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Freitag, 21. Juli 2006
Noch ne Nullnummer
mark793, 18:35h
Auf der gestern verlinkten Zero-Cola-Website tut sich übrigens immer noch nichts - außer dem leeren Versprechen, es ginge am 21. Juli was los. Der Kalender zählt also munter mit, ansonsten aber immer noch Null Inhalt. Naja, irgendwie passt das ja zu der Nullinger-Plörre.
Nachtrag: Inzwischen tut sich was bei Nulli-Cola...
Um Nullen und Nichtigkeiten anderer Art geht es übrigens in einem interessanten Artikel in "Lettre international", der sich mit dem Phänomen Blogs auseinandersetzt. Die Überschrift "Digitale Nihilisten" führt ein wenig in die Irre, geht es doch nicht darum, Blogger pauschal als intellektuelle Nullchecker abzuqualifizieren. Aber der Essay weckt auch nicht unbedingt die Hoffnung, dass im Schwarm automatisch so was wie Intelligenz entstünde. Und so findet sich da ein grandioses Statement, mit dem ich meine Leser ins wohlverdiente Wochenende schicken möchte:
In vierzig Jahren wird das Internet in einer gigantischen Implosion der Dummheit kollabieren. Dann möchte ich sagen können: Ich bin dabeigewesen!
Nachtrag: Inzwischen tut sich was bei Nulli-Cola...
Um Nullen und Nichtigkeiten anderer Art geht es übrigens in einem interessanten Artikel in "Lettre international", der sich mit dem Phänomen Blogs auseinandersetzt. Die Überschrift "Digitale Nihilisten" führt ein wenig in die Irre, geht es doch nicht darum, Blogger pauschal als intellektuelle Nullchecker abzuqualifizieren. Aber der Essay weckt auch nicht unbedingt die Hoffnung, dass im Schwarm automatisch so was wie Intelligenz entstünde. Und so findet sich da ein grandioses Statement, mit dem ich meine Leser ins wohlverdiente Wochenende schicken möchte:
In vierzig Jahren wird das Internet in einer gigantischen Implosion der Dummheit kollabieren. Dann möchte ich sagen können: Ich bin dabeigewesen!
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Donnerstag, 20. Juli 2006
Nährwertige Nulllösung
mark793, 12:11h
Ich gestehe es ungern: Als ich dieser Tage im Getränkemarkt war, um unseren Vorrat an kaltgepresstem Malzbier und naturtrübem Sellerie-Direktsaft aufzustocken, durchzuckte mich im ersten Moment ein heftiger Kaufimpuls, als ich dieser neuen Cola-Sorte mit schwarzem Etikett ansichtig wurde. Doch just als ich eine Kiste der Koffeinbrause auf den Einkaufswagen wuchten wollte, flüsterte ein glockenhelles zartes Stimmchen in mein Innenohr: "Halt ein, Mark, willst Du wirklich einen Konzern unterstützen, der Ölbohrplattformen in der Nordsee versenkt?" Darauf ich: "Lieber Umweltengel, mich dünkt, Du verwechselst da was mit kolumbianischen Gewerkschaftsmitgliedern. Aber trotzdem danke für den Hinweis, ich werde keine übereilte Kaufentscheidung treffen."
Stattdessen vertiefte ich mich (wie es eines kritischen Konsumenten würdig ist) erst einmal in die kleingedruckte Aufzählung der Inhaltsstoffe. Das Übliche, soweit mein Auge reichte: E 605, anionische Tenside, Zitronenlauge, CO2, H2O, Bli-Bla-Blubb. Aber: Was mich an werbenden Produktbeschreibungen stets nachhaltig irritiert, ist ja, wenn groß und breit darauf abgehoben wird, was das Produkt nicht enthält. In diesem Fall also Zucker und Fett. Zero Zucker, aha. Oder wie bei Raffaello - ohne Schokolade, warum auch immer diese Polyurethanbällchen dann toller schmecken sollen als mit Schokolade. Da die schwarze Plörre ja wohl ganz eindeutig auf männliche Käuferschichten abzielt, muss ich leider sagen, Thema verfehlt, liebe Marketingfritzen. Männer, also ich meine richtige Männer (und keine metrosexuellen Sissies), wollen nicht wissen, was nicht drin ist. Sondern wissen, was geht. Alles andere ist Frauenkram. Durchschnittsfrauen wie Erika Mustermann würden wahrscheinlich liebend gern auch Autos kaufen, die beworben werden mit dem expliziten Hinweis: "Da ist kein Motorrad drin." Dann würde sich eine handelsüblich gestrickte Konsumentin sagen: "Ah, das ist gut, Motorräder sind nämlich voll gefährlich - also ich glaube, ich möchte dieses Auto haben."
Wir Männer sind da simpler gestrickt: ich, mein Speer, das Mammut - zack! Da will ich eine positive Botschaft und nicht solche um die Ecke der Negation herum gedrechselten Nullsummenspiele. Zero Cola, das ist gelebter Nihilismus, das macht doch Null Bock. Wenn Ihr mir einen Gefallen tun wollt, dann gebt mir eine voll krass fette Cola, nennt sie meinetwegen "Cola 100 - für alle, die 100 Prozent geben und 100 Prozent wollen". Löst von mir aus Black-Angus-Rindersteaks drin auf vorm Abfüllen. Aber bleibt mir mit Eurer Nulllösung vom Leibe.
Stattdessen vertiefte ich mich (wie es eines kritischen Konsumenten würdig ist) erst einmal in die kleingedruckte Aufzählung der Inhaltsstoffe. Das Übliche, soweit mein Auge reichte: E 605, anionische Tenside, Zitronenlauge, CO2, H2O, Bli-Bla-Blubb. Aber: Was mich an werbenden Produktbeschreibungen stets nachhaltig irritiert, ist ja, wenn groß und breit darauf abgehoben wird, was das Produkt nicht enthält. In diesem Fall also Zucker und Fett. Zero Zucker, aha. Oder wie bei Raffaello - ohne Schokolade, warum auch immer diese Polyurethanbällchen dann toller schmecken sollen als mit Schokolade. Da die schwarze Plörre ja wohl ganz eindeutig auf männliche Käuferschichten abzielt, muss ich leider sagen, Thema verfehlt, liebe Marketingfritzen. Männer, also ich meine richtige Männer (und keine metrosexuellen Sissies), wollen nicht wissen, was nicht drin ist. Sondern wissen, was geht. Alles andere ist Frauenkram. Durchschnittsfrauen wie Erika Mustermann würden wahrscheinlich liebend gern auch Autos kaufen, die beworben werden mit dem expliziten Hinweis: "Da ist kein Motorrad drin." Dann würde sich eine handelsüblich gestrickte Konsumentin sagen: "Ah, das ist gut, Motorräder sind nämlich voll gefährlich - also ich glaube, ich möchte dieses Auto haben."
Wir Männer sind da simpler gestrickt: ich, mein Speer, das Mammut - zack! Da will ich eine positive Botschaft und nicht solche um die Ecke der Negation herum gedrechselten Nullsummenspiele. Zero Cola, das ist gelebter Nihilismus, das macht doch Null Bock. Wenn Ihr mir einen Gefallen tun wollt, dann gebt mir eine voll krass fette Cola, nennt sie meinetwegen "Cola 100 - für alle, die 100 Prozent geben und 100 Prozent wollen". Löst von mir aus Black-Angus-Rindersteaks drin auf vorm Abfüllen. Aber bleibt mir mit Eurer Nulllösung vom Leibe.
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Dienstag, 18. Juli 2006
Entomologische Entschleunigung
mark793, 12:48h
Bremsen gehören zu den schnellsten Insekten der Welt. Sie können eine Fluggeschwindigkeit von etwa 70 km/h erreichen.
Aha, daher vermutlich der Name. Wer so fix unterwegs ist, muss ja im Verkehr alle naslang bremsen. Ich sollte mir vielleicht einen Heckaufkleber machen lassen mit der Aufschrift: Ich bremse nicht für Bremsen...
Aha, daher vermutlich der Name. Wer so fix unterwegs ist, muss ja im Verkehr alle naslang bremsen. Ich sollte mir vielleicht einen Heckaufkleber machen lassen mit der Aufschrift: Ich bremse nicht für Bremsen...
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