Mittwoch, 1. Februar 2006
Blog-Birthday


Dieser Tage sprachen wir hier noch von Jahres- und Geburtstagen. Und die aufmerksame Leserschaft hatte schon die Dunkelziffern oben rechts im Blick: Online seit 365 Tagen steht da heute schwarz auf weiß grau auf schwarz. Nun gehöre ich wie Frau Lyssa auch zu den Menschen, die den eigenen Geburtstag eher in stiller Nachdenklichkeit begehen. Ich denke auch nicht, dass meine werten Besucher ernsthaft damit gerechnet haben, dass hier heute eine Schaumparty mit Sangria-Sauferei steigt. Stattdessen ist es an der Zeit, eine nüchterne Zwischenbilanz zu ziehen: Ist die Pflege dieses nachtschattigen Bloggewächses den Aufwand an Zeit und Nerv wert gewesen? Alles in allem würde ich das mit einem klaren "Ja" beantworten. Und dass das so ist, liegt nicht zuletzt an den Lesern und Kommententatoren (female form included) sowie an der netten Nachbarschaft hier im Viertel. Dafür sage ich an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!

... link (15 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 29. Januar 2006
Guugelhupf, mal wieder
1 Search request: rasur "nicht mehr sensibel"

Andere Sorgen haben Sie nicht? Na, dann kann ich Sie beruhigen, lieber Suchmaschinenbenutzer: Eine ordentliche Rasur tut der Sensibilität keinen Abbruch - weder in der Kinnregion noch, ähem, weiter unten. Und weil's grad so schön zum Thema passt, verweise ich auf einen höchst lesenswerten Augenzeugenbericht der Kollegin Lu. Die verschafft uns einige sehr interessante Einblicke in den Damen-Umkleideraum eines Fitnessstudios. Dort steppt der (Zottel-)Bär, weil das Fitness-Motto der 70er Jahre "Trimm Dich" anscheinend in Vergessenheit geraten ist. Wenn ich das Wort nicht so abgrundtief verabscheute, würde ich sagen: Lesebefehl!

... link (26 Kommentare)   ... comment


Samstag, 28. Januar 2006
Jahrestage
Vor ein paar Tagen hatte ich irgendwo gelesen, britische Wissenschaftler hätten den 23. Januar als den Tag im Jahreslauf identifiziert, an dem das Risiko persönlichen Unglücks besonders hoch sei. Knapp daneben, würde ich sagen. Aus meiner Sicht taugt der 28. Januar viel eher zum day of disaster. Vor 11 Jahren starb mein Vater. Und auf den Tag genau neun Jahre später (also vor zwei Jahren) ein Freund von mir - der auch noch den gleichen Vornamen trug wie mein Vater. Andererseits: Würde dieser Freund noch leben, dann wär ich jetzt wohl nicht verheiratet und Vater einer süßen Tochter. Sondern vielleicht allenfalls Taufpate. Aber wie schon Eugen Roth sagte: Das Bild der Welt ist immer schief - betrachtet durch den Konjunktiv. Der Mann hat recht - und trotzdem ist es von Zeit zu Zeit nicht verkehrt, sich der Weggabelungen wieder bewusst zu werden und vielleicht auch ein bisschen über das "was wäre gewesen, wenn...?" nachzusinnieren. Dafür sind solche Jahres- und Gedenktage doch da.

Nachtrag: Ach ja, und dann war dann noch das Challenger-Unglück anno 86. Was mich daran erinnert, dass die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl nun auch bald 20 Jahre Jahre zurückliegt.

... link (7 Kommentare)   ... comment