegenüber: Unser gelehriges Töchterlein hat nämlich im Rahmen ihres fortschreitenden Spracherwerbs nun auch das Sch...-Wort für sich entdeckt. Und mit dieser verbalen Neuentdeckung geht sie im Moment auch gerne und laut hausieren. Leider muss ich auch zugeben, dass sie dieses Wort nicht unbedingt in der Kita aufgeschnappt haben muss.
Schöne Scheiße...
Nun, dass da außer CO2 und H2O auch noch anderes anfällt, war mir rein theoretisch zwar immer klar. Aber Gesprächen über weitere Details diesbezüglich im Freundes- oder Verwandtenkreis beiwohnen zu müssen, hatte ich stets als Höchststrafe empfunden. Nicht, dass ich heute als Vater eines süßen Töchterleins von gut anderthalb Jahren in diesem Punkt so viel anders empfinden würde. Aber ich muss gestehen, eine Kleinigkeit hat sich schon verschoben in der Perspektive. Ich kann mittlerweile nachvollziehen, dass es für die- oder denjenigen, der Nahrungsmittel am oberen Ende des Babies einfüllt, durchaus interessant sein kann zu gucken, was davon wie schnell und in welchem Zustand am anderen Ende wieder herauskommt.
Aber keine Sorge, detaillierter will ich meine Beobachtungen von diesem Ende der Nahrungskette auch gar nicht auswalzen. An die olfaktorischen Zumutungen in diesem Zusammenhang gewöhnt man sich ja recht und schlecht. Aber prompt sehen wir uns einer neuen Herausforderung gegenüber: Unser gelehriges Töchterlein hat nämlich im Rahmen ihres fortschreitenden Spracherwerbs nun auch das Sch...-Wort für sich entdeckt. Und mit dieser verbalen Neuentdeckung geht sie im Moment auch gerne und laut hausieren. Leider muss ich auch zugeben, dass sie dieses Wort nicht unbedingt in der Kita aufgeschnappt haben muss.
Schöne Scheiße...
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