Freitag, 1. Januar 2016
Auf ein neues!


So, an das Jahr 2015 können wir jetzt also einen Haken dranmachen. Wer hier mitgelesen hat, weiß, dass es mich zur Jahresmitte hin ziemlich gebeutelt hat. Von daher kann ich meine Vorsätze für 2016 dahingehend zusammenfassen: weiterhin nicht unterkriegen lassen! Ich darf mich an dieser Stelle auch für den Zuspruch und die vielen guten Wünsche bedanken, die mich erreicht haben; ich bin fest davon überzeugt, dass diese positiven Energien, die Sie mir auf verschiedenen Wegen geschickt haben, meinen Kampf gegen die heimtückische Krankheit unterstützen. Andernfalls wäre ich wohl nicht schon nach drei von sechs projektierten Stoßtherapien mit der Chemo durch gewesen.

Wie es nun weitergeht, muss man sehen. Einerseits bin ich um jede Woche und jeden Monat froh, wo ich nicht zur Dialyse muss. Auf der anderen Seite könnte eine regelmäßige maschinelle Blutreinigung mein allgemeines Wohlbefinden noch deutlich steigern. Denn die unzureichende Nierenfunktion schwächt den Körper ganz erheblich und treibt auch den Blutdruck in die Höhe. Mit der Dialyse wäre das weitgehend kuriert, so dass ich auch sportlich wieder mehr Gas geben könnte. Aber zu welchem Preis? Die Vorstellung, mich dreimal die Woche für fünf Stunden an eine Apparatur anschließen zu müssen, finde ich ja eher mittelprickelnd. Aber wenn es notwendig sein sollte, mich dem zu unterziehen, werde ich damit nicht rumhadern, sondern versuchen, das Gute zu sehen und "das Beste draus zu machen", wie es sich meine leicht hypochondrische Tante Gertrud immer wieder vornimmt.

Ob es heuer klappt mit der Frühjahrs-Eroica und dem projektierten Ritt zum Signal de Botrange, kann ich im Moment nicht versprechen. Die kleine Toskana-Runde könnte ich im jetzigen Zustand wohl fahren (die Insel-Umrundung auf Gozo war etwa die gleiche Liga), aber ob ich das benötigte ärztliche Attest bekomme, weiß ich nicht. Der Weg auf den höchsten Berg Belgiens und zurück wäre mir im Moment auf dem jetzigen Fitness-Level zu weit für einen Tages-Ritt.

Es gibt da übrigens eine andere Tour, die ich mir fest vorgenommen habe und für die ich auch meine drei Brüder begeistern konnte: Wir wollen im Sommer mal von der hessischen Bergstraße, wo zwei meiner Brüder wohnen, nach Badisch Sibirien zur buckligen Verwandschaft radeln. Das haben wir von Mannheim aus 1977 und 1998 gemacht, und so wird es höchste Zeit für ein Revival. Vom LK Darmstadt-Dieburg aus erwarten uns knapp 100 Kilometer mit 600 Höhemetern, das kriege ich auch im angeschlagenen Zustand noch hin, wenn wir nicht zu sehr Tempo bolzen. Und da meine Brüder in den letzten Jahren nicht viel Rad gefahren sind, werden sie ohnhin noch bisschen was tun müssen bis dahin.

Ich freu mich darauf jedenfalls schon wie Bolle.

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Unter den Bäumen sagte ich es eben schon: Ich wünsche Ihnen ein helles, fröhliches Jahr und dass sich Ihre Gesundheit stabilisiert. Und natürlich eine gute Fahrt mit Ihren beiden Brüdern und anderswo.

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Ich wünsche Ihnen ein recht hübsches, unternehmungsreiches, vor allem aber gesundes 2016! Ich sehe, das rheinische Feuerwerk macht schon ordentlich was her, 15 Prozent des jährlichen Feinstaubausstosses sollen damit in nur einer Nacht schon rausgepumpt worden sein, hörte ich. Ich interpretiere das einfach als gute Nachricht für Außenaktive. Achten Sie auf sich!

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Ich muss gestehen, das war ein Archivbild vom Japantag-Feuerwerk und keine profane Jahresend-Böllerei. Aber es stimmt, man hat sich gestern nach meinem Eindruck nicht lumpen lassen, und wenn das als Konjunkturprognose für 2016 taugt, sind die Aussichten nicht so schlecht.

Die allerbesten Wüsche auch für Sie im hohen Norden, keine Sturmfluten um Ihren Leuchtturm und natürlich auch Gesundheit, Gesundheit und nochmals Gesundheit, um die wichtigsten drei Dinge zu nennen!

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Ich bekomme auch jedes Jahr ein großes Feuerwerk geboten, das mindestens eine halbe Stunde dauert. Ist kein offizielles.

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Mindestens eine halbe Stunde? Das ist ja fürstlich! Wenn es hier bei den Schützenfesten und ähnlichen Anlässen im Umland ballert, geht es meistens eine Viertelstunde oder so.

