Samstag, 17. Dezember 2011
Wenn der Schneemann zweimal klingelt
Das Leben ist bekanntlich kein Kindergeburtstag. Aber einmal im Jahr gilt es einen solchen zu feiern. Und da war im Vorfeld guter Rat teuer. Zum Topfschlagen sind die 6- 7-Jährigen zu alt, für Flaschendrehen und andere Knutsch-Spielchen zu jung. Und irgendwie fanden wir die Aussicht auch nicht so prickelnd, ein Dutzend Erstklässler_Innen hier in der Dunkelkammer bespaßen zu müssen. Eine Feier in einem systemgastronomischen Franchise-Lokal drängte sich nicht gerade mit Nachdruck auf (die Kleine war von einem Kindergarten-Spielgefährten mal zu so einem Fastfood-Event eingeladen und fand es eher so najaa). Nun fiel mir irgendwann ein, dass es in Neuss doch eine Skihalle gibt und dass man dort doch mal nachfragen könnte, ob die was mit Schlittenfahren im Angebot haben. Kurz gesagt: Ja, sie haben, und wir haben das Rodelpaket heute mit neun Kids in Anspruch genommen. Um es vorweg zu nehmen: Die Kiddies waren allesamt begeistert. Die Kleine sagte, das wäre ihr allerschönster Geburtstag bisher gewesen (hach!), und der einzige Kritikpunkt bestand darin, dass die Rodelzeit und das anschließende gesellige Zusammensein etwas zu kurz bemessen war.

Zugegeben, wenn der Wettergott uns heute 20-30 Zentimeter Neuschnee beschert hätte, wäre das natürlich blöd gewesen, in der Halle zu rodeln. Aber nachdem wir hier in einer der schneeärmsten Regionen Deutschlands leben, konnte man dieses Risiko getrost eingehen. Es sind auch alle Knochen heilgeblieben, es gab keine blauen Flecken, kein Geheule und Genöle. Sondern Friede, Freude, Eierkuchen. So muss das sein.

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Donnerstag, 15. Dezember 2011
Ist das der sprichwörtliche Silberstreif am Horizont?

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Mittwoch, 14. Dezember 2011
Ein Klavier, ein Klavier!
Die fortschreitende Digitalisierung des Daseins macht auch vor der Dunkelkammer nicht halt. Seit heute steht im Wohnzimmer ein digitales Klavier (ein traditionell-analoges hätte man allenfalls mit dem Hubschrauber über den Balkon in unsere verwinkelte Dachstube bekommen). Töchterlein hat ja im Oktober angefangen mit Geigenunterricht, und immer nur mit der Block- oder Altflöte zu begleiten findet meine Frau auf Dauer nicht so prickelnd. Nicht, dass sie selber es in der Jugend auf dem Klavier zu konzertanten Höchstleistungen gebracht hätte, aber immerhin sind in Notenlesen und Fingersatz Grundlagen da, auf denen man aufbauen kann. Bei mir eher nicht, ich habe auf dem heimischen Bechstein in meinem Elternhaus allenfalls ein wenig rumimprovisiert (mein Herz hing an der Stromgitarre). Aber für ein paar Begleitakkorde zu Weihnachtsliedern könnte es bei mir reichen - im kommenden oder übernächsten Jahr. Fürs erste werde ich mich vielleicht mal daran versuchen. Die ersten 44 Sekunden in c-moll kann ich auch schon, aber dann hapert es mit den Übergängen durch diverse Durtonarten. Mal sehen, ob mir die Noten über diese Hürden hinweg helfen. In der Schule haben wir das ganze Gewusel b- und kreuzweise rund um den Quintenzirkel in Violin- und Baßschlüssel sicher mal durchgenommen, aber flüssig lesen konnte ich Notenblätter noch nie. Weiß auch nicht, ob ich in diesem Leben noch dahin komme, irgendetwas vom Blatt zu spielen. Aber so ein mäßig schwieriges Stück, das man eh im Ohr hat, sollte man sich doch eigentlich draufschaffen können mit der Zeit, oder?

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