Montag, 27. August 2012
Nachtrag zur Dopingdebatte
Soso, Armstrong soll also gedopt gewesen sein, ist dieser Tage überall zu lesen. Naja, wer glaubt, man könne ohne Mittelchen bis zum Mond fliegen, ist doch naiv. Aber was wäre, wenn man ihm den Titel "erster Mann auf dem Erdtrabanten" aberkennt - würde dann Buzz Aldrin auf dem Treppchen nachrücken? Oder müsste man nicht davon ausgehen, dass alle Astronauten was intus hatten? Fragen über Fragen, und die Nasa mauert. Da müssten die US-Dopingfahnder noch mal richtig nachhaken.

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Freitag, 24. August 2012
Digitalisieren wir uns zu Tode?
Ach, ich wollte hier in der Dunkelkammer doch noch eine schöne Strecke mit Bildern aus dem Urlaub pflastern, aber da sind schon wieder so viele Verpflichtungen, Liegengebliebenes in stillem Protest auf dem einen Haufen, in dem anderen Ablagekörbchen akut Dringliches, am Horizont schon wieder familiär bedingte Kilometerfressorgien die A 3 rauf und wieder runter. Also was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja, eine Momentaufnahme aus dem Urlaub hat es auf die FAZ.NET-Startseite geschafft. Als die bestehe Ehefrau von allen auf Koufonisi die drei Mädchen mit ihren digitalen Daddelkistchen ablichtete, hatte ich noch keinen Blassen, welches mein erstes FAZ-Blogthema nach dem Urlaub sein würde. Aber zu der düsteren Diagnose des Hirnforschers Manfred Spitzer, wir uns unsere Kinder würden uns das Hirn wegdaddeln, passt die Aufnahme doch ganz gut.

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Mittwoch, 22. August 2012
Wer hat hier ein Rad ab?
Ich bin leicht anuriniert, um es mal zurückhaltend auszudrücken. Der hiesige Radladen hat das Hinterrad von Sir Walter verbaselt. Das hatte ich vor dem Urlaub wegen einer gebrochenen Speiche zur Reparatur gegeben. Vorgestern dann, ähm Moment, ist grad viel los, muss heute abend mal im Lager gucken, wir rufen Sie an, lassense doch mal die Nummer da. Ruft natürlich keiner an, denn wie sich heute nicht mehr leugnen lässt: Das Teil ist weg. Steht zwar ein so ähnlich aussehendes noch herrenlos rum. Aber das heißt, jemand hat jetzt mein repariertes Hinterrad dran - und, nein, ich möchte das Rad des betreffenden Kunden nicht als Ersatz. Dabei wäre es technisch gesehen (Dura-Ace-Nabe) eigentlich keine Verschlechterung, aber da geht es mir jetzt ums Prinzip. Das Auge fährt mit, und mit Seitenblick auf rollende Ersatzteilkisten, bei denen nichts zusammenpasst, habe ich einiges in Kauf genommen, damit Vorder- und Hinterrad auch nach dem Umbauprojekt im Vorjahr (Umrüstung auf Schaltbremshebel und 8-fach-Ritzel) noch aus einem Guss waren. Die Möglichkeit, dass so etwas passieren könnte, hatte ich gar nicht in Betracht gezogen, und daher hatte ich mir nicht mal die perfekt passende Ritzelabstufung vom Zahnkranz aufgeschrieben.

Also was auch immer der Laden da jetzt an Ersatz ranschafft, es wird wahrscheinlich den status quo ante nicht wiederherstellen und mich noch eine Weile ärgern. Es sei denn, der Blindfisch von Kunde, der es nicht gemerkt hat, dass man ihm das falsche Hinterrad verpasst hat, kommt noch auf den Trichter. Aber darauf wetten würde ich nicht.

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Kunde B hat doch was gemerkt: Da ist ja plötzlich ein Schnellspanner zuzumachen, wo vorher Muttern zuzudrehen waren, und hier blecken acht Ritzel ihre Zähne, wo vorher sechs ihren Dienst taten, und wenn dann auch noch die 130-Millimeter-Achse nicht ohne Gewürge in den 126-mm-Hinterbau passt, dann ist es tatsächlich nicht die blödeste Idee, das Hinterrad in den Reparaturbetrieb zurückzubringen. Also: Alle wieder vereint mit ihren ureigenen Hinterrädern. Ladenpersonal zerknirscht, aber doch erleichtert. Und nachdem der Austausch der kaputten Speiche auf Kulanz ging, habe ich mich auch nicht kleinlich und nachtragend gezeigt und gleich den nächsten fälligen Ersatzreifen im Dackelspalterformat 20-622 geordert.

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