Samstag, 10. Dezember 2011
Auf den Hund gekommen
So eine winterliche Spätnachmittag-Runde mit dem Rad hat ihre ganz speziellen Reize. Besonders wenn man zu einer Zeit unterwegs ist, in der anscheinend alles zwischen hier und Mönchengladbach, was einