Donnerstag, 19. Januar 2017
Liebe Webseiten-Betreiber,
ich bin in Sachen Rechtschreibung nicht pingelig, aber wenn ich irgendwo lesen muss besuchen Sie auch unsere Gallerien, dann bin ich raus.

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böse falle
es heisst zwa
galeria nazionale d arte moderna oder antica
es heisst abba auch
galleria borghese

wie du jezze vermutest kommt galleria - der säulengang - aus mafia
wurde eingedeutscht und in italia schreiben se nu ma ziwonisch

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In dem Fall dürfte eher das englischsprachige Navigations-Element "galleries" Pate gestanden haben, was sich z.B. auch im alten antville-Standard-Layout fand.

Ist ja auch kein Riesen-Ding, weswegen ich Galle speien müsste, ich stolper halt nur immer wieder drüber (zuletzt bei dieser Einkaufszettel-App, die exdirk dieser Tage vorstellte).

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ich hatte eben auf dem einkaufszettel lokuspapier und äpfel für die vögel und für kompott unter 2 euro das kilo
brav wie ich bin 1,40 bei galeria lidl
und dann nebenan zum aldi für 1,75 so metallklammern

wenn ich so denk was ich als ziwo so am schreiben tun bin mit einer chefin wo die hüterin der rechtschreibkunscht am sein is muss ich echt lachen

sie hat sich noch nie im leben dazu herabgelassen bei ziwodo was zu schreiben
vermutlich aus selbsterhaltungstrieb um magengrimmen zu vermeiden

jezze bereitet se sich auf höhere weihen vor
in einem halben jahr hat se prüfunk

dafür musse sich sowas nich anlesen:
Ziwo werde erwachsen. Lerne Rechtschreibung/Grammatik und dann erst denken bevor man schreibt 😉
Soll helfen.

oder bei diesen rechnationalen bei altermedia hab ich ma geschrieben
die stolpersteine ham se noch verkraftet
was se nich verkraftet haben war die fehlende grossschreibunk

ich wurde als volksvergifter entlarvt
als ziwonisches subjekt
wo keine berechtigung hätte kommentare zu hinterlassen

naja das kenn wa ja schon von anderen aus der linksfraktion wo rosa luxemburch und dem anderen hirni gedenken als wärs fronleichnam
als ob die nich wie stalin millionen ermordet hätten
das ficht alesia nich an
inzwischen sind se auch verboten worden bei altermedia
ein ziwo nich
der is im underground
der löscht imma

dabei bin ich doch so multikulti in die sprache wie aufm schulhof

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Den Blick der Chefin seh ich förmlich vor mir. Meine Verflossene, Tochter eines Rektors und später selbst Lehrerin, war stets meine strengste Leserin, so pingelig war kein Ressortleiter oder Chefredakteur. Sie immer so: Man kann keinen Satz mit Und anfangen. Und ich so: Kann ich wohl. ;-)

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Wie soll man sich sonst auf den vorherigen Satz beziehen, wenn nicht mit dem verbindenden „und“?

Und überhaupt …

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Sicherlich. Es ist aber durchaus sinnvoll , dass Sie vorwegnehmen im Grunde "nicht pingelig" zu sein, denn das sollten Sie auch nicht, weil Sie selbst ham ja zB länger Unsicherheiten u.a. mit dem brill(i)ant (gehabt) und das als Webseitenblogbesitzer UND Journalist ich schau aber trotzdem ab und an vorbei und bin (noch ) nicht raus ;-)

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Das ist schön!

Mein einstige Fast-Perfektion hat schon unter der leidigen Rechtschreibreform ziemlich gelitten, in letzter Zeit kommt nachlassende Sehkraft hinzu. Ich weiß inzwischen die Lupe am Einkaufswagen im Rossmann zu schätzen, aber für die dort neulich erstandene Lesebrille ist der Computermonitor zu weit weg. Da muss über kurz oder lang doch was richtiges her.

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Brillant wurde aber noch nie mit zwo i geschrieben. Janun, will ich ja nur mal festhalten, weil Sie Gal(l)erie aufzeigen. Mir selbst ist das alles schnurzpiepe, ich weiß bei beiden was gemeint ist. Ich erinner mich eh nur an eins und das ist aus der Grundschule : Trenne nie ST, denn es tut ihm weh! Was muss man mehr wissen?!

Durch die Rechtschreibreform hat man aber doch einiges mehr an Freiraum - find ich nicht verkehrt.

Wieso legen Sie sich nicht einfach ne richtige hochwertige Brille vom Optiker zu. Ich find Brillen gut, brauch selbst zwar keine , habe allerdings schon mal überlegt mir ne Fensterglasbrille als ...
( ) Acessoire
( ) Accessoire
( ) Accesoir
( ) Assezoir
( ) Zubehör
... zuzulegen - Stichwort: Intellektuellaussehen.

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Natürlich hatte ich mit diesem Gedanken an Fensterglas im schicken Gestell auch schon gespielt, als ich noch über 100 Prozent gesehen habe (fragen Sie mich nicht, wie es zugeht, dass man mehr als 100 Prozent Sehfähigkeit haben kann, das wurde mir jedenfalls beim Bund attestiert). Ist dann aber sowas, was man dann doch nicht macht, es hielt sich bislang auch der Leidensdruck in Grenzen, ein richtiges Nasenfahrrad anzuschaffen - und nach einer umfangreichen Kauleistensanierung vor ein paar Jahren und der Seuche jetzt, die auch kein billiges Vergnügen ist, wenn die Kasse von allem nur 90 Prozent übernimmt, drängt es mich nicht gerade mit Macht, dem Gesundheitssystem schnell noch viel mehr Geld rüberzuschieben. Aber irgendwann muss ich da ran, das ist keine Frage. Etwas verkompliziert wird die Sache allerdings davon, dass mein Medikamenten-Cocktail an den Schwankungen meiner Sehkraft nicht ganz unschuldig ist. Das heißt, mit einer Standard-Messung wird es nicht getan sein, da wird es eher eine ganze Messreihe brauchen.

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Brille
Ich als deutlicher älterer benötige schon seit vielen Jahren eine Lesehilfe.
Für kurzes Lesen genügen diese Teile der bekannten Drogeriediskounter.
Bei längerem Lesen ganzer Bücher oder Aufsätze benütze ich doch lieber eine Brille vom Optiker, die den Pupillen Abstand und andres berücksichtigt und auch naturgemäß hochwertigere Gläser hat. Das Gesundheitssystem belaste ich damit nicht, da ich aus eigener Tasche zahle. Kostet weniger als ein Rennrad!

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Im Autoradio höre ich immer -egal welcher Sender- "der aktuellste Verkehrsbericht": das geht doch auch nicht, oder? Irgendwann ist das aber salonfähig, wenn es nur oft genug wiederholt wird (wie bei "wegen dem...")

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Man stumpft halt ab Sprache verändert sich. Will sagen, man gewöhnt sich an allem, auch am Dativ. Während mir beispielsweise der Anglizismus "das macht Sinn" mittlerweile nicht mehr groß aufstößt, käme mir ein "isch geh Aldi" allenfalls metaironisch gemeint über die Lippen.

Sender-Jingles und Werbe-Claims sind noch mal ein Kapitel für sich, da kann die Unmöglichkeit des Ausdrucks ja durchaus ein Stilmittel sein. Kann aber auch nach hinten losgehen, so habe ich z.B. nie verstanden, was "Deutschlands meiste Kreditkarte" mir eigentlich sagen wollte.

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Ich persönlich seh da eine größere Gefahr beim öfterS. Beispiel: Wenn man sagt oder schreibt: Ich gehe öfters zum Friseur | Parteitag | Optiker | Et zetera - das ist doch nicht korrekt; oder inzwischen doch ?!? Meiner Ansicht nach geht nur öfter oder des öfteren. Ich weiß es aber nicht 101%, jedenfalls öfters schreiben und sagen gaaanz viele und häufig die, die - alternativ statt die sollte ich vielleicht jene nehmen wegen Doppelung, aber das klingt dann wiederum leicht künstlich, alles nicht so einfach - denken , sie sind sattelfest im Duden.

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Ja, da sind Sie nicht die Einzigste.

