Dienstag, 25. April 2006
Rückbezügliches
Seltsame Dinge tun sich unter der Oberfläche der dunklen Seite. Meine Referrer-Liste ächzt unter zwie- und rotlichtigen Spam-Adressen. Gleichzeitig erzählt mein Browser beim Laden dieser Seite was von einem arbeitenden oder inaktiven Skript. Das würde vielleicht erklären, warum sich dieser Unrat den erprobten Filtermechanismen immer wieder entzieht. In diesem Zusammenhang ist auch auffällig, dass diese unspektakuläre Geschichte in meiner Mostread-Liste abgeht wie eine Rakete - mehr als 2000 Mal gelesen in den letzten zwei Wochen. Auch beim Aufruf dieser Geschichte erzählt der Browser was von einem Skript. Und etliche der Backlinks riechen exakt nach der Sorte Dreck, die auch die Referrerliste verstopft. Kann sich vielleicht einer der technisch versierteren Leser hierauf einen Reim machen? Hab ich mir da via Backlinks vielleicht was eingefangen (Anke Gröner hatte diese Geschichte mal verlinkt, aber die Backlinks von dort sind weg)? Wie finde ich raus, was da für ein Skript läuft - und wie kann ich es abstellen? Für sachdienliche Hinweise bedanke ich mich schon mal im voraus.

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Freitag, 21. April 2006
Martensteinsche Männer-Memmen
Im Biologieunterricht haben wir gelernt: Die Frau ist der genetische Normalfall, der Mann mit seinem XY-Chromosom und den ganzen anderen Siebensachen stellt gewissermaßen eine Mutation des Standardmodells "Mensch" dar. Diese Erkenntnis war seinerzeit schon schockierend genug. Aber Harald Martenstein gelingt es diese Woche in seiner "Zeit"-Kolumne, diesen Erkenntnis-Schrecken noch zu steigern:

Die Frauen sagen: »Trink nicht so viel, das ist nicht gut für dich. Iss gesunde Dinge. Nimm dies.« Die Männer tun es. Die Frauen sagen: »Du könntest mal wieder spazieren gehen, das ist gut für dich. Danach geh zum Friseur. Lass dich von Yvonne schneiden, nicht von Petra.« Die Männer tun es. Es ist aber nicht gut für sie. Es ist eine fürsorgliche Belagerung. Ich denke immer: »Gleich nehmen die Frauen ihre Männer auf den Schoß und klopfen ihnen auf den Rücken, damit sie Bäuerchen machen.«

Hm, ich gebe es ungern zu, aber der Mann übertreibt nur ein ganz klein bisschen. Beispiel gefällig? Gestern morgen sagte meine Frau zu mir, geh doch mal mit der Kleinen raus heute mittag, das wird Euch beiden gut tun. Und was mach ich? Ich steck die Kleine gestern mittag in dreckabweisende Klamotten und karre sie auf den Spielplatz. In schönstem Sonnenschein Töchterlein geschaukelt und dann zusammen im Sandkasten rumgeschippt (ohne auf gebrauchtes Fixerbesteck und Hundehinterlassenschaften zu stoßen). Netten Nachmittag in der Sonne verbracht, tat der Kleinen gut und mir auch.

Bin ich jetzt etwa auch so eine Martensteinsche Männer-Memme, die gleich von ihrer Frau auf den Schoß genommen wird zum Bäuerchen machen? Vermutlich nicht - denn es scheitert schon allein daran, dass meine Frau als Hauptverdienerin für solche Spielchen grad keine Zeit hat und im Büro ungern mit sowas belämmert wird. Also muss ich aus eigener Kraft rülpsen - mit Malzbier gelingt das auch ohne Alkohol ganz vortrefflich (*Börps*). Und die Zeit, die mir neben der Hausarbeit und gelegentlichen publizistischen Aufträgen und der Bloggerei noch bleibt, kann ich dafür nutzen, meinen athletischen Modellkörper auf Vordermann zu bringen, meinen Potenzverstärker schwarzen Zweitürer bayerischer Bauart zu wienern und bei gelegentlichen Exkursionen auf den Spielplatz aufzupassen, dass ich nicht von fremden Mamis ins Gebüsch gezerrt werde zum Kaltbäuerchen machen, während sich die Kleine auf der Schaukel vergnügt. Das Risiko besteht nämlich durchaus, sagt zumindest meine Frau.

Daher mein ungefragter und unbezahlter Rat an Herrn Martenstein: Wenn Ihnen Ihre Frau nicht ab und zu auch mal das Gefühl gibt, ein ganzer Kerl zu sein, dann suchen Sie sich halt ne neue. Oder gehen Sie mal wieder zum Friseur - das wäre vielleicht schon ein Schritt in die richtige Richtung...

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Sonntag, 16. April 2006
Hasen-Content
Der beste Osterhase von allen hat neben einer Riesenladung von schön bemalten Eiern auch ein Buch gebracht, das mich schon lange interessiert hatte. Bei den Suchanfragen zu dunkle Seite, die hier immer wieder mal aufschlagen, bin ich auf den Titel "Die dunkle Seite des Mondes" von Martin Suter gestoßen. Und heute liegt nun dieses Buch ganz unerwartet auf dem reich dekorierten Ostertisch. Danke, Hasilein, genau das richtige für einen verregneten Feiertag, an dem sogar der Hund (nein, es ist kein Pudel, und er ist uns auch nicht auf einem Osterspaziergang zugelaufen) freiwillig wieder reinkommt nach dem Strullern. Allen Lesern der dunklen Seite noch schöne Osterfeiertage!

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