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Das offizielle Feuerwerk in der Innenstadt dauert auch nicht länger als hier. Wobei der Pulverdampf in den vergangenen Jahren noch krasser war, da sah man irgendwann einige Häuserzeilen nicht mehr. Heute haben sie nachmittags und abends noch lauter Reste gezündet.

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Das Nachgeballer finde ich bei aller Liebe zu Pyro und Krach ziemlich nervig. Hier und heute habe ich davon wenig mitbekommen, aber in früheren Jahren hatte das auch schon mal andere Ausmaße.

Dafür herrrscht vorher angenehme Zurückhaltung, wenn ich das mit meinem einstigen Mannheimer Viertel vergleiche. Dort herrschte praktisch ab Ladenöffnung nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag schon bürgerkriegsmäßige Akustik. So wie es Max Goldt auch mal für Berlin beschrieben hat, das sich nach den Weihnachtstagen in "ein bizarres Beirut des Vergnügens" verwandelt.

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Ja, hier im Nebenort wurde auch schon den ganzen Silvestertag geschossen. Durch den Nebel gab das wirklich eine bizarre Geräuschkulisse, die mich an meine einzige Nachtübung in Hans Apels Ferienlager erinnerte.

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Ich finde das ja süß von Ihnen allen.
Sie haben ja keine Ahnung, wie das in einem Land ohne der 3 Tagesverkaufsbeschränkung ist : ))

Wenigstens hat es sich mit den Jahren schon so reduziert, daß man sich nicht bereits ab Mitte November dauernd auf der Gassen fürchten muß (was nicht heiß, daß nicht doch täglich irgendwo ein BUMM zu hören ist, aber wenigstens keine kriegsähnlichen Zustände mehr vor dem Heiligen Abend. Hab da GANZ böse Erinnerungen).
Hier wird noch immer nachgeknallt. Natürlich auch am hellichten grauen Tag, aber kein Vergleich zu den Zuständen, die es vor 20, 30 und mehr Jahren gab.

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Da ich seit 2004 zweimal umgezogen bin, kann ich so recht langfristig vergleichen. Ich weiß aber noch, dass es in den 90ern schon sehr schlimm war. Ich habe ja, weil ich irgendwann keine Lust mehr auf Hektik in der Silvesterfrage hatte, selber Parties veranstaltet, und da war es optional, ob man um Mitternacht runter auf die Straße geht oder sich das ganze von meinem schönen Eckzimmer aus hinter den Doppelglasscheiben anguckt. Ich weiß noch, wie ein Bekannter mal ziemlich spät und abgehetzt um kurz nach elf bei mir eintraf, der war so gehetzt und knalltraumatisiert, als ob er in eine Offensive der Vietcong geraten wäre. Und das war wie gesagt eine Stunde, bevor es eigentlich losging.

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Ei - immer diese martialischen Vergleiche!

Auch von mir allen Kombattanten einen guten Start ins neue Jahr. Und dem Hausherren ein Jahr ohne allzu viele nephrologische Beeinträchtigungen.

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Mein pazifistisch geprägter journalistischer Lehrmeister hat mir martialische Metaphorik zwar weitgehend ausgetrieben, aber in dem Kontext passte es nicht nur akustisch wie A*sch auf Eimer. Dem Bekannten (der, man muss es leider dazusagen, eine halbe Pappe intus hatte), wurden unterwegs Böller und irgendwelche pfeifenden Heuler en masse hinterhergeworfen, und wer da nicht an Krieg denkt, muss schon sehr seltsam geschaltet sein.

Ach ja, einen guten Start auch Ihnen!

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Bei uns wars überwiegend eher still, aber es wurde mindestens ein Polenböller gezündet, der statt Schwarzpulver Ammoniumnitrat oder son Zeug einthielt. Krachte wie ne Mörsergranate.

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Mit Polenböllern bin ich hier am Westpol noch nicht wissentlich konfrontiert worden - dafür aber mit Schreckschusspistolen-Geballer, das akustisch von "richtigen" Schüssen aus scharfen Waffen kaum zu unterscheiden ist.

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Oha, das klingt immer noch ausreichend ehrgeizig. Alles Gute fürs neue Jahr! Und lassen Sie es ausreichend ruhig angehen!

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Vielen lieben Dank und auch Ihnen alles erdenklich Gute im neuen Jahr!

Okay, die bizyklischen Ziele sind nicht so gesteckt, dass ich sie mühelos auf der linken Hinterbacke absitzen könnte - aber sie sind auch nicht so hoch gegriffen, dass ich ein Riesen-Trainingspensum dafür leisten müsste - was ja sowieso nur Schinderei für einen geschwächten Körper bedeuten würde. Das heißt, ich muss mit den Kräften und der Kondition haushalten, die ich habe und entsprechend realistisch einschätzen, was damit drin ist, ohne dass ich mich zu sehr verausgabe.

Deswegen finde ich ja die Idee so charmant, mit meinen Brüdern zu fahren. Die werden in der verbleibenden Zeit nach menschlichem Ermessen nicht so mega-topfit werden, dass sie mir den Allerwertesten abfahren - und mein enormer Trainingsvorsprung ist durch die Krankheit jetzt so geschrumpft, dass ich sie nicht völlig deklassiere oder unterwegs einschlafe. Man wird sich also auf ein gemäßigtes gemeinsames Tempo verständigen können, denke ich.

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"Der Weg auf den höchsten Berg Belgiens und zurück wäre mir im Moment auf dem jetzigen Fitness-Level zu weit für einen Tages-Ritt."

Mir auch! ;-) Aber mal sehen, was der Sommer bringt. 2015 war bei mir nicht viel loß. Kann nur besser werden.

Ihnen alles Gute! Auf welchen Touren auch immer.

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Ihnen desgleichen!
Die Bodringer Höhe, wie man sie vor 100 Jahren nannte, läuft uns ja nicht weg. Und wenn selbst der Halbgott es nicht für eine Schande hält, ein Teilstück z.B. nach Aachen mit der Bahn zu absolvieren, sollten wir das nicht zu eng sehen. Man braucht Ziele, sicher, aber man muss auch realistisch bleiben.

Es ist gar nicht mal so sehr meine Sorge, dass wir irgendwie hin und zurück kommen. Ich fürchte nur, dass es so langsam geht, dass wir es nicht komplett bei Tageslicht schaffen. Das längste, was ich in diesem angeschlagenen Zustand gefahren bin, war Roermond und zurück, also mit ein paar Verfranzungen 120 Kilometer, was so ziemlich dem Hinweg zur Botrange entspricht. Und da war ich schon ziemlich lange unterwegs.

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Prosit! : )

Ziele und Freude sind wichtig, der Rest findet sich.
Ganz viel Gesundheit und schöne Radtouren wünsche ich Ihnen. Die Revival-Tour klingt toll!

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Ihnen auch ein frohes Neues, liebe Frau Sid, möglichst stressarm und auch sonst rundum angenehm!

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Streß kann ja auch positiv sein : )
Allerdings hatte ich heute einen Alptraum, in dem gings (abgesehen mal wieder von dem Einbruchstrauma) darum, daß ich wohl irgendwie die Zeit übersehen und einen Kunden -termin verpaßt hab. Dann stand wer vom Backoffice in der Bude - also... irgendwie sehnt sich der Geist schon ziemlich heftig die Arbeit zurück *g*
Mittlerweile kann ich drüber lachen, weil ich 2-3 Reizfaktoren für den Traum selbst verursacht hab, aber ich war ernsthaft froh, als ich halbschlaf -dämmernd erkannte, daß nix davon real war.

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Dir alles, alles Gute! Dass ich Dir kompetenten medizinischen Rat organisieren kann weißt Du, zögere nicht ihn zu holen wenn Du ihn brauchst.

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Dir ebenfalls alles erdenklich Gute - mit vielen Gipfeln und anderen Höhepunkten! ;-) Es hat sich auf diesen Eintrag auch just eine frühere Kollegin und Nephrologengattin per Mail gemeldet, Zweitmeinung zur Dialysefrage ohne pekuniäre Nebeninteressen ist also gesichert. Einen Rheumatologen, der in diesen Auto-Immundingen firm ist, habe ich auch noch an der Hand. Und ansonsten steht erst nochmal ein Termin in der Gefäßchirurgie an, das ist auch etwas, was ich lieber in fußläufiger Entfernung in Angriff nehme. Aber trotzdem gut zu wissen, dass da jemand was für mich tun könnte!

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Radfahren mit Geschwistern! Ein sehr schönes Vorhaben. Viel Vergnügen dabei! Ich wünsche Ihnen ein komfortables Jahr mit wachsender Stabilität und guten Aussichten, auch ohne Rad. Und gute Entscheidungen. Auf geht´s!

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Vielen lieben Dank - und Ihnen auch nur das Allerbeste! Wie ich von Ihrem Gefährten hörte, ist die Großelternschaft etwas ganz Grandioses, und so werde ich versuchen, so lange durchzuhalten, um das noch zu erleben (man braucht ja Ziele). ;-)

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Pst, nicht so laut...
Großm... fühlt sich trotzdem seltsam an...
Man hat ja die eigenen Großeltern noch so präsent...
Es ist schön. Ja. Aber Sie müssen vorher noch relaxt und guter Dinge die Pubertät der kleinen Dame meistern ;) Das wird eventuell auch großartig.
Sie werden mehr als nur durchhalten...

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Bedingt durch die langen Reproduktionszyklen in meiner Familie (und diverse historische Gegebenheiten) sind meine Großeltern, respektive meine Großmutter mütterlicherseits, eine ziemlich ferne Erinnerung.

Aber was ich mit Sicherheit sagen kann: Die schwierigeren Jahre mit Töchterlein beginnen so ziemlich genau jetzt. ;-)

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Auch von mir (sonst eher stillem) Leser alles Gute für das gerade angebrochene Jahr! Ich wünsche Ihnen, dass es gesundheitlich wieder ein bisschen bergauf geht und Sie weiter die Freude am Radfahren behalten.
Außerdem vielen Dank für Ihre Texte hier, ich lese sie sehr gerne und würde mich freuen, wenn Sie auch in Zukunft weiter schreiben.

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Allerbesten Dank auch Ihnen, ich bin recht guter Dinge, weiterhin liefern zu können. Manches Thema der letzten Zeit hätte ich zwar lieber gemieden, aber man kann es sich nicht immer aussuchen.

Ich darf mich an dieser Stelle auch nochmal für die viele Post und die aufbauenden Kommentare bedanken. Dafür, dass ich ja nur so vor mich hinschreibe und keiner der Rockstars der Bloggeszene bin, ist die Resonanz immer wieder beglückend.

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ich häng mich hier einfach mal dran, weil ich den Kommentar von wander vorgestern schon prima fand und gerne mit "oh ja, von mir auch" verlängert hätte, aber oft lese ich nur auf dem Handy mit und bin dann einfach zu bequem, mich auf dem Miniteil einzuloggen und selber auch etwas zu kommentieren.
Bei Ihnen bewundere ich vor allem Ihre Ausdauer und Standfestigkeit. Sie haben jetzt ja bald 11jähriges und so wie ich das überblicke, keine größeren Aussetzer dabei. Das finde ich in unserer schnelllebigen Zeit schon bemerkenswert und für mich hat das auch irgendwie Vorbildcharakter.
Und grade dass Sie keiner der "Rockstars" sind, macht Sie für mich so besonders (obwohl, wer definiert das? Hier auf blogger.de gibt es doch wohl kaum jemanden, der Sie nicht kennt), aber eben weil Sie einfach nur so vor sich hin bloggen, ohne Shishi, ohne Marketingkonzept, ohne Zielgruppe, einfach nur so und trotzdem in der Lage sind, tolle Texte rauszuhauen (logisch, nicht jeden, aber zwischendrin sind immer richtig tolle), grade deshalb muss man doch immer wieder sofort lesen kommen, wenn etwas neu ist, sonst liefe man doch Gefahr, etwas zu verpassen, weil es einem eben nicht von 27 anderen Internetseiten noch entgegengelinkt wird.

Ihnen wünsche ich deshalb weiterhin eine sich stabilisierende Gesundheit - und mir, dass Sie einfach so weitermachen.

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Ich versuch's - und sage auch Ihnen allerverbindlichsten Dank! Und lassen wir uns von Ihrer dreistelligen Online-Tageszahl nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie doch auch zu den Alteingesessenen hier in der Community gehören, wenngleich Sie sich mal eine Auszeit gegönnt haben (oder verrate ich hier zuviel?).

Auf alle Fälle verrate ich an dieser Stelle, dass ich nicht zuletzt für meine Frau schreibe. Nicht dass es ihr an sonstigem Lesestoff mangelt, aber dass sie hier gerne liest (obschon sie auch nicht immer mit allem völlig d'accord geht), ist mir in der Tat kein kleiner Ansporn.

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für so manche frau war ja in deutschland sylvester auf öffentlichen plätzen nich unbedingt ein highlight
wie von zitterwölfen vorausgesehn

ich hab übrigens das feuerwerk verschlafen um eine halbe stunde

das das neue jahr mehr als unfruchtbar wird dank der hass-merkelin für europa
im willkommenswahn eines mini-putin

fand ich die gerechte ruhe im heu meiner höhle

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Nun gut, das Oktoberfest ist bekanntermaßen auch nicht gerade ein "safe space" für das schöne Geschlecht. Aber das kann kein Freibrief sein für tätliche "ficki-ficki"-Angebote und Schlimmeres. Und der Hohn ist noch, dass die Polizeibericht zunächst von einer "ruhigen Nacht" fabulierte. Wenn jetzt der völlig überforderten Lokalpolitik nichts besseres einfällt, als Frauen irgendwelche Verhaltensregeln ans Herz zu legen, dann gute Nacht.

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Da war die nette Bitch mit ihrem "Frauen greift zur Eisenstange" gar nicht so falsch.

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Das scheint mir auf alle Fälle eine zielführendere Empfehlung zu sein als der bekloppte Rat der Kölner Oberbürgermeisterin, Frauen sollten zu Fremden eine Armlänge Abstand halten. Wie das gehen soll, wenn frau von mehreren Seiten angegriffen wird, würde man gerne mal wissen. Ich meine, wenn das tatsächlich so eine tolle Strategie gewesen wäre, dann wäre sie selber ja auch nicht Opfer einer Messer-Attacke geworden.

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Die einzige Messer-Attacke die ich erlebte überstand ich unverletzt weil ich Karate kann. Und was das Weibsvolk in meinen Home-Surroundings angeht - die machen mehrheitlich irgendeinen Kampfsport, ziemlich viele mit Schlagstöcken (Escrima, Kali, Modern Arnis, Capoeira). Sehr wirkungsvoll.

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Tja, mit so Helden-Geschichten kann ich nicht aufwarten. Mir fuchtelte mal ein besoffener Rockerboss mit einer geladenen .357er Magnum unter der Nase herum, das war mir ziemlich unangenehm. Und beim Bund hatte mal einer der Kameraden, dessen Wachvorgesetzter ich in der Nacht war, einen Rappel und mit seinem G 3 auf mich angelegt und entsichert, da nützte mir meine P 1 im Holster gar nichts, da musste verbale Überzeugungskraft meinen Tag retten.

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Ich glaube nicht, dass derartiges auf einem Oktoberfest vorfallen würde. Dazu könnte ich noch mehr schreiben, was u.a. den Aspekt nordafrikanische und arabische Herkunft betreffen würde. Aber ich erinnere mich an Ihre Harmoniesucht und akzeptiere die natürlich in Ihrem blog ;) Außerdem muss man ja inzwischen insgesamt sehr aufpassen, was man, gerade bei diesem Thema, wie sagt und schreibt wegen Nazikeule etc. Nervt mich.
Kann mich nicht erinnern, dass Journalisten so schwammig, spät, vorsichtig und irgendwie künstlich berichten wie in dieser "Sache", wenn es zum Beispiel um Straftaten von psychisch beinträchtigten Menschen geht. Ginge man da nach, so ist so eine Psychose ja ähnlich unberechenbar und gefährlich wie ne Bombe. Da wird stigmatisiert und verallgemeinert wie… aber gut anderes Thema. Jedenfalls sollen sich die Journalisten, Presse oder wasweißich wer da letztlich verantwortlich ist erstmal an die eigene Nase fassen, bevor sie zB (die) Polizei(worte) ach-so-kritisch beäugen. Meine jetzt natürlich nicht Sie persönlich, sondern alleman. Widerlich. All das. Und ein sehr komplexes Thema, zu dem Sie ja gar keinen Beitrag geschrieben haben, deshalb höre ich jetzt auch auf.

+ Ein gutes Jahr für Sie.

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Sooo weit geht meine Harmoniesucht nun auch wieder nicht, dass ich ein gewisses Maß an Kontroverse nicht abkönnte. Aus dem Oktoberfestvergleich hat übrigens Don Alphonso die Luft rausgelassen. Aber der muss ja auch seit einiger Zeit mit dem Stigma Fremdenfeind leben, wobei ihn vor dem Nazivorwurf einstweilen seine jüdische Herkunft bewahrt.

Einerseits regt mich das Rumgeeier in Teilen der Medienlandschaft auch auf, gleichwohl ist tatsächlich zu fragen, ob die vagen Herkunftshinweise, die ja zum Teil auch widersprüchlich waren, wirklich der Weisheit letzter Schluss waren. Es gibt diesbezüglich ja eine Richtlinie im Pressekodex, und etliche Kollegen (etwa bei der taz) legen sie so aus, dass die Frage nach der Herkunft der Täter hier eine nachragige Rolle spiele - oder anders gesagt dass der Minderheitenschutz hier Vorrang haben sollte.

Ich mir habe dazu noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich sehe aber das Problem, dass das proaktive Verschweigen dieses Faktors nicht gerade geeignet ist, das eh schon angeknackste Vertrauen in die Systemmedien zu stärken. Nennt man aber Ross und Reiter, setzt man sich dem Vorwurf aus, den Rechtsradikalen und Xenophoben Wasser auf die Mühlen zu geben.

+ Allerbesten Dank Ihnen (ich freu mich immer, wenn Sie mal wieder reinschneien)!

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Es klingt spöttisch, aber ist so nicht gemeint: wäre es nicht stringent, anschließend an obigen Gedanken, bei Berichten über Straftaten ebenfalls auf die Angabe des Geschlechts von Täter oder Täterin (oder entsprechene Mutmaßungen darüber) zu verzichten? Aus demselben Grund.
Man könnte es noch weiter treiben: das Alter könnte man weglassen wegen der möglichen Herabwürdigung einer Alterskohorte (Ü60, U20 etc.), den Wohnort verschweigen wegen der Möglichkeit, dass ein ganzes Dorf die Schmach ereilt, den Tatort nicht nennen, weil es pekuniären Schaden anrichtet, Touristen abschreckt und die Hauspreise leiden.
Nenn mich naiv.

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Den Gedanken hatte ich auch schon mal ventiliert - bis hin zu der Überlegung, ob ein Bericht über eine Straftat einem als Rezipienten nicht schon das Menschenbild vermiest, weil er (selbst wenn man Details weglässt) impliziert, dass es Täter*_Innen gegeben haben muss. Und die könnten sich durch die öffentliche Erwähnung ihrer Tat über Gebühr herabgewürdigt fühlen. Kurzum, ich kann Ihnen da durchaus folgen. Im Sinne des Minderheitenschutzes ließe sich das sicher verargumentieren, zumindest solange Straftäter*_Innen noch eine Minderheit in der Gesellschaft darstellen.

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@Fritz
Finde ich nicht naiv.

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Ich kann mir den Artikel ihres FAZ-Bruders nicht durchlesen. Auch das ist nix persönliches, aber bei allem was mit "Ich bin Bayer" beginnt hab ich Sperre. Als Nordeutsche. Frau. FAZ-Beäugerin. etc. Ich hoffe, auch das darf man noch schreiben in diesen brisanten Zeiten. Taz-Artikel kann ich auch nicht lesen. Kann ich nicht begründen. Trotzdem danke für die links.
Aber vielleicht schreiben Sie ja mal was dazu. Nen Beitrag, Artikel oder was auch immer. Ich kann Ihren Worten jetzt nicht sooo viel entnehmen. Und was meinen Sie in dem Zusammenhang mit Pressecodex?

