Dienstag, 17. Januar 2006
Ihh-Bäh
"Was, wenn alles nur ein Fake ist?" - fragt sich Robert Basic angesichts einiger Ungereimtheiten bei der sogenannten "Million-Dollar-Homepage", die mit dem Ziel angetreten ist, alle ihre Pixel als Werbefläche bei Ebay zu versteigern. Nun, in diesem Fall hielte sich mein Mitleid mit den Geprellten in Grenzen. Wer sein Werbegeld nicht besser anzulegen weiß als in einem solchen Bannerfriedhof, dem gehört es nicht besser. Fertig, aus.

Mit ist gestern aber noch eine ganz andere Ebay-Aktion ins Auge gesprungen: Bei einer Bloggerin sah ich den Sticker "Ebay-Mitglieder gegen Kinderpo**ographie". Erster Impuls war, der Kollegin eine Dankesmail für ihr beherztes Engagement zu schicken. Denn selbstredend kann ich als Familienvater dieser unterirdischen und unmenschlichen Unterhaltungsgattung auch überhaupt nichts Positives abgewinnen. Dann aber kam ich doch ins Grübeln, was mir dieser Sticker sagen sollte. Legt er den Schluss nahe, dass ich Ebay-Mitglieder ohne diesen Sticker als potentielle Anbieter von Kinderpo***graphie betrachten muss? Oder verleiht die Ebay-Mitgliedschaft dieser Distanzierung, zu der sich ein normaler und unbescholtener Mitbürger eigentlich gar nicht genötigt sehen sollte, besonderes Gewicht ("Lassen Sie mich durch - ich bin Ebay-Mitglied")? Ich verstehe es nicht so ganz und wäre für erhellende Hinweise dankbar. Aber da ich es ja grundsätzlich begrüße, wenn sich Menschen für eine gute Sache engagieren, möchte ich auch nicht untätig bleiben. Ich schwanke noch zwischen zwei Aktionen:

- Katholiken gegen Walfang
- ADAC-Mitglieder gegen Todesstrafe

Weitere Anregungen nehme ich gerne entgegen.

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Freitag, 13. Januar 2006
Friday, 13th - 99 % of full
1 Search request: Paraskavedekatriaphobie aussprache
1 Search request: Paraskavedekatriaphobie aussprechen

Hätte ich heute doch lieber schon eine Stunde früher in meine Referrer geguckt. Dann hätte ich vorhin, als mir die Schüssel mit dem Babybrei auf den Küchenfussboden knallte, nicht verf**kte Schleimsch**ße gebrüllt, sondern ganz ruhig das magische Mantra gemurmelt, dessen korrekte Aussprache einige von meinen Lesern anscheinend ziemlich fordert. Die Leute haben ja recht: Man muss es nur oft genug aussprechen, dann ist der Datumsdämon gebannt - und ehe man sich's versieht, ist es schon Samstag der Vierzehnte. Geht doch.

Nachtrag:Ups, ich sehe soeben, dass Herr Kid heute in aller Hergottsfrühe eine sinngemäß ähnliche Überschrift gewählt hat. Da setze ich doch sicherheitshalber gleich nen Link. Man will ja kein Unglück heraufbeschwören. Kommen Sie alle gut durch den Tag - gerade auch diejenigen unter Ihnen, die genausowenig abergläubisch sind wie ich.

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Donnerstag, 12. Januar 2006
Medienmittwoch revisited
Eigentlich geböte es die Chronistenpflicht, von einer Veranstaltung zu berichten, die ich gestern besucht habe. Zumal mich das Thema "Weblogs - Revolution des Journalismus oder überschätztes Phänomen?" gleich doppelt interessiert - nämlich als Blogger und als Journalist gleichermaßen. Mit der Vorstellung der Referenten und ihrer Statements sind mir aber einige andere Bloggerkollegen zuvorgekommen. Den eigentlichen Hammer des Abends hat Don Alphonso erst hinterher in der kleinen Bloggerrunde am Stehtisch losgelassen: "Sex und Blogs - das könnte noch ein Riesenthema werden", wagte die eloquente und hyperesistente "Rampensau" (O-Ton-Selbstbezeichnung D.A.) einen ungewohnt optimistischen Blick in die nähere Blog-Zukunft. Aha: Sex sells notfalls auch social software, oder was? Leider trieb es den aktiveren Teil meiner Fahrgemeinschaft so schnell zurück in heimatliche Gefilde, dass ich nicht mehr dazu kam, zu fragen, wie das Businessmodell dafür aussehen könnte. Ich hoffe inständig, diese Frage wird mal Thema einer spannenderen und lebhafteren Podiumsdiskussion als der gestrigen.

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