Dienstag, 25. September 2018
Bambi im Hambi und das Grundlast-Problem


Interessanterweise redet derzeit alles vom Hambacher Wald und nicht davon, dass auch die Kartbahn in Kerpen-Manheim, wo die Schumi-Brüder ihre ersten Runden drehte, dem Tagebau weichen soll. Nicht dass ich fürs Abholzen plädieren würde, aber sooo etwas besonderes ist dieses Reststück des einst viel größeren Bürgewalds auch wieder nicht. Hinzu kommt: Wollte man den Kohlestrom mit Windrädern ersetzen, müssten auch unzählige Bäume dran glauben.

Das Problem ist aber ein anderes, nämlich die Sicherung der Grundlast. Wind und Sonne liefern nicht zuverlässig konstant Strom, so dass immer noch einige konventionelle Kraftwerke zur Grundlastsicherung gebraucht werden. Und nach dem überstürzten Atomausstieg haben wir dafür hauptsächlich die Kohlekraftwerke zur Verfügung. Das Dilemma ist, Gas wäre umweltfreundlicher zu verbrennen als Kohle, aber das Geld dafür müsste man entweder Putins Gas-Oligarchen in den Rachen werfen oder amerikanisches Fracking-Gas in verflüssigter Form kaufen, wofür es derzeit kaum die benötigten Terminals für die Tanker gibt. Aber hier im rheinischen Revier liegt der Brennstoff nun mal da, und die Genehmigungen zum Abbau wurden vor langer Zeit erteilt. Im Fall von Hambach dürfte das in den späten 70ern gewesen sein, und die Erweiterung vom Tagebau Garzweiler wurde Mitte der 90er von der damaligen rot-grünen Landesregierung beschlossen.

Gleichwohl hat es ein Zeitfenster gegeben, innerhalb dessen die Politik beim Energiekonzern RWE einen früheren Ausstieg aus der Kohle und damit eine Verkleinerung der Abbaugebiete hätte herausverhandeln können. Der vorige RWE-Chef hatte mehrfach beklagt, dass der Betrieb der Braunkohle-Kraftwerke aufgrund der Subventionen für die alternative Stromerzeugung zunehmend unwirtschaftlich würde. Das wäre für die damalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Chance gewesen, gemeinsam mit RWE ein Ausstiegszenario zu erarbeiten, das neben dem Klima auch die Interessen der Arbeitnehmer und die Grundlastsicherung im Stromnetz neu ausbalanciert. Dass die RWE für einen vorzeitigen Ausstieg oder ein massives Runterfahren der Kohleverstromung einen politischen Preis herausverhandeln wollte, war ziemlich offensichtlich. Aber warum die Landesregierung nicht mal ansatzweise den Versuch unternommen hat, diese Chance zu nutzen, werde ich nie verstehen. Und jetzt haben wir den Salat, ganz gleich, ob die Bäume im Hambacher Forst einstweilen stehenbleiben oder nicht.

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Sie sagen das sicherlich viel Wahres über eine von interessengeleitete Welt. Deswegen stelle ich jetzt eine fast ketzerische Frage. Muss man als Naturschützer unbedingt ganz genau wissen wer den Wald einzugeben gedenkt? Im Bauch eines Fisches lässt sich ganz sicher auch Plastik ausmachen dass einem Menschen das Leben rettete.

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Für die Naturschützer hat so ein altes Waldstück natürlich einen hohen Symbolgehalt. Mehr als ein abgebaggertes Dorf mit einer schönen Kirche. Und was interessiert es den kapitalismuskritischen Klimafanatiker in diesem Zusammenhang, dass RWE im Zuge der Renaturierungmaßnahmen drei oder viermal so viele neue Bäume pflanzen würde?

So kritisch man diese ganze Braunkohlegeschichte sehen kann, man kommt bei genauerer Betrachtung auch nicht umhin anzuerkennen, dass die Neugestaltung der Landschaften in den ehemaligen Tagebaugebieten zum Teil sehr herzeigbare Ergebnisse gezeitigt hat. Ich denke an den Naturpark Kottenforst/Ville südwestlich von Köln, den Blausteinsee bei Aachen und den verlegten Flusslauf der Erft zwischen Bedburg und Grevenbroich. Wenn Sie die sanften bewaldeten Hügel am Flusslauf sehen würden, kämen Sie ohne zusätzliches Hintergrundwissen nie darauf, dass das eigentlich alte Abraumhalden vom Tagebau Frimmersdorf-West sind.