Aber wenn nicht, natürlich auch ok.
Draußen liegt Schnee und das ist toll. Auch ein wichtiges Thema. Und das meine ich so wie es da steht.

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@iii
Kann ich verstehen - spätestens bei Formulierungen wie keine einzige vollendete Vergewaltigung steigt mir derart der Blutdruck, daß ich nicht mehr weiterlesen mag.

Jetzt nichts gegen Herrn Marks FAZ-Bruder, aber solche Formulierungen können wohl auch nur Männer oder Menschen mit einem Vorstellungsvolumen einer Amöbe (nix gegen Amöben) einfallen.

Einen Übergriff derart herunterzuspielen, nur weil es nicht bis zur Vollendung eines Vollzugs kam/kommt,
... nein, ich hör hier auf, sonst sag ich am Ende noch was, was nicht nur Männer krumm nehmen.

Ich möchte empfehlen, etwas zu überdenken, wie manche Menschen Übergriffe verbal bagetellisieren.
Und jetzt geht ich bisserl schnappatmen.

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Der Pressekodex verpflichtet die Presse zur Einhaltung bestimmter Richtlinien, und unter Punkt 12.1 heißt es da:
"In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte."
Das ist natürlich ein ziemlicher Gummiparagraph, und entsprechend wird man am politisch korrekteren Ende des Meinungsspektrums dem Minderheitenschutz im Zweifel den Vorrang einräumen, und andernfalls wird eben billigend iin Kauf genommen, dass die explizite Erwähnung der Herkunft/Ethnie/was auch immer von Straftätern/Verdächtigen etc. womöglich der gruppenbezogegen Menschenfeindlichkeit Vorschub leistet. Man kann wie unser Blogger-Kollege maz mit seinem Bosporus-Background darüber zu Recht abkotzen - auf der anderen Seite muss man konzedieren, dass die strengere Einhaltung dieser Richtlinie auf breiter Front auf Dauer ein ziemlicher Schuss ins eigene Knie war, denn letztlich merkt der Rezipient halt doch, dass die Berichterstattung oft nicht mit dem übereinstimmt, was man selbst so beobachtet und aus anderen Quellen so hört. Der Verdacht, dass da allerlei totgeschwiegen und bemäntelt wird, um die Stimmung in der Flüchtlingsfrage nicht kippen zu lassen, ist ja nicht ganz von der Hand zu weisen. Es ist eine verdammt schwierige Abwägung, die man da als Medienmacher zu treffen hat, und ich habe keine einfache Lösung parat. Ich beackere beruflich ja ganz andere Themen.

Und Schnee, das wär ja auch mal wieder was. Hier am Westpol mit seinem Seeklima ist da traditionell nicht viel geboten. Was ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe...

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@sid: Ich habe es nicht so gelesen, dass es dem Kollegen um Bagatellisierung der Delikte an sich geht. Es ging in erster Linie gegen den vielfachen Versuch interessierter Kreise, die Vorkommnisse von Köln mit dem Hinweis auf das Oktoberfest herunterzuspielen. Und so unappetitlich das Geschehen auf der Wiesn auch sein mag, in Relation zur Besucherzahl und der Dauer der Veranstaltung gesehen ist es fast ein Kindergartenfest im Vergleich mit Köln.

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@mark
Daß es am Oktoberfest pro Jahr nur zu so wenigen Übergriffen (wie in den Berichten* steht) kommen soll, halte ich für ein Gerücht.
Da gibt es bei uns allein täglich mehr.
*Zahlen auch mehrfach im TV gehört. Daß es auch eine große Differenz zwischen tatsächlichen und angezeigten Taten gibt, ist wohl allen, nur nicht der Polizei und den Medien bekannt...

Ich meinte auch nicht, daß die Bagatellisierung von ihm ausgeht, aber jede/r sollte sich genau überlegen, welche Formulierung man benutzt. (Daß er schon mal unüberlegt was sagt, hatten wir bereits persönlich vor einigen Monaten geklärt.)
Für ein Opfer muß das ein derartiger Hohn sein - mann darf auch daran mal EINEN Gedanken verschwenden, bevor medial so formuliert wird.
Mehr wollte ich dazu nicht sagen.


Ansonsten ist jeder Übergriff (egal wie harmlos oder nicht vollzogen *kotz*) einer zu viel. Egal von wem der statt- findet. Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht, Status darf dafür NIE eine Ausrede sein. Gilt für beide Seiten.

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Ja, ich denke, man kann sich darauf verständigen, dass es nicht in erster Linie Ausländer, sondern allgemein gesprochen Arschlöcher sind, die übergriffig werden. Diese Aufrechnerei ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen, aber wenn wir schon beim Oktoberfest eine wesentlich höhere Differenz zwischen tatsächlichen und angezeigten Vorfällen zugrundelegen, leuchtet mir nicht ein, warum man diese übliche Differenz in Köln nicht auch in die Gesamtrelation einpreisen sollte. Zumal ja selbst ranghohe Polizeiverantwortliche gesagt haben, es würde ziemlich schwer werden, konkrete Täter zu ermitteln.

