Donnerstag, 6. September 2012

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Montag, 3. September 2012
On the road again
Wenn das stimmt mit all den Parallel-Universen, in denen wir andere Entscheidungen getroffen und alternative Lebensentwürfe tatsächlich verfolgt haben, dann gibt es bestimmt auch eins, in dem der Fund eines leicht ramponierten Rennrads auf dem Sperrmüll mein Leben umkrempelte und ich beschloss, auf Fahrradkurier umzusatteln: tagaus, tagein auf schmalen Reifen hocheilige und wichtge Dokumente und Sendungen durch den Stadtverkehr expedieren, mich auf sechsspurigen Straßen zwischen Autokolonnen durchschlängeln, für unachtsame Fußgänger in die Eisen steigen, von ausscherenden Linienbussen angehupt werden, aber immer mindestens eine Handbreit Luft zwischen mir und den anderen Verkehrsteilnehmern lassen, abends dann vor dem Beine hochlegen noch schnell die Kette schmieren und die Regenklamotten nachimprägnieren - aber ach, in diesem Universum habe ich einen anderen Weg gewählt, und nur manchmal ergibt es sich, dass eine dringende Besorgung in der Stadt anliegt, für die sich das Rad als schnellstes Verkehrsmittel anbietet. So erinnerte mich meine Frau vorhin daran, dass in der Konzerthalle noch Karten abzuholen seien, die eigentlich vorige Woche schon abgeholt sein sollten. Ich schwang mich sofort aufs Rad und strampelte in Rekordzeit auf die andere Rheinseite rüber. Allein der Kartenverkauf hatte heute ("aus technischen Gründen" wie es hieß) nur bis 17 Uhr 30 geöffnet, ich hatte mich also vergebens abgestrampelt.

Obwohl, vielleicht nicht ganz. Ich glaube, ich habe jetzt wenigstens das lästige Klicken lokalisieren können, das mich seit ein paar Wochen bei fast jede Pedalumdrehung von Sir Walter nervt. Nicht Sattel, Kette oder Tretlager/Pedale sind die Geräuschquelle, denn wenn ich eine Hand vom Lenker nehme, hört es auf, greife ich den Lenker beim Treten wieder ganz normal, klickt es weiter. Das heißt, das Geräusch dürfte irgendwo aus der Gemengelage aus Gabel, Steuersatz und Vorbau kommen und aus der Gewichtsverlagerung beim Treten resultieren. Mit Auseinanderbauen und Saubermachen sollte das eigentlich zu beheben sein. Und was die Konzertkarten angeht - morgen ist auch noch ein Tag. Mit der rotgrauen Rakete könnte ich die Fahrzeit von heute eventuell sogar noch unterbieten, wenn ich die grüne Welle in der Luegallee schaffe. Im Gegensatz zu den richtigen Kurieren halte ich an roten Ampeln nämlich meistens an. Überdies fahre ich auch kein trendiges Fixie. In diesem Universum zumindest.

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Mittwoch, 29. August 2012
Gedanken zur Saison, unsortiert
Die Grillen sind doch noch nicht nach Süden gezogen, da draußen zirpt noch was. Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Das dürfte es mit dem Sommer so ziemlich gewesen sein, selbst wenn das Thermometer da und dort noch mal die 25-Grad-Marke knackt. Anders als in den Jahren zuvor plagt mich heuer aber nicht das Gefühl, da hätte doch noch was kommen müssen, das könne es doch noch nicht gewesen sein. Was so ein ausgiebiges Lichttanken im Urlaub doch ausmacht. Ja, ich weiß, Bilder sind gewünscht, aber bei der FAZ muss ich morgen auch schon wieder ran, und am Wochenende ruft die Heimat, davor noch ein paar Geschenke besorgen, die defekte Dunstabzugshaube demontieren undundund. Wahrscheinlich werden wir uns dann im November an den Urlaubsbildern wärmen, und Weihnachten kommt ja auch immer so plötzlich. Bislang gab es aber noch keine Sichtung von einschlägiger Saisonware im hiesigen Edeka. Ich vermute mal, wenn es übers Wochenende ein paar Grad kühler wird, werden wir kommende Woche die ersten Lebkuchen sehen.

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