Donnerstag, 26. Januar 2006
Zeitüberschreitung beim Verbindungsaufbau
Der alte Miesepeter hatte ja so recht: Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge, schrieb Arthur Schopenhauer in seinen "Aphorismen zur Lebensweisheit". Und tatsächlich genügt manchmal ein harmloser mehrstündiger Serverausfall, damit man sich an diese grundlegende Erkenntnis wieder erinnert. Ist doch so: Da hatte ich zwei Tage lang bei funktionierendem System Ruhe einkehren lassen im Blog. Dann geht gestern abend plötzlich nichts, und ich hab auf einmal das (irrige) Gefühl, gerade jetzt ( jawohl: JETZT) den ultimativen Beitrag auf der Latte zu haben. Refresh - nichts, refresh - nichts - ewig die gleiche Fehlermeldung: "Zeitüberschreitung beim Verbindungsaufbau". Und der Druck aufm Kessel steigt. Ich möchte vor lauter Frust hinausschrei(b)en: JAWOOHL, ICH BIN DEUTSCHLAND, IHR GANZEN BLOGNÖRGLER DA DRAUSSEN - HAT IRGENDWER EIN PROBLEM DAMIT? ICH FIND AUCH HEIDI KLUM IHRN PAPI EIGENTLICH NETT, UND WER MIR JETZT IMMER NOCH MIT DEM ANGEBLICH ACH SO TOLLEN BLONDINENWITZ KOMMT, DEN ZERR ICH VORS SOZIALGERICHT BREMEN, VERSTANDEN? Aber jetzt, nachdem ich auch mal ne Nacht drüber geschlafen habe ohne vom Bloggen zu träumen, bin ich eigentlich ganz froh, dass mich der Serverausfall davor bewahrt hat, das alles ungefiltert ins weltweite Datennetz hinauszunölen. Man muss es einfach auch mal gut sein lassen können. Sonst wird man am Ende gar zum Zwitter-Olf.

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Montag, 23. Januar 2006
Szenen einer Ehe
Heutige Folge: Sven kommt

Mark793 steht in der Küche und schält Kartoffeln fürs Abendessen.

Sie: Ich glaube, ich brauch jetzt bisschen Zeit für mich.

Er: Was heißt das konkret?

Sie: Ich geh jetzt rüber, ein paar Schafe poppen...

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Samstag, 21. Januar 2006
Erste persönliche Verunsicherung
Nach Feierabend, wenn wir die tägliche Besucherstatistik ausgewertet haben und die IP-Adressen fein säuberlich notiert sind für alle Fälle, dann hängen wir Blogger ja gerne mal ab an der Blogbar und hören den Alphatierchen und Bedeutungsbloggern beim Fachsimpeln zu. Und wenn wir uns genug Mut angetrunken haben, diskutieren wir auch mal mit. Natürlich immer mit dem Risiko, mit anderen Gästen aneinanderzugeraten. Und so habe ich gestern von einem bloggenden Jungspund eine derbe Watsche kassiert, die ich meinen Lesern, Kommentatoren und Dorfnachbarn nicht vorenthalten möchte:

Als Neueinsteiger habe ich lange bei mark793 auf blogger.de mitgelesen, aber die Seiten waren abschreckend insiderisch.

Bums. Das saß. Und irgendwie bin ich jetzt total verunsichert. Stimmt natürlich, Katzenbilder und Kochrezepte gabs hier eher wenig, und über Klimawandel und Krieg im Irak haben wir auch nicht allzu oft disktutiert. Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht so recht, was ich machen soll: Ums verrecken populärer und bunter werden um auch verstärkt Hausfrauen als Leserinnen zu gewinnen oder das elitär-abgehobene Profil dieser Insiderveranstaltung stärken? Aber zuvor sollte ich vielleicht mal die Gelegenheit nutzen, meine Leser zu fragen, ob sie sich der Kritik überhaupt anschließen.

Ist die dunkle Seite zu insiderisch?
ja
nein

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Erstellt von mark793 am Sa, 21. Jan, 14:43.

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