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Der Hohn ist noch, dass die Polizeibericht zunächst von einer "ruhigen Nacht" fabulierte.

Dafür gibt es meines Erachtens eine simple Erkärung:
An Sonn- und Feiertagen ist die Pressestelle eines Polizeipräsidiums nicht besetzt, sondern der PvD übernimmt diese Aufgabe. Der diensthabende Beamte ist dabei auf die Polizeiberichte angewiesen, die in derem System stehen. Es hängt also davon ab, wann die Kollegen von den einzelnen Revieren die Berichte dort einstellen. So kann es passieren, dass die Feuerwehr nach einem Unfall (bei dem sie auch einen Einsatz hatte) eine Pressemitteilung verschickt, der PvD aber bei Nachfragen von Redaktionen - beispielsweise zur Unfallursache - davon aber noch gar nichts weiß.

Ich vermute, genau das ist in dem Fall auch passiert. Derjenige, der die erste Pressemitteilung (am Ende oder zu Beginn seiner Schicht, je nachdem, welcher der beiden PvD es war) herausgab, wusste noch nichts von den Taten. Und die Berichte, auf die er zu dem Zeitpunkt Zugriff hatte, ließen auf eine ruhige Nacht schließen.

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Ja, mag sein.
Wahrscheinlich lässt sich auch für das sehr zögerliche Anspringen der Medienmaschinerie eine Erklärung finden, aber ehrlich gesagt greift mir das Stichwort "Kommunikationsproblem" da ein wenig kurz. Es ist nicht mal so, dass ich WDR & Co. daraus jetzt einen Riesen-Strick drehe, aber den allgemeinen Eindruck, man habe vor diesem heißen Eisen zurückgeschreckt, kriegen die Anstalten nunmal nicht mehr aus der Welt. Und ob das dem Minderheitenschutz einen großen Dienst erwiesen hat, da bin ich etwas skeptisch. Ich fürchte, der Preis der political correctness ist in dem Fall zu zu hoch, wenn die Glaubwürdigkeit der sogenannten Systemmedien eh schon angeknackst ist.

Ich möchte auch nicht so verstanden werden, als hätten die Sender voreilig mit unausgegorenen Mutmaßungen Stimmung gegen Migranten machen sollen, aber erst mal überhaupt nichts zu machen, war sicherlich der falsche Weg.

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Wie die "Welt" berichtete, kamen die Polizisten vor Ort gar nicht hinterher, die Anzeigen aufzunehmen. Abgesehen davon dauerte auch das strafprozessuale Prozedere bei den Festnahmen seine Zeit, in einem Fall soll es sogar sieben Stunden gedauert haben. Da hatte wohl einfach keiner Zeit, die entsprechenden Berichte einzustellen.

Inzwischen wurde ein Einsatzbericht geleaked, demnach haben sich auch einige Politiker vorschnell geäußert.

Was die Berichterstattung der von Ihnen genannten Sender angeht, so habe ich die nicht verfolgt. Das Deutschlandradio berichtete anfangs von "nordafrikanisch oder arabisch aussehenden Tätern" - irgendwann war dann nur noch von Nordafrikanern die Rede. Was mich doch sehr verwunderte.

Was mich derzeit viel mehr interessiert, ist die Frage, wie das in den entsprechenden Communities diskutiert wird. Das spricht sich doch herum, wer dabei war, die Leute können doch meistens den Mund nicht halten. Außerdem dürfte auch auffallen, wenn einer plötzlich Geld, Handys oder anderen Kram hat, den er vorher nicht besaß. Der ein oder andere dürfte auch in friedlicher Absicht dort gewesen und manchen Täter erkannt haben. Behalten die, die etwas mitbekommen haben, nun ihr Wissen für sich?

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Davon würde ich realistischerweise mal ausgehen. Ich glaube nicht, dass aus der Ecke viele verwertbare Hinweise kommen werden.

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Ich habe mir gerade mal den Pressekodex zu Gemüte geführt. Ich bin baff, wie unterkomplex das Gesamtkunstwerk daherkommt, als würde es mit Kindern sprechen. Für mich als Laien erstaunlich unterkomplex. Nach einigem Überlegen ist mir eingefallen, woher mir der Tonfall geläufig ist, exakt von den Geboten der Jungpioniere. Das sind die mit dem Pionierehrenwort.

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@ mark: Worauf die Polizei übrigens tatsächlich den Deckel zu halten scheint, sind Angaben dazu, wie oft sie wegen häuslicher Gewalt in die Not- und Sammelunterkünfte anrückt. Im November erzählte mir eine Freundin, dass das häufiger der Fall ist (eine Freundin von ihr ist Polizeiführerin). Dass man hierzulande seine Frau und Kinder nicht schlagen darf, scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben. Die Polizei muss dann entweder den Täter mitnehmen oder Frau und Kinder anderweitig unterbringen, so lauten die Vorschriften. Im Ergebnis ist das jedes Mal ein Riesendrama, weil das die Betroffenen überhaupt nicht verstehen. Das Geschrei ist dann groß.