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Das die SPD ihre Zechenmalocher nicht im Stich lassen kann verstehe ich so aus der Tradition der Partei heraus. Ausstieg aus der Kernkraft sicherlich. Auch ein politisches Ding. RWW macht auch ein typisches Energieproduzenten-Ding und nix ungesetzliches. Nur soweit ich dass verstehe ist die Co2-Bilanz von Braunkohle wegen des geringeren Brennwerts, sogar schlechter als die von Steinkohle, weil das Zeug angeblich weniger stark verdichtet ist und deswegen größere Mengen an Wasser, Pflanzenresten und anderen Bestandteilen enthält. Exklusiv von gewissen Schwankungsbreite soll die Braunkohle die miserabelste CO2-Bilanz haben beim Heizwert und beim CO2. Gegen was sollen Naturschützer die mit der Materie bestens vertraut sind oder sich nur Etwas suchen für dass es sich zu kämpfen im Leben lohnt, was dann extremst viel Sinn abwirft, den sonst protestieren als gegen den Abbau von Braunkohle? Oder führt die Renaturierungsmaßnahmen von RWE dazu dass die Bilanz vom Braunkohleabbau hinten hinaus dann doch positiv ist. Oder ist die Braunkohle derzeit noch unverzichtbar wofür die Politik die Verantwortung trägt. Sie klingen a bisserl so als ob sie Ideale schon für richtig halten, aber wenn dann zielgerichteter.


Ich mach dann noch höchstens einen Kommentar. Nicht dass ich auch noch bei ihnen unter Stalking-Verdacht gerate

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Mir ist schon bewusst, dass Braunkohle nicht gerade der effizienteste Energieträger ist - aber sie ist nun mal da. Diesen Vorteil sollte man auch nicht ganz außer Acht lassen. Gas wird - nicht zuletzt durch den Druck von Trump - zunehmend zum Politikum.

Ich hätte auch nichts gegen einen vorzeitigen Ausstieg, aber das muss dann besser durchdacht sein als der über Knie gebrochene Atomausstieg, grade mit Blick auf die Grundlastsicherung.

Und was RWE angeht, es stinkt mir schon nicht zu knapp, wie die Bediensteten hier unterwegs sind und so tun als gehöre das ganze Land ihnen. Aber man muss es jetzt auch nicht wie die radikalen Aktivisten so darstellen, als hinterließe uns der Konzern einen Wüstenplaneten. Ich plädiere da für eine ausgewogenere Sichtweise.

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Das wird natürlich sehr schwierig, wie ich finde, von Idealisten eine ausgewogener Sichtweise zu verlangen. Spricht wahrscheinlich einiges dagegen. Ich stelle mir gerade den Jesus vor und alle schreien kreuzigt ihn, kreuzigt ihn und der Pontius Pilatus antwortet. "Meinetwegen. Aber bitte ausgewogen". um nicht völlig ins Schmäh führen abzugleiten stellt sich die Frage ob Idealismus ohne Fanatismus überhaupt zu haben ist. Die Polizei im Forst hat nicht nur einen kleinen Jungen und Pfefferspray sondern auch schon Malstaffel eines Künstlers beschlagnahmt.

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Wo verlange ich denn von anderen bestimmte Sichtweisen? Verspüre weder den Ehrgeiz, radikale Braunkohlegegner zu bekehren noch RWE-Malocher ins Aktivistenlager zu ziehen. Ich kann nur versuchen, im bescheidenen Rahmen meiner Darstellung des Sachverhalts verschiedene Perspektiven und Positionen zumindest anzureißen.

In dem Zusammenhang darf ich noch anfügen, das Greenpeace heute ein Rechtsgutachten vorgelegt hat, wonach die sofortige Rodung des Hambacher Forstes nicht rechtens ist, da die Genehmigung an Voraussetzungen geknüft worden sei, die derzeit nicht erfüllt sind. Aber ob diese Einwände gerichtsfest sind, steht in den Sternen, ich weiß nicht mal, was der korrekte Rechtsweg wäre, der die Rodung in letzter Minute noch stoppen könnte, Verwaltungsgericht, einstweilige Anordnung zwecks aufschiebender Wirkung etc. was auch immer.

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"die Frage ob Idealismus ohne Fanatismus überhaupt zu haben ist" Eine gute Frage.

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Ihr Kartbahn Ding ging jetzt ganz im Hambacher Forst unter. Das wäre ja genauso fürchterlich oder anders schlimm. Die Bahn ist deutsches Kulturgut. Wobei die Sache bei den Schumachers derzeit so aussieht, dass der Sohn vom Schumi die Formel 3 gewonnen hat und jetzt schon Formel 1 fahren dürfte. So gesehen gibt es in dieser Sache ja auch Hoffnung da lebt was Schumihaftes weiter was man ja vom Wald nicht behaupten kann. Für Rechtschreibung kann ich nichts ich rede auf das schwarze Ungeheuer ein. Des sau blöde ist. Was ich noch fragen wollte. Wie viel linker Gesetzesbruch oder Straftaten kommt denn da so zusammen bis der Wald dann mal Tabula Rasa ist. Fällt da der Kleine im Nachthemd auch schon drunter oder war dass nur eine Verabredung zu einer Straftat.

