Freitag, 14. September 2012
Sachsen: Bordeaux auf Briefumschlag geklebt?
Ich weiß, Spiegel-Online-Beiträge verlinken ist uncool, aber diese Kuriosität möchte ich meinen Lesern dann doch nicht vorenthalten:
(...)In dem Fall hatte eine Kundin einen Flug nach Porto buchen wollen. Die Mitarbeiterin des Reiseunternehmens buchte jedoch einen Flug nach Bordeaux und forderte vor Gericht den Reisepreis ein. Die aus Sachsen stammende Beklagte habe den Zielort zu undeutlich genannt.
Ei verbibbsch. Dabei kann bei der Reisebuchung - selbst wenn man nicht so phonetically challenged wie so mancher Mitbürger aus dem Beitrittsgebiet ist - einiges danebengehen. Haben wir im Sommer übrigens auch feststellen müssen: Weil gängige Online-Buchungsmaschinen die kleine Kykladeninsel Iraklia gar nicht im System haben, hätten wir im Urlaub um ein Haar in Iraklion auf Kreta ein Quartier gehabt, wo unsere Reiseroute überhaupt nicht hinführte. Gottlob fiel meiner Frau diese Diskrepanz noch rechtzeitig auf, das ließ sich alles noch regeln.

Als Bonus-Track zu diesem Beitrag hier noch ein thematisch passendes Hörbeispiel aus den neuen Bundesländern.

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Donnerstag, 13. September 2012
Desperate Houseman (29)
Die neue Unterbau-Dunstabzugshaube anzubringen, das artet ja auch schon wieder in einem Mammutprojekt aus. Die vorgesehenen Bohrungen stimmen (natürlich) nicht überein mit denen des Vormodells, sie würden mehr oder weniger in die Seitenwände des Hängeschranks führen. Da könnte ich allenfalls reinspaxen, aber keine Gewindeschrauben kontern. Hm, ok, sind ja oben im Gehäuse noch andere Löchlein, die man bisschen aufbohren kann. Gesagt, getan, nur liegen die jetzt so nah neben den vorigen Bohrlöchern im Fachboden, dass es eher heikel wäre, die neuen Befestigungen direkt daneben zu setzen. Mannmannmann, ich hätte gute Lust, das Ding zu Klump zu treten einfach mit Hilfe einer Kabelklemme zu fixieren. Der Anschluss ist eh zu kurz, so dass ich beim Netzkabel stückeln muss. Die alternative Befestigungsart per Wandhalterung drängt sich auch nicht gerade auf, schon allein wegen irgendwelcher Stromleitungen und Wasserrohre in der Wand. Und das Einhängen in die Wandhalterung würde nur funktionieren, wenn der Oberschrank weg wäre, und den jetzt abzubauen, das möchte ich nach Möglichkeit auch vermeiden. Da werden wir also was McGyvern müssen. Einen Trost habe ich ja: Wirklich durchrutschen und runterfallen kann das Ding auch im allerschlechtesten Fall nicht, dafür hängen die beiden Schränke daneben zu eng beieinander. Weniger schön ist indes, dass der Hersteller mit den drei Buchstaben, von dem wir auch den Herd haben, unter "Edelstahl" heute mehr so eine graue Lackierung versteht als die gebürstete Metalloberfläche, wie sie die Schranktüren, der Herd und der Kühlschrank aufweisen. Aber exakt das Modell, das seinerzeit mit der *k**-Küchenzeile ins Haus kam und das auch optisch 1a passte, war nicht mehr zu haben. Grmpf.

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Samstag, 8. September 2012
<3

Gestehe ichs offen: Wenn geschätzte Bloggerkollegen von gemeinsamen Ausfahrten mit ihren Mausis oder Carodamen berichteten, war ich immer ein bisschen wehmütig. Denn die eheliche Arbeitsteilung im Hause793 ließ für zweisame Drahteselritte der ambitionierteren Art bislang eher wenig Raum. Aber nachdem Töchterlein übers Wochenende auf einer Freizeit weilt und das Wetter nachgerade sensationell ist, hatte ich für heute eine schöne Tour entlang des Erftradwegs ausgeguckt. Unpraktisch nur: An ihrem Peugeot-Tourenrad klemmt und schleift wieder alles Mögliche (obwohl es so gut wie nie bewegt wird). Und so entschloss ich mich schweren Herzens dazu, mich an fremdem Eigentum zu vergreifen: Im Auftrag eines überregional bekannten Bloggers mit ausgeprägtem Hang zu älteren bizyklischen Kostbarkeiten holte ich kürzlich auf der anderen Rheinseite einen ziemlich legendären Stahlrahmen samt einem losen Konvolut von Anbauteilen ab. Auf der letzten Fahrt in den Süden hatte ich das Auto zu vollgeladen, um den Rahmen und die Einzelteile mitzunehmen und an einem praktikablen Übergabepunkt zu deponieren, das ergibt sich wohl erst in den kommenden Wochen. Und so habe ich gestern halt mal das ganze Geraffel zusammengeschraubt, nur um mal zu gucken, obs funktioniert. Das tut es recht eindrucksvoll, und irgendwie wäre ich mir schäbig vorgekommen, hätte ich meiner Frau nicht die Chance eröffnet, so ein tolles Rad zu fahren, damit sie mal ein Gefühl dafür kriegt, wie leicht und mühelos das rollt, wenn man nicht so einen schweren Traktor unterm Hintern hat.

Nun fragt mich meine Frau aber nicht völlig zu Unrecht, kann man das wirklich bringen, wird der Besitzer des edlen Stahlrosses nicht sauer sein, wenn er von diesem Ausritt erfährt? Das Risiko besteht in der Tat, ich muss da auf mildernde Umstände hoffen, zumal ich geständig bin. Aber Reue fällt mir nicht ganz leicht, wenn ich das Lächeln auf dem Bild da oben sehe.

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