Mittwoch, 18. Dezember 2013
Olfaktorischer Weihnachts-Stress
Im Vergleich zu den Vorjahren hat die beste Ehefrau von allen dieses Jahr einen sehr überschaubaren Wunschzettel verfasst. Ihr Hauptanliegen ist: Sie wünscht sich "einen neuen Duft". Nein, keine Vorgabe, ich möge einfach etwas Passendes für Sie aussuchen. Das wäre in normalen Zeiten schon schwer genug, aber seit mein Riechzinken aufgrund einer Hausstaub- oder sonstigen chronischen Allergie dauerverstopft ist, weiß ich weder ein noch aus. Wie soll ich unter diesen erschwerten Bedingungen den passenden Duft für die marquise793 finden? Ich sehe mich schon ratlos in einer D**gl*s-Filiale stehen, in der eine anfangs engagierte, dann zunehmend genervte Mitarbeiterin mit immer neuen frisch besprühten Papierstreifen und einem erwartungsvollen "Na - und dieses hier?" vor meiner riechtauben Nase herumwedelt, und ich kann wieder nur mit einem Schulterzucken antworten, "ach, ich weiß nicht so recht...".

So als kleinen Tipp hat mir meine Liebste mit auf den Weg gegeben, dass ich mich zum einen an den bereits im Badezimmer stehenden Fläschchen und Flakons orientieren und überdies auch danach gehen könne, was ich denn selber gerne an ihr riechen würde. Ha, das ist die Lösung: Ich besorge einfach einen leeren und ungelabelten Zerstäuber und befülle ihn mit Rhinospray plus - das ist nämlich genau das, was ich im Moment am liebsten rieche. Und wenn die Liebste danach duftet, hat auch meine geplagte Nase was davon. Individuell genug ist das Geschenk auch, ich müsste mir nur noch einen wohlklingenden Namen für diese Eigenkreation ausdenken. Ich denke da in Richtung "Obscurité" oder "Chanel Nr. 793".

Oder hat jemand einen besseren Vorschlag?

... link (70 Kommentare)   ... comment