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Ist Auslegungssache. Den toten Blogger/Aktivisten können sich beide Seiten natürlich gegenseitig in die Schuhe schieben.

Was die Kartbahn betrifft: Ich muss gestehen, die habe ich nicht besichtigt, als ich vor paar Jahren den Tagebau Hambach mit dem Rad umrundet habe. Da war aber auch kein Schild, das auf diese Sehenswürdigkeit verwiesen hätte. Und da die Tage schon recht kurz waren, musste ich mich eh sputen, um nicht im Dunkeln zuhause anzukommen. Durch die Abbruchdörfer Manheim und Morschenich bin ich aber noch durchgefahren, da war noch nicht alles so ausgestorben wie zuletzt in Immerath, und die Autobahn A 4 war auch noch nicht verlegt.

Es ist eh der Irrsinn, was da für ein Aufwand getrieben wird mit der Umsiedlung von ganzen Dörfern und der Verlegung von Autobahnen und Bahnstrecken. Im Tagebau Garzweiler ist das Teilstück der A 44, dass um 2006 im großen Loch verschwand, inzwischen auf renaturiertem Gebiet wiedereröffnet worden, dafür geht es jetzt der A 61 an den Kragen. Wenn sich das ganze Kohlegeschäft trotz alledem noch rechnet, dann muss das in besseren Zeiten mit weniger Auflagen eine Lizenz zum Gelddrucken gewesen sein.

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Will nicht inhaltlich diskutieren, bin noch erregt wegen der Geschichte mit dem Sechsjährigen. Jedenfalls ist mir beim Redigieren ein Fehler aufgefallen. Statt "überfälliger Atomausstieg" ist Ihnen ein "überstürzt" in den Text gerutscht.

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Aber Herr Kid, das sind doch Einzelfälle. Im Gegensatz zu der Pfefferspray-Massendusche.

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Sind Sie beide im Bilde? Wie ist denn dort im Moment das "Hausrecht"?

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RWE ist berechtigt, das fragliche Gebiet bergbaulich in Anspruch zu nehmen (im Rahmen der erteilten Genehmigung), wie es im Amtsdeutsch so schön heißt. Ernstzunehmende Platzverweise wurden meines Wissens aber immer nur in der unmittelbaren Nähe der Abbauzone ausgesprochen. Davon ist der Wald noch mehrere hundert Meter entfernt, von daher würde ich nicht drauf wetten, das ein "Betreten verboten"-Schild hier und heute wirklich schon rechtlich verbindlich wäre.

Wenn jetzt die Rodung tatsächlich rechtens wäre und unmittelbar bevorstünde, hätte RWE m.E. sehr wohl das Recht, das Gelände räumen zu lassen.

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Beim OVG und anderswo geht es derzeit mehr um die Grundsatzfrage der Versammlungfreiheit, wenn nicht garantiert werden kann, dass die Kundgebungen völlig friedlich verlaufen. Die Anwesenheit von Aktivisten im Wald wurde in diesem Zusammenhang bisher nicht mit der Hausrechtsfrage verknüpft, für die Räumung werden Brandschutzgründe ins Feld geführt. Aber das Ding mit dem Hausrecht kann ja noch kommen, spätestens, wenn die bergbauliche Inanspruchnahme näherrückt.

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Was die Grundlast betrifft, hab ich mal die Idee gehört, man sollte die Strompreisrabatte für ernergieintensive Unternehmen an das Zugeständnis koppeln, in den seltenen, aber für die Versorgungssicherheit ziemlich fiesen Momenten extrem hohen Strombedarfs kurzzeitig die Prodution zu drosseln. Fand ich überzeugend.

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Ist das Ihr Ernst? Ich halte diesen Vorschlag ehrlich gesagt für ziemlich praxisfremd. Viele Produktionsprozesse sind heutzutage so komplex, dass eine nennenswerte Drosselung der Produktion ihrerseits komplexe Prozesse und damit auch einen gewissen zeitlichen Vorlauf voraussetzt, den ich bei irgendwelchen Lastschwankungen im Netz eher nicht für realisierbar halte. Im Übrigen würde ich als Unternehmen meinen Produktionsbetrieb schnellstmöglich ins Ausland verlagern, sollte hierzulande eine unterbrechungsfreie Stromversorgung nicht mehr gewährleistet sein.

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Das mit dem zeitlichen Vorlauf leuchtet mir ein. (Hatte die Idee hier ehrlich gesagt auch geäußert, um Gegenargumente zu hören - mir selbst fallen nie welche ein, wenn mich etwas überzeugt.) Es bleibt das Problem der Stromspitzen. Ist es denn tatsächlich so, dass die Grundlast das Problem ist bei der derzeitigen Quote von Wind- und Sonnenstrom?

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Weiß eigentlich jemand, wieviel Atomstrom so aus Frankreich und CZ eingekauft wird?

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"Mein Auto fährt auch ohne Wald!" Hildebrandt in den 1980ern (oder Bruno Jonas in der Sendung vom Hildebrandt?).

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@don ferrando: Viel kann das nicht sein, Deutschland exportiert Strom.

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Wenn zum Beispiel viel Wind geht, exportiert Deutschland Strom. Das heißt, Deutschland bietet ihn an wie sauer Bier und verschenkt den Strom an andere Länder oder bezahlt sie dafür, dass sie ihn abnehmen. Das System funktioniert.

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Ich denke nicht, dass es nur die Überschüsse aus der Windenenergie sind, die in den Export gehen. Da muss auch grundlastfähige Energie dabei sein. Mit Belgien gibt es anscheinend einen Deal oder zumindest weit fortgeschrittene Verhandlungen, dass die ihren maroden Atom-Meiler in Tihange stillgegen gegen entsprechende Garantie-Lieferungen aus Deutschland. Das wurde im Zuge der Jamaika-Verhandlungen publik, als es um die Frage ging, wieviele Braunkohle-Kraftwerke denn nun tatsächlich verzichtbar sind.

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@damals: Wie groß das Problem mit den Lastspitzen und der Grundlast derzeit (und in Zukunft) ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Die Befürworter alternativer Energien spielen es womöglich herunter, die Kraftwerkbetreiber überdramatisieren es vielleicht, eine fundierte Meinungbildung ist unter diesen Umständen schwierig.

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Auf solche aberwitzigen Ideen
(Produktionsdrosselung) können nur linkslinke Planwirtschaftler kommen. In einer auf Konkurrenz, Produktivität und Leistungsbereitschaft basierenden Wirtschaft (Grundlage von Wohlstand und sogar Demokratie) funktioniert das nicht.

Ich denke, die Lösung dieses Problems kann nur in neuen Speichermöglichkeiten liegen. Dafür gibt es ja zahlreiche Pläne.

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Ja, zum einen Speicherlösungen wie z.B. Pumpwerkspeicher und zum anderen eine nachfrageorientiertere Auslegung des Stromnetzes (Stichwort: smart grid). Bisschen was von der Thematik hatte ich in meinem FAZ-Blogbeitrag zum Thema smart metering schon angerissen.

Ansonsten halte ich wenig davon, jedwedes Thema auf die eindimensionale Rechts-Links-Polarität runterzubrechen. Der praxisfremde Vorschlag mit der Drosselung hätte m.E. auch von einem konservativen Öko ("die Schöpfung bewahren") mit wenig Ahnung von modernen Produktionsbläufen stammen können, der Glaube an die allmächtige Planwirtschaft ist dafür nicht zwingend vonnöten.

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Speichermöglichkeiten in solchen Größenordnungen sind Science fiction. Ich glaube, welche, die in Art und Menge für Wochen oder wenigstens für Tage ganze Firmen, Städte, Landkreise, Bundesländer wenigstens die Grundlast abpuffern können, das können Sie auf absehbare Zeit vergessen.
Und sollte das einestages sinnvoll machbar sein, wird meiner Glaskugel nach auch die Energiegewinnung einen Schritt weiter sein, flexibler, dass solche Massenspeicher sinnlos werden, sobald sie sinnvoll möglich werden.

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Ja, durchaus denkbar. Aber manchmal frage ich mich auch, ob diese smart-grid-Geschichte nicht Science Fiction bleibt. Hier wird seit Jahren über den Standort eines Konverters gestritten, der den Kohlestrom auf die noch nicht fertig gebaute Stromautobahn Richtung Süden schicken soll. Sowohl der Konverter als auch die Stromautobahn werden von der Not-in-my-backyard-Bewegung ausgebremst. Die Ablehung des Konverters - so verständlich sie bei allzugroßer Nähe zu Wohngebieten sein mag - geht sogar so weit, dass man die Anlage nicht mal im stillgelegten Kohlekraftwerk Frimmersdorf haben will, und das ist nun wirklich völlig absurd.

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Alles ist "Science Fiction"!
Handys, die so ziemlich alles können außer Essen kochen, sind Science Fiction. Zuerst gesehen wohl in Raumschiff Enterprise (Communicator).
Internationale Vernetzung von Computern für JEDERMANN war Science Fiction. Ursprünglich war das nur fürs Militär gedacht.
Es ist noch gar nicht so lange her, da glaubt man, leistungsfähige Computer müssen die Größe eines Hauses haben.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich denke, dass auch das Energieproblem mittelfristig lösbar ist, auf welche Weise auch immer. Der übereilte und unnötige Ausstieg aus der Kernkraft war aber ebenso ein Fehler, wie es ursprünglich ein Fehler war, überhaupt auf die Kernenergie zu setzen. Die funktionierte nur, weil sie subventioniert wurde und weil man die Folgekosten (Abfallverwahrung) ausblendete.

P.S. PRODUKTIONSDROSSELUNG
Natürlich ist es ein Wahn unserer Zeit, alles in links und rechts, in gut und böse einzuteilen. Aber mal ehrlich, ich kann mir keinen konservativen Politiker vorstellen, der von Produktionsdrosselung faselt. Es gibt halt auch wertkonservative Linke, das ist richtig. Aber das sind und bleiben eben Linke, die wirtschaftliche Realitäten ignorieren.

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Dass die Probleme irgendwann technisch lösbar sein werden, klingt einigermaßen plausibel. Meine Sorge gilt eher dem politischen Handeln. Grad dieser Tage irgendwo eine erschütternde Zwischenbilanz zum Thema Energiewende gelesen, da ist auf dem Weg zu einem an sich richtigen Ziel schon jetzt ziemlich viel falsch gemacht und fehlkonzipiert worden.

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Erdgas gibt es übrigens auch im östlichen Mittelmeer - ich hätte gern griechisches bitte. Aber irgendwie hört man kaum was von dem Thema, ich vermute ja seit Jahren, das wird erst billig privatisiert und dann gehts los.

Gegen die Stromtrassen sind nicht nur potenzielle Anrainer, sondern auch Leute, die darauf hinweisen, dass diese vor allem die Interessen der großen Konzerne bedienen. Irgendwo stimmt auch die Reihenfolge nicht, wenn man erst Windparks ohne Abnehmer baut und sich womöglich darauf verlässt, dass man damit die Stromautobahn erzwingen kann.

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"Viele Produktionsprozesse sind heutzutage so" gut gesteuert, daß sie ohne weiteres gedrosselt werden können. Wir haben doch diese Computerdinger und so.
Sie sollten mal sehen, wie flexibel die Industrie sein kann, wenn bei hoher Nachfrage der Strom angemessen teuer würde, anstatt subventioniert. Wo ist denn die Marktwirtschaft, wenn man sie mal braucht?

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Die kommt auf mehreren Ebenen zum Tragen, nämlich in der Nachfragemacht, die ein Großabnehmer mitbringt und im Standortwettbewerb. Wenn politisch korrekter und verlässlicher Strom zu einem derartigen Kostenblock wird, verlagert man die Produktion halt dorthin, wo marode Atommeiler oder Kohlestinker den Saft liefern. An Marktwirtschaft fehlt es im Prinzip nicht, nur sind die Vorteile daraus sehr ungleich verteilt.

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@irene:
Oh ja, griechisches Gas, am besten kaltgepresst. Extra vergine. ;-)

Die Vorkommen im östlichen Mittelmeer sind durchaus ein Thema, aber so gut wie gar nicht in den deutschen Mainstream-Medien. Mich wundert das auch, aber den Interessenkonflikt mit den USA (Putin-Gas vs. Fracking-Gas aus Amiland) hat man hierzulande ja auch erst thematisiert, als Trump diesbezüglich Klartext geredet hat. Und über die ganzen Pipeline-Interessen im Syrienkrieg hat man von ARD bis Zeit auch eher wenig gesehen und gelesen.

Der Punkt mit der falschen Reihenfolge in der Energiewende ist gut beobachtet. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto klarer wird einem, wie kolossal vergurkt dieses Thema ist.

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Kaltgepresstes Erdgas gibts wirklich!
Vor x Jahren haben Zypern und Israel schon irgendwas beschlossen mit Gasverflüssigung auf der Insel und dann ohne Pipeline (beliebtes Terrorziel) nach Israel. Lustiges Pressefoto mit dem immer etwas glatt wirkenden Netanyahu und dem vierschrötigen Kommunisten aus Zypern beim Händchenschütteln. Seitdem warte ich auf griechisches Erdgas in meinem Haushalt. (Ich würde auch zyprisches oder israelisches nehmen, aber da gibt es halt keinen Landweg.)

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Sicher, Pipelines sind verwundbar, aber das sind Terminals und Tanker letztlich auch. Mir ist das im Prinzip nicht so wichtig, wo das Gas herkommt. Wenn Gazprom günstiger liefern kann als BP oder Exxon, fände ich es total schwachsinnig, uns teures US-Fracking-Gas aufschwatzen zu lassen, das erst noch über den großen Teich geschippert werden muss. Es sei denn, es wäre preislich eine Verbesserung, aber danach sieht es ja nicht aus.

Bin aber sehr gespannt, wie sich das im östlichen Mittelmeer noch entwickelt.