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@arboretum: Ja, davon hörte ich von Kollegen, die näher an der Thematik dran sind als ich.

@fritz_: Haha, mit der Analogie liegen Sie gar nicht so falsch, schließlich ist der Pressekodex eine freiwillige Selbstverpflichtung. Es ist ja auch nicht so, dass der Presserat bei Verstößen große Sanktionsmöglichkeiten hätte. Ich habe mich für ein berufsständisches Fachblatt vor ein paar Jahren mal mit dem Thema "Verstöße gegen die Werberichtlinien" näher befasst, und da kann man schon zu dem Schluss kommen, dass der Pressesat letztlich ein ziemlich "zahnloser Tiger" ist, wie es der Kritiker Stefan Niggemeier einmal ausgedrückt hat.

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Hallo sid: Ich habe bis zu dem von Ihnen zitierten nicht gelesen und kann nachvollziehen, wenn Ihnen das aufstösst und Sie röcheln lässt. Kenne allerdings den Zusammenhanmg nicht. Wie gesagt, bei mir wars eher banaler, weil der Einleitungssatz in nem Artikel doch Lust auf mehr machen sollte wie bei nem Buch. Und das war bei mir halt nicht so. Außerdem müssen sich die FAZ- taz & Latz - Brüder jawohl nicht auch noch gegenseitig verlinken

Nabend mark793: Ja also, dass es Arschlöcher sind .. stellt das irgendwer in Frage? Ich mein, reden wir jetzt über Selbstverständlichkeiten oder was?!? Was soll denn das Herumgeeier und die Zimperlichkeit. Ich wiederhole mich: In anderen Zusammenhängen ist man/diePresse/usw es auch nicht. Das mit dem Pressekodex überzeugt mich nicht. Gilt der mal und mal wieder nicht oder was?
Warens jetzt Arschlöcher mit nordafrikanischer und arabische Herkunft oder nicht? Ist dieser Aspekt irrelevant oder spielt das eine Rolle wie auch Frauenbilder, patriarchalische Scheiße usw. Ja, es ist komplex und muss man differenziert sehen. Ich weiß. Muss ich das stets dazu schreiben oder reicht 1x? Fragen über Fragen.


Es ist so schön² mit dem Schnee. Macht alles hell und still. Schade, dass sie nix (oder wenig?) davon haben.

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@iii: Ja, womöglich kann mans auch übertreiben mit dem Differenzieren und Disclaimern, aber allzu grobe Vereinfachungen überlasse ich nun mal lieber dem Stammtisch. Es ist aber auch nicht so, dass ich in Bezug auf sagenwirmal orientalische Neumitbürger völlig vorurteilsfrei bin, und dass wir uns mit dem übertriebenen Willkommensgetue auch eine Menge tauber Nüsse ins Land geholt haben, das müsste jetzt eigentlich auch den Leutchen dämmern, die jeden zum Fremdenfeind und Proto-Nazi deklariert haben, der ein eher kanadisches Modell der Einwanderungspolitik präferiert hätte.

Das mit dem Schneemangel hat auch sein Gutes, so kommt das Darkmobil im Allgemeinen mit Ganzjahresreifen rum. Ich denke aber, wir werden hier im Westen auch noch was abkriegen. Kann mich erinnern, dass es vor paar Jahren Anfang März noch schneite.

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Ich könnte hauptsächlich (beruflich bedingt) einiges zu den orientalischen Neu- und Fastneu und Altmitbürgern beisteuern, bin quasi tagtäglich mittendrin, glaube aber nicht, dass subjektive Erfahrungsberichte wirklich weiter helfen. Aber genausowenig meiner Meinung nach auch diese ganze Schieflage in der Berichterstattung und das scheinheilige Drumherumgesülze. Im Ganzen.
Meine Kollegin (mit Migrationshintergrund, ist ja immer guuuut und wiiiichtig das dazu zu schreiben, nur warum eigentlich? ) bei der ich (ohne Migrationshintergrund) mich regelmäßig auskotze, sieht das übrigens auch so. Und überfordert sind alle. Und unterbesetzt und gereizt. Geschlechts- und Kultur-unabhängig. Aber auch das ist ein anderes Thema. Und vielleicht sind wir ja auch die Mimosenmuschis und brauchen ein dickeres Fell. Und n Kopftuch. Äh ja, ich komme zum Schluß.

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Mimosenmuschi ist für mich das alliterative Kompositum der Woche.

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Ich sage aber auch Gewürzgurke. Grade gegessen gehabt.

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Gewürzgurke ist:
- zuweilen lecker
- eher weniger pejorativ konnotiert
- aber sattsam bekannt

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Da schaut man mal ein paar Jahre nicht vorbei, und dann muss ich gleich so was hier lesen: Chemo, Dialyse, Horrorstories?

Ich glaube wir zweibeiden müssen mal telefonieren. So goes it ja not.

Ich suche gleich mal die Nummer …

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