Freitag, 20. September 2013
Gold gab ich für Eisen?


Vor dem Goldankauf-Geschäft steht seit Tagen dieses Fahrrad. Ob das in Zahlung gegeben wurde?

... link (20 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 18. September 2013
Nicht für die Schule, für die Eltern lernen wir
So, und wieder ist ein Elternabend überstanden. Die neue Klassenlehrerin hat sich vorgestellt und ihre pädagogische Marschrichtung für das weitere Schuljahr verkündet: "Soziales Lernen" werde bei ihr großgeschrieben, Gruppenarbeit wo es nur geht, gegenseitiges Unterstützen ist gaaanz wichtig, auch sonst soll das Miteinenader im Klassenverband gestärkt werden. Hmja, wenns der Wahrheitsfindung dient. Bin ja froh, dass die bisherige Klassenlehrerin (eher eine von der alten Schule) einstweilen Rechnen weiter unterrichtet. Nicht dass da vor lauter Gruppenarbeit und sozialem Miteinander zu lange rumdiskutiert wird, ob 22 + 11 immer 33 ergeben muss oder ob es nicht auch mal 44 sein können, wenn die Gruppe von Tisch 3 das lieber so hätte.

Wie auch immer, ich will den frischen Wind im Lehrkonzept jetzt nicht vorschnell schlecht reden, ich sehe da durchaus auch gute Ansätze. Allerdings machten einige Eltern schon dezent deutlich, dass ihre Kinder von diesem pädagogischen Paradigmenwechsel im Moment noch etwas überfordert seien. Entsprechend galt dann bei der anstehenden Wahl der Elternvertreter die Devise "keine Experimente", so dass ich mit 19 von 19 Stimmen wiedergewählt wurde. Schade nur, dass mein bisheriger Stellvertreter aufgrund vermehrter Präsenzforderungen bei Kunden im benachbarten Ausland nicht mehr zur Verfügung steht. Das anstehende Grillen mit der alten und der neuen Klassenlehrerin hatte er aber im Vorfeld schon so gut vorbereitet, dass dieser Punkt heute abend nicht bis in die Puppen diskutiert werden musste. Wer sich an seiner Statt als Stellvertretende(r) aufstellen lassen könnte, hatten wir vorab auch schon sondiert. Unsere Wunschkandidatin konnte dann tatsächlich 100 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen, und ich freue mich schon auf gute Zusammenarbeit.

... link (120 Kommentare)   ... comment


Montag, 16. September 2013
Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen...
Dieser Tage stieß ich im FAZ-Feuilleton auf eine heiter-besinnliche Betrachtung zu der Frage "kann ich loslassen?" - aufgehängt am erlittenen Diebstahl eines in die Jahre gekommenen Rennrads. Das Rad war kein Erbstück, schreibt der Verfasser, er habe es vor Jahren für hundert Euro auf ebay ersteigert. Und weiter: Damals war ich Single, trug einen Vollbart und fand, ein gebrauchtes Rennrad passt zu mir. Erst später fiel mir auf, dass zu der Zeit fast alle alleinstehenden jungen Männer Vollbart trugen und auf gebrauchten Rennrädern durch Berlin fuhren. Da will man es immer anders machen als alle anderen, bis man merkt, man macht es doch nur wie alle anderen auch.

Das ist fein beobachtet, und abgesehen davon, dass ich nie einen richtigen Vollbart trug (und auch nie in Berlin wohnte) muss ich sagen: Ja, darin erkenne ich mich ein Stück weit wieder. Und die Frage "kann ich loslassen?" musste ich mir vor einigen Monaten ebenfalls stellen, als Sir Walter mit Steuerrohrbruch von mir ging. Jetzt kann ich es ja sagen: Zwischenzeitlich war bei Ebay exakt das fragliche Modell feilgeboten, mit den nicht so dollen Originalkomponenten (die ich bei meinem Exemplar mit einigem Aufwand durch bessere ersetzen ließ) und sogar mit allen aufdringlichen Aufklebern dran, die ich an meinem Rad in mühevoller Kleinarbeit abgeknibbelt hatte:



Aber ich habe dann doch darauf verzichtet, mitzubieten. Zum einen, weil die Lücke in meinem Fahrrad-Fuhrpark längst geschlossen ist (und das sozusagen doppelt). Und zum anderen, weil man so einen Abschied auch immer als Chance auf einen Neuanfang sehen muss. Das baugleiche Rad nochmal zu kaufen, das hätte was von Sex mit der Ex gehabt. Man muss auch loslassen können - umso mehr, wenn man stark auf die 50 zugeht.

... link (41 Kommentare)   ... comment