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Montag, 15. Oktober 2007
Niedrigwasser am Niederrhein
mark793, 19:05h

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Mittwoch, 10. Oktober 2007
Familienpolitik im 20. Jahrhundert
mark793, 13:16h
Eigentlich ist dazu schon alles gesagt von allen - oder zumindest von den üblichen Verdächtigen. Mag sich die selbsternannte Jeanne d'Arc traditioneller Familienwerte mit ihren unreflektierten und missverständlichen Schwurbeleien ins Abseits reden soviel sie will. Aber eins ärgert mich dann doch, wenn ich ehrlich bin: dass ein Familienmodell wie das unsere, das nicht so ganz entlang der üblichen Arbeitsteilungsgräben zwischen den Geschlechtern gebaut ist, implizit als abartig, widernatürlich oder zumindest dysfunktional diffamiert wird.
Zugegeben, es ist nicht immer einfach. Diese Woche bin ich sozusagen alleinerziehend, weil meine Frau einige auswärtige Geschäftstermine am Stück hat, die zwischenzeitliche Heimreise nicht wirklich nahelegen. Gestern abend vorm Essen wars mal kurz kritisch, weil die Kleine auch für Mami einen Teller aufdecken und mit dem Essen warten wollte, bis die Wohnungstür aufgeht und Mami aus dem Büro kommt wie sonst auch. Wer weiß, vielleicht wird es heute abend nochmal kritisch. Aber ich nehme mal an, in anderen Familien wird das nicht so viel anders sein, wenn Papi abends nicht wie gewohnt nach Hause kommt.
Haben Familienwerte bei uns also deswegen einen geringeren Stellenwert, nur weil unsere interne Rollenverteilung nicht den Vorgaben konservativer Familienpolitik entspricht? Muss ich mir um meine Männlichkeit Sorgen machen, weil die Kleine dieser Tage meinte, "Papi, Du bist auch ne Mami"? Ich denke, nein. Und dafür, dass so ein Modell heutzutage ohne soziale Stigmatisierung möglich ist, bin ich den 68ern dann doch irgendwie ganz dankbar.
Zugegeben, es ist nicht immer einfach. Diese Woche bin ich sozusagen alleinerziehend, weil meine Frau einige auswärtige Geschäftstermine am Stück hat, die zwischenzeitliche Heimreise nicht wirklich nahelegen. Gestern abend vorm Essen wars mal kurz kritisch, weil die Kleine auch für Mami einen Teller aufdecken und mit dem Essen warten wollte, bis die Wohnungstür aufgeht und Mami aus dem Büro kommt wie sonst auch. Wer weiß, vielleicht wird es heute abend nochmal kritisch. Aber ich nehme mal an, in anderen Familien wird das nicht so viel anders sein, wenn Papi abends nicht wie gewohnt nach Hause kommt.
Haben Familienwerte bei uns also deswegen einen geringeren Stellenwert, nur weil unsere interne Rollenverteilung nicht den Vorgaben konservativer Familienpolitik entspricht? Muss ich mir um meine Männlichkeit Sorgen machen, weil die Kleine dieser Tage meinte, "Papi, Du bist auch ne Mami"? Ich denke, nein. Und dafür, dass so ein Modell heutzutage ohne soziale Stigmatisierung möglich ist, bin ich den 68ern dann doch irgendwie ganz dankbar.
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Montag, 8. Oktober 2007
Infantile Bettflucht
mark793, 14:53h

Zu den nicht unbeträchtlichen Risiken und Nebenwirkungen der Fortpflanzung gehört auch die an sich banale Tatsache, dass auch andere Menschen Kinder in die Welt gesetzt haben. Das muss nicht immer so dramatische Folgen haben, wie wenn fremder Nachwuchs dem eigenen Spross auf dem Spielplatz das Schippchen über den Scheitel zieht. Oder wenn hoch ansteckende Krankheiten wie Mumps, Keuchhusten oder Beulenpest im Kindergarten die Runde machen. Nein, es genügt auch schon der Fakt, dass irgendwann unweigerlich der Tag kommt, an dem das Kind zum ersten Mal Übernachtungsbesuch beherbergen darf.
Bei uns wurde dieser Meilenstein der Menschwerdung jetzt am Wochenende passiert, als unsere früheren Nachbarn mit ihrer siebenjährigen Tochter bei uns zu Gast waren. Was war das für ein Gegiggel und Gekicher im Kinderzimmer, ("Du hast gepupst!" - "Nein, Du!") bis irgendwann weit nach 23 Uhr endlich Ruhe im Karton war. Unnötig zu erwähnen, dass der Trubel auch untypisch früh, nämlich Sonntagmorgens kurz nach Sieben Uhr,wieder losging. Naja, Hauptsache, die beiden Mädels hatten Spaß, auch wenn ich noch eine Weile damit beschäftigt sein werde, das Chaos wieder in geregelten Alltagsmodus zu überführen. Das Bild da oben zeigt sozusagen den Tag danach. Ich freue mich jedenfalls schon auf November: Da wird es
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