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Die Sicherung der Grundlast war und ist kein Problem. Es stehen überall moderne und effiziente Gaskraftwerke rum. Daß Putin mitverdient, stört mich nicht die Bohne, besser als die Verbrecher von der RWE.
Leider stehen die Gaskraftwerke nur. Warum? Weil das Steuerungselement der Zertifikate kaputtgemacht wurde, also spottbillig. Da kann man besser dreckig Kohle verbrennen und kriegt die Zertifikate hinterhergeschmissen. Gas ist so natürlich teurer.
Wer vor Jahren mit gutem Willen umweltfreundliche Gaskraftwerke gebaut hat, steht nun doof da, bzw. vor dem Ruin.

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Hier in Düdorf nicht, das einstige Kohlekraftwerk auf der Lausward wurde sukzessive auf Gas umgestellt und protzt seitdem mit superduperen Wirkungsgraden.

Aber grundsätzlich trifft es zu, dass der Zertifikathandel die falschen Anreize gesetzt hat, und ich bin nicht mal sicher, ob das nur am Pricing liegt.

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Dieser Artikel aus der Zeit von 2014 fasst es gut zusammen. Er ist informativer, als die nichtssagende Überschrift befürchten lässt.

Denn die Energiewende fördert, unbeabsichtigt, die dreckigen Kohlekraftwerke und zerstört die relativ sauberen Gaskraftwerke. "Im Nachhinein ist das alles logisch".

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Danke für den Link! Muss gestehen, dass mir das ganze Ausmaß des Stromverschenkens nicht bewusst war.

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wenn ich so den kurs von RWE ansehe der dramatisch die bachgasse runtergeht
und wo die kommunen in nrw dramatisch angewiesen sind
brauch ich mich ja auf die schulen keine sorgen zu machen

dieser hass auf nrw is schon überdimensional von den ökoterroristen

abba wenn man zu den gutverdienenden besserverdienenden gehört auch wenn sie nur 10% der bevölkerung ausmachen abba wie bei stalin honecker und dem führer den mainstream kontrollieren dann gebiert man eine ökoreligion und erzeugt hass

und is heilsbringer für jede rechte partei
quasi ein garant für ewiges wachstum und gedeihen

ich gratuliere den wundervollen kämpfern um den restwald vorm braunkohlegebiet
solln abba aufpassen das ein zitterwolf nich ein baumhaus kapert und auf sie runterpisst

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In meiner Jugend hoffte ich, die Prognosen zur Erschöp­fung der Erdöls träfen zu, die produ­zierenden Länder würden wieder in die vierte Welt zurück­fallen und wir uns nach besseren Energie­quellen umsehen. Für Salz zahlen wir schon lange keine Mond­preise mehr, denn es liegt bei uns in der Erde und läßt sich leicht fracken. Braun­kohle kann man sogar direkt ausbud­deln. Außerdem haben wir Wind. Die Nord­deutschen leben mit den Propel­lern. Wenn die Bayern keine Hoch­spannungs­masten mögen, sollen sie sich Kerzen anzünden oder ihren über­legenen Ingenieurs­geist in unter­irdische Gleich­stomnetze stecken.

Wer vom grünen Gewissen geplagt wird, muß nicht mietfrei im Wald hausen. Er verzichtet auf Fenster­rahmen aus Alumi­nium, meidet Flug­zeuge und fährt mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln. Und wer nicht nur die Industrie anklagen, sondern sich auch an die eigene Nase fassen möchte, macht es beim Strom einfach wie ich: Den beziehe ich für wenige Cent mehr aus schweizer Wasser­kraft­werken, die sowohl Grund- als auch Spitzen­last abdecken, auch wenn die Elek­tronen Jahre für diesen weiten Weg benö­tigen.

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In Bayern stehen viele von diesen Gaskraftwerken rum ... der Süden hat einen Draht nach Österreich, der Nordosten nach Thüringen, die Lichter gehen also nicht so schnell aus.

Wenn ich spekulieren darf: Könnte natürlich auch sein, dass das alles auf überraschenden Wegen auf eine Laufzeitverlängerung für Isar II hinausläuft. Das gehört lustigerweise zu 25 % den Münchner Stadtwerken und ist damit die verlässliche Gelddruckmaschine einer Großstadt, die mit am längsten rot-grün regiert war.

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P.S. (ist mir grad beim Salatwaschen eingefallen): Kerzen anzünden, Lichter ausgehen ... das war früher die Drohkulisse der Atomwirtschaft und ihrer politischen Unterstützer. Heute dient sie anderen Interessen.

Die Stromtrassen haben eh eine breite Mehrheit: CSU, FDP, SPD, Grüne sind dafür, Freie Wähler sowie einige Kleinparteien inklusive Linke sind dagegen. AfD weiß ich nicht, aber die steht eh alleine da.

Sie können ja Schwarz-Grün die Daumen drücken, wahrscheinlich reicht es für eine Mehrheit :o)

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Meine Kerzen sind keine Drohkulisse, sondern blumige Sprache. Ich wollte nur zu Bedenken geben, daß auch Strom­netze eine begrenzte Kapa­zität haben und Anbin­dungen an unmittel­bare Nachbarn nicht ausreichen. Atomkraft­werke wollen wir abschalten, Stein- und Braun­kohle sind uns zu dreckig, sparen will jeder nur am Preis. Gas und Öl verbrennen kommt auch nicht gut. Häuser mit Sonnen­kollek­toren zupfla­stern ist häßlich, teuer und spart unterm Strich nichts. Wind­räder, Stauseen und Strom­masten bitte nur bei anderen. Selbst Erd- und See­kabel gefallen nicht jeder­mann. Dafür möchten wir Elektro­autos. Gäbe es eines Tages etwa 25 Mil­lionen davon, die jeweils eine Stunde am Tag mit 68 PS fahren, so liegt ihre Gesamt­leistung bei 50 Giga­watt. Dann muß der elektro­getrie­bene Bayer zum Tanken an die Nordsee fahren oder sich ein Kabel legen lassen, das deutlich dicker ist als für derzeit geplante 10 Giga­watt.

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Ich will vor allem weniger Autos.

Südlink hin oder her, man wird sich besser um die Überschüsse im Norden kümmern müssen und bessere Lösungen anwenden als Windstrom abklemmen oder verschenken. Power to gas und so gäbe es ja schon.

Frage zum Nachdenken: Wenn große Stromtrassen zur Daseinsvorsorge unverzichtbar sein sollen und politisches Ziel sind, wieso betreibt sie dann nicht der Staat?

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Vielleicht hat der Staat c’est moi allen vorhandenen Gehirnschmalz beim Flughafen BER verbraten und muss erst neue Operettenposten erfinden.

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Irene, leider lassen sich Engpässe nur schwer durch frei­willigen Verzicht vermeiden. Und wer möchte den ledigich verzö­gernden Wider­stand lokaler Waden­beißer gegen einen allge­meinen Unmut eintau­schen, indem er die sog. Mobi­lität ein­schränkt? Wenn alles mit weniger Autos, vor allem ohne Flug­zeuge und Kreuz­fahrt­schiffe ginge, wäre ich mit Ihnen begei­stert: Keine Straßen­zulassung für dreckige Diesel­fahrzeuge, Motor­räder und Pkw mit mehr als 50 Pfer­destär­ken oder einem Verbrauch über 5 Litern. Deut­liche Erhöhung der Steuern, vor allem für Dieselöl. Anhebung des Strom­preises als Spar­anreiz und zum Bau unsicht­barer Erdkabel. Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn wichtige Infra­struktur (wieder) vom Staat betrieben würde, so sehr man sich auch über Post- und Bahn­beamte lustig gemacht hatte.

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5 Liter Maximalverbrauch
- ist das dem technischen Fortschrit geschuldet oder das Gegenteil von Altersmilde? Sie hatten vor Jahren die Grenze mal bei 9 Litern und etwa 100 PS gezogen, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt.

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Das ist vielleicht der Fortschritt?

https://www.youtube.com/watch?v=eGv_oiJLL2c
Sportfreunde Stiller, 2002. Fuck, das ist auch schon fast eine Generation her, die Mädels mochten es.

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Ich könnte ja frech behaupten, 5 Liter seien tech­nischer Fort­schritt und die mir recht hoch erschei­nenden 100 PS wohl 100 Ki­lo­meter pro Stunde gewesen. In Wirk­lichkeit aber habe ich die nie­drigen Grenzen ange­setzt, um nicht als Vertreter der Auto­industrie oder gar Klima­leugner einge­ordnet zu werden. Ich bin mehr der Typ mit der femini­stischen Hosen­klammer, halte mich an diese Grenzen und habe einen winzigen CO2-Fuß­abdruck. Dem unver­schämten Berechnungs­programm blieb nur noch, mir weniger Fleisch zu empfehlen.

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ich find das vorschlach von wuerg einfach nur geil
die neuerfindunk der rennpappe

ich schlage vor:
1 zylinder 3 fach turbo
wegen den gewicht natürlich carbon
wegen die kosten einheitspkw wandglitz
überwachung der motorsteuerung und kommunikation über chinesische server
wegen tuning

dann schaffen wir locker 2 liter
und retten die welt

was abba würde andrea nahles dazu sagen?
es wurden bei die wähler in bayern 12 arbeiter entdeckt von bmw
11 kann sie verschmerzen
beim kampf um die 5%
abba es besteht die gefahr es werden 12

es muss also ein programm ausgearbeitet werden diesen einen diesen letzten diese ikone der arbeiterpartei als wähler zu erhalten

es soll ja einen blindtauben bei die gabelstaplerfahrer am geben sein

die hoffnunk der spd

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Urst schau!
Wenn das die Blaupause für den Trabbi 2.0 ist, braucht es natürlich auch einen zeitgemäßen Wartburg für die Leistungsträger des Systems. Ich denke da an einen Dreizylinder, aber Hybrid, weil der Zukunft zugewandt und so. Den hält dann weder Ochs noch Esel auf.

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Der Wartburg ist ein würdiges Zukunftsprojekt. Sein Dreizylinder geht Pfeilgrad auf den DKW F9 zurück, der mit seiner Vor- und Nachgeschichte der frontgetriebenen Zweitakter so ungefähr die Zeit von 1932 überstreicht bis 1957 zum DKW F91 aus Düsseldorf. Der hatte 0,9 Liter Hubraum und - halt dich fest! - 34 PS.

Nachfolger als Dreizylinder-Zweitakter dieser Tradition wurden in der Westzone noch eine Weile gebaut als DKW und als Auto-Union bis 1963-66 und in der Ostzone als Wartburg 353 bis 1988. Smell it.

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Ja, ich schmecke ihn, den bitteren Geschmack. Es sind schon schwere Zeiten grad für Menschen, für die der technische Fortschritt und das Höher-schneller-weiter des Effizienzdenkens ideelle Lebensbedürfnisse sind.

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Nach Malle mit dem fieseler storch
Und happy Hour mit die Dampflok zum Kölner hbf

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Haha, Fieseler Storch, der war gut. Oder neues Raumfahrtprogramm mit der Natter, der bemannten Einweg-Sperrholzrakete. Aber so weit brauchen wir gar nicht zu gehen, hier gibts am Wochenende immer Rundflüge mit der Tante Ju (die hört man schon lange bevor man sie sieht), danach steigen die Leute aus und sind happy wie auf Pille. Und wenn Du Dir anguckst, wie genervt die Leute aus nem normalen Linienflug mit Boeing oder Airbus steigen, da kommste echt ins Grübeln.

@damals: Hier im Millionärsghetto ist der Trend zum mobilen Downsizing jedenfalls noch nicht angekommen. Eher unterhält man als Hobby noch einen Oldtimer, mit dem man an sonnigen Wochenenden entschleunigt zu irgendwelchen Sternfahrten startet.

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Nur Blindtaube bei den Gabelstaplerfahrern. Das gefällt mir. Es würde vieles erklären. Siehe auch Staplerfahrer Klaus, das Video.

Wir hatten einen lokalen Chef mit einer tollen Idee. Dazu muss man wissen, zirka ein mal im Jahr kommt ein neuer Chef. Jeder versucht, sich was aus den Fingern zu saugen, das seine Existenz rechtfertigt. Entweder er lässt bunte Linien malen, wo man langgehen darf. Oder er macht eine Fußgängerampel, wenn man das Rolltor quert (bei den Leuten zum Schichtwechsel besonders beliebt).

Also der Neue hatte die Idee, die Gabelstapler fortlaufend laut piepsen zu lassen, nicht nur beim Rückwärtsfahren zum Warnen wie bei einem Müllauto.

Wir reden von einem lauten Geräusch, das durch Mark und Bein geht. Nun stell dir vor, du hast zwanzig Gabelstapler um dich rum, die immer laut piepsen.

Vertrottelt wie Homer Simpson, als er Sicherheitssalamander für die Grundschule Springfield war. Oder als er Erfinder war und den Rauchmelder erfand, der fortlaufend piepst, solange alles in Ordnung ist: wie ein Grüner.

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Das mit den neuen Chefs kenne ich noch von der Post, wo ich in den Semesterferien Kleinlaster bis 7,5 t fuhr. Noch jeder neue Fahrdienstleiter war von der Frage umgetrieben, was wird denn alles an Päckchen und Containern bewegt und wie lassen sich darauf basierend die Routen und Schichtpläne optimieren? Jeder Fahrer bekam dann umfangreiche Fragebögen und Statistikzettel, um zu dokumentieren, was er so den lieben langen Tag durch die Stadt kariolt, aber der Job ließ keine Zeit, Pakete und Wertsendungen penibel zu zählen, weswegen man das Frachtgut pi mal Daumen schätzte. Dass auf dieser Basis dann keine effizientere Routenplanung möglich war, hätte jedem denkenden Menschen einleuchten müssen. Das hat aber keinen neuen Fahrdienstleiter je davon abgehalten, es zu versuchen.

Staplerfahrer Klaus ist ein Klassiker. Ganz so splatterhaft waren meine Beobachtungen im Fahrerlager der Post zwar nicht, aber Stoff für ein paar best of fail-Videos wäre schon vorhanden gewesen.

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