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Dienstag, 7. Mai 2013
Whiskey-Tango-Foxtrott-Momente
mark793, 10:37h
Welche Art von Magnetismus da waltet, kann ich auch nicht genau sagen, aber Sperrmüllhaufen am Straßenrand üben eine spezielle Anziehungskraft aus, der ich mich nur schwer entziehen kann. Umso weniger, wenn auch noch so ein formschöner Miefquirl ausgesetzt wurde, da muss man doch mal gucken, ob an dem Ding noch was zu retten ist. Und sei es nur, dass der Motor ein neues Gehäuse sucht oder in diesem Gerät ein Ersatzmotor gefragt ist. Ein brauchbares Restsortiment an Austauschteilen habe ich im Bastelkeller parat, und wenn man sonst den lieben langen Tag nur ASCII-Zeichen in die Tastatur klöppelt und Gemüsehäppchen für die Meerschweinchen schnitzt, braucht man ab und zu anders gelagerte Herausforderungen. Und wie erwartet: Nach dem Reinstecken des Steckers in die Steckdose und dem Drehen des Drehschalters in Richtung 1, 2 und 3 tut sich ziemlich genau gar nichts. Allerdings leistet dieses blaue Lüfterchen jeglichen Bemühungen, mir zunächst einmal ein genaues Bild zu verschaffen, woran es klemmen könnte, unerwartet hefitgen Widerstand. Von sieben Schrauben, welche die beiden Gehäusehälften zusammenhalten, sind nur fünf konventionelle Kreuzschlitz-Schrauben. Die restlichen beiden sind so Spezial-Anfertigungen, welche keinen durchgehenden Schlitz aufweisen, sondern eine Erhöhung in der Mitte, was ein Ansetzen und Aufdrehen mit einem normalen Schraubendreher völlig verunmöglicht. Für die Spitzzange ist das Schraubenloch zu tief und zu schmal; anbohren und den Schraubenausdreher mit Linksgewinde ansetzen wird auch nicht funktionieren, das heißt entweder muss ich mir irgendwo so einen Spezialschraubendreher organisieren oder mit der Feile ein passendes Bit improvisieren. Wäre ja noch schöner, wenn ich mich von so zwei mickrigen Schräubchen ins Bockshorn jagen ließe.
Wie es zugegangen sein mag, dass da zwei dieser %&§?#-Schrauben verbaut sind und fünf konventionelle, darauf kann ich mir jedenfalls so gar keinen Reim machen. Bis ich mir das Typenschild genauer ansehe: Das Lüftermodell nennt sich WTF 7. Mir scheint, da hat sich wirklich jemand was dabei gedacht.
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Freitag, 3. Mai 2013
Noch viel mehr Nichts um Rauch
mark793, 15:53h
Ich entdecke für mich gerade eine neue (und überdies konkurrenzlos günstige) Form der Freizeitunterhaltung: Ich gucke aus dem Küchenfenster und schaue der Kneipenkultur beim Sterben zu. Der Ortsunkundige wird jetzt fragen, ja wie jetzt, was genau gibt's denn da zu sehen? Nun, seit dem 1. Mai gelten hier in Nordrhein-Westfalen verschärfte Bestimmungen zum Nichtraucherschutz in der Gastronomie. Mit der Qualmerei ist es jetzt auch in jenen Spelunken vorbei, die bis dato als Raucherclub firmierten. Das betrifft auch "Pauls Pinte" drüben auf der anderen Straßenseite, wo neuerdings ein Stuhl und ein großer Aschenbecher draußen bereit stehen, falls es Gäste während der Öffnungszeiten gelüstet, ihren Nikotinpegel zu erhöhen. Gegner dieser Gesetzesnovelle hatten im Vorfeld die Sorge geäußert, eine Verschärfung der Vorschriften führe unweigerlich zum Sterben der Kneipenkultur - ohne allerdings näher auszuführen, wie man sich das konkret vorstellen darf. Ich denke mir das so, dass jedesmal, wenn ein Gast (der bequemlichkeitshalber lieber am Tresen oder am Stammtisch sitzend qualmen würde) zum Rauchen nach draußen gehen muss, stirbt ein Stück Kneipenkultur. Woran auch immer.
Ich werde jedenfalls weiter beobachten. Und im Moment ist "Pauls Pinte" jedenfalls so gut besucht wie sonst auch an einem normalen Freitagabend.
Ich werde jedenfalls weiter beobachten. Und im Moment ist "Pauls Pinte" jedenfalls so gut besucht wie sonst auch an einem normalen Freitagabend.
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Dienstag, 30. April 2013
Vaarwel!
mark793, 11:07h

Hätten wir hier in Deutschland eine Monarchie, dann wäre ich wohl das, was man (nicht im US-amerikanischen Sinne) einen überzeugten Republikaner nennt. Die ungekrönten Staatsoberhäupter unserer Bunzrepublik waren und sind gewiss nicht allesamt ruhmvoll und über Kritik erhaben - aber die Vorstellung, stattdessen vor irgendwelchen Inzuchtprodukten des internationalen Hochadels (die man nicht abwählen kann) aus protokollarischen Gründen den Bückling oder Kratzfuß machen zu müssen, erscheint mir nachgerade absurd und lächerlich.
In diesem Sinne: Prost, Prins Pilsje!
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