Mittwoch, 11. Januar 2006
Elektronische Eigentumsdelikte
Der Blog-Boom zeigt zunehmend auch seine Schattenseiten: Verirrte junge Menschen, denen es an zündenden Ideen für eigene Beiträge fehlt, bedienen sich ungeniert bei Bloggerkollegen. Dass man sich mal von einer fremden Themenidee inspirieren lässt und die dann weiterdreht, dagegen ist ja wenig einzuwenden. Wenn aber einem Bloggerkollegen ganze Beiträge wortwörtlich abgepinnt werden, dann grenzt das an geistige Kleptomanie. Opfer einer solchen Copy-and-Paste-Attacke waren vor einiger Zeit auch Herr Dahlmann und andere . Vielleicht ist es angesichts der grassierenden content-Knappheit tatsächlich Zeit, meine Idee einer Blog-Beitrags-Tauschbörse namens Bloggster doch noch mal aus der Schublade zu holen. Aber dass mir ja keiner diese Idee klaut, sonst sag ichs dem Don - und dann gibt's kräftig Haue an der Blogbar.

Nachtrag: Der Täter hat Einsicht gezeigt und vor lauter Reue gleich sein ganzes Blog dichtgemacht. Wär doch nicht nötig gewesen.

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Montag, 9. Januar 2006
Guugelhupf, mal wieder
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Tja, von wegen null Sex in 2006. Das geht ja wieder gut los hier in den Referrern. Trotzdem muss ich die Suchmaschinen-Benutzer leider enttäuschen: Diese Varianten haben wir noch nicht ausprobiert. Aber das Jahr ist ja noch frisch, wer weiß, wozu es uns noch treibt. Wenn sich aus dieser Kombination was nettes ergibt, werde ich gegebenenfalls berichten. Aber eins kann ich schon mal vorneweg verraten: Zu sehen wirds nicht viel geben. Denn in der Regel machen wir das Licht aus, bevor's zur Sache geht. Man will ja bei den dünnen Wänden hier den Nachbarn keine unzüchtigen Schattenrisse an die Hauswand projizieren. Also spannen Sie doch lieber woanders, liebe Google-Benutzer. Danke für Ihren Besuch.

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Donnerstag, 5. Januar 2006
Twilight zone
In diesem Haushalt gehen merkwürdige Dinge vor. Nicht, dass wir Poltergeister hätten oder die Waschmaschine einzelne Socken frisst. Aber die Beleuchtung treibt mich noch zum Wahnsinn: In mehren Räumen haben die Leuchten einen Flacker-Fimmel, den ich ihnen nicht abgewöhnen kann. Die Halogen-Seilkonstruktion in der Küche funktioniert zum Teil wie eine zufallsgesteuerte Lichtorgel: Zwei der vier Lampen (12V-Halogenbirnchen mit Steckfassung) gehen in unregelmäßigen Abständen an und aus, kein Wackelkontakt feststellbar, die Fassungen sitzen auch korrekt im Leuchtenkörper. Die beiden anderen Birnchen verrichten klaglos ihren Dienst, an der Gesamt-Stromzufuhr kanns also nicht liegen. Bevor mir nun irgendwelche elektrisch beleckten Besserwisser kommen mit "herkömmliche 230V-Glühlampen in Schraubfassungen machen sowas nicht": Fragen Sie mich doch mal, wie oft es in der Badezimmer-Deckenleuchte (2x 40 watt, E 14-Schraubfassung) brrrzzzzzl-Flackerflacker macht! Alle paar Tage nehm ich vorsichtig den Glasschirm ab, beseitige die verbrutzelten Kerbtiere und schraube die Birne wieder bis zum Anschlag in die Fassung. Ach ja, die beiden Lampen in der Dunstabzugshaube machen übrigens die gleichen an-aus-Zicken. Das nervt und trifft mich umso härter, als ich ja von der Materie durchaus was verstehe. Ich hab schon selber Leuchten konstruiert und kaputte Teile vom Schrott restauriert und frisch elektrifiziert. Ich hab schon an den Kontaktzungen der Flacker-Fassungen rumgebogen, Leuchtmittel ausgewechselt, sichergestellt, dass es nicht an der Stromzufuhr liegt und was nicht alles. Brrrzzzzl, an, aus. Wie gehabt. Allmählich komme ich zu dem Schluss: Diese Lampen brauchen keinen Elektriker, sondern einen Exorzisten.

P.S. Ach ja, hab ich erwähnt, dass alle drei zickenden Lichtquellen von Ikea stammen?

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