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@monnemer: Der war gut!

@iii: Wie streng oder lax ich das sehe (und selbst handhabe), ist nicht zuletzt kontextabhängig. Zuhause mit den Füßen in den Schlappen könnte mir ein adverbiales "öfters" auch schon mal entfleuchen, in den rahmengenähten Business-Tretern mit Ledersohle (metaphorisch gesprochen) eher nicht.

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monnemer ~ Also Sie finden auch, dass das gang und gebe ist ?

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@iii
"Trenne nie ST, denn es tut ihm weh" ist natürlich auch eine äußerst fragwürdige Regel; was ist z.B. mit "Eistee"?
... "Ei-stee"?
... "Eist-ee"?
Oder doch lieber:
..."Eis-tee"?!

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Da muss man sich eben mal anstrengen diese Wörter in eine Zeile zu bekommen. Ich sags ganz offen: Der neue(-re) Merksatz "Trenne forsch das s vom t, denn das ist jetzt ganz ok. Trenne nie das c vom k, denn die beiden sind ein Paar" ist für mich eine Aufforderung zur buchstäblichen Spaltung und außerdem zu Sodom & Gomorra.

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Es wäre in der Tat eine echte Vereinfachung gewesen, das CK nach Kurzvokal zu KK (wie in "Mokka", "Sakko" und vormals "Stukkateur") zu erklären.
Vgl. http://www.schriftdeutsch.de/ortr-tre.htm

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Ich hätte Gomorra ja mit h geschrieben, aber wie ich gerade lerne ist das Geschmakksache. ;-)

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Dieses Plenken hier ist aber auch nicht schön.

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Ich steh grad auf dem Schlauch, bezieht sich das auf @14 Uhr 16?

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Und 10:04 Uhr. Ich schreib' das alles auf. (Kann selbst aber keine Groß- und Kleinschreibung - neben einigen anderen Idiosynkrasien, die sich bei mir eingeschliffen haben.)

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We're the plenk generation Wir sind allzumal Sünder und werfen dennoch gern den ersten Stein in das, ähm, gesplitterte Auge des Balkenträgers, Sie können mir folgen?

Jetzt haben Sie mich aber neugierig gemacht, wo haben sich denn bei Ihnen Idiosynkrasien eingeschliffen, was lässt bei Ihnen die Sau vom Pflock?

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@16:29: Es geht beides. Gommora ist die geschrieben-gesprochene französische Version.

@18:08 & 19:23: Das Plenken (und Klempen) musste ich erstmal recherchieren. Was es alles an Wörtern gibt. Auch nicht normal. Ich werde mich aber natürlich bemühen diesbezüglich sorgfältiger und unschlampiger zu werden, wenns für Sie die Lesefreundlichkeit oder Sonstiges stört.

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Wir sitzen sozusagen alle im gleichen Sumpf. Das macht ja auch toleranter. Heute habe ich die von einem gewissen Bundesministerium empfohlene Broschüre einer gewissen, umstrittenen Stiftung aus Berlin gelesen. Da ging es quasi auch um gewissen schlechten Sprachgebrauch im Internet. Wenn man aber die Grammatik und Orthografie in dieser Broschüre sieht... Ich sag's mal so und frei heraus: So schlecht stehen wir alle nicht da.

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Ich hab bei google "Stiftung Berlin Broschüre Internet" eingegeben (wirklich ohne Komma dazwischen, ist keine Nachlässigkeit!), damit ich noch folgen kann. Da kommt dann was mit Antonio als pdf, meinen Sie das? Ich kann pdf manchmal so schlecht auf dem tablet lesen, aber ich habe die Einleitung kurz überflogen. Korrekter Imperativ mit Lies, ST wird auch nicht getrennt - mir ist nix Falsches aufgefallen.
Mir selbst gings jetzt hier auch eher um das brisante IIIeck Orthografie, Toleranz und die eigene Nase. Sind wir jetzt woanders bzw. bereits weiter bei tieferen, politischen Bedeutungsebenen?

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Frau Sherlock wieder! Dort gibt es groteske Kommasetzung zu bewundern und ein paar eigenwillige Schreibungen. Schert heutzutage aber eh keinen mehr.

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iii - klar, dadran besteht kein Zweifel.

Natürlich bin auch ich weit entfernt von fehlerfreier Sprachanwendung. Besonders, ähnlich wie bei Herrn mark, wenn ich in Jogginghosen vor der Glotze hocke in meiner Freizeit. Dadrüber hinaus spreche ich den hiesigen Dialekt ausgesprochen gerne und der bildet gewissermaßen den Kontrapunkt zu dem, was dem lange hier ansässig gewesenen Dudenverlag vorschwebt.

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Mich spricht die Esoterik an, die aus manchen Beiträgen der Broschüre suppt. Memories of Scientology, Substanzmissbrauch, senile Verwirrtheit? Genau, it smells like Sektensprech. Dass sich niemand traut, der Chefin zu sagen, du schreibst, wie Stoiber spricht, ordne deine Gedanken, das kommt noch obendrauf.

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Herr 37, das können Sie so pauschal aber auch nicht sagen, weil, wenn Sie jetzt mit anderen Experten zb (kann ich das weiter so abkürzen oder stört Sie das?) eine Grammatik-Orthografie-Broschüre rausbrächten "Umgang mit Gallerien im Internet", ich würde es durchlesen (also sofern das mit dem pdf klappt).

monnemer ~ Aber ich finds zb unverschämt, wenn man andere verbessert oder Fehler AUFZEIGT. Dafür sollte man zum einen selbst wirklich perfekt in Orthografie, Satzbau und so sein und ob das selbst dann ein Türöffner oder sympathisch ist, ist auch... Geschmackssache. Jetzt hab ich wieder zwomal ist im Satz, aber im Internet darf man das doch alles nicht so eng sehen, finde ich. Aber ein Buch oder die Zeitung will ich natürlich auch absolut fehlerfrei. In Hochdeutsch.

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Zwomal ist doch nix, merkt doch keiner und warum soll man das nicht dürfen. À propos zwomal: wovon ich persönlich richtig Krätze bekomme, ist der im gesprochenen Deutsch mittlerweile inflationäre Gebrauch des Adverbs sozusagen.
Eine Kultursendung, in der das nicht mindestens vierhundertachtundsiebzigmal auftaucht, wird man kaum finden.

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Das erinnert mich an meine Schulkameradin Alexa, die in der 8. Klasse das Füllwort "quasi" für sich entdeckte, es wurde fast zu ihrem zweiten Vornamen.

Ich selber muss da aber stille sein, denn ich hatte mal den "ein Stück weit"-Fimmel. Bei einer Akademiker-Umschulungsmaßnahme, wo ich zum Thema "Was mit Medien" dozierte, haben die Teilnehmer eine Strichliste gemacht, wie oft ich diesen Ausdruck verwende, und das Ergebnis, das ich nicht mehr in konkreter Zahl erinnere, war mindestens beschämend.

Das mit unserem Dialekt und den dem Kontrapunkt zum Duden-Deutsch haben Sie sehr zartfühlend ausgedrückt, Herr Monnemer. Ich habe es selber ja nicht gesehen, aber mir wurde berichtet, dass Joy Fleming in der NDR-Talkshow mal irgendeinen aufgeblasenen Schnösel mit dem Satz killte: "Heah, mach Disch mol logger unnerum!"

Ach ja, und schreiben wie Stoiber spricht, das können die Münchener Verkehrsbetriebe auch. Aber die besagte Broschüre muss ich mir trotzdem mal zu Gemüte führen.

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monnemer ~ Ich kann das sehr gut verstehen mit dem sozusagen! Ich habe das mit ✝indes✝. Das ist für mich die hatespeech des Feuilleton, wobei ich weiß gar nicht was hatespeech ist, aber es erscheint mir an der Stelle passend. Ich hasse das Wort ✝indes✝ seit je her. J e d e r Journalist benutzt es als wenn es das goldene Kalb der Füllwörter Eloquenz wäre. Aber vielleicht ist es das dort auch. Naaaja, ich könnte da noch viel zu schreiben, aber nachher klugscheissern wir uns hier noch mehr hoch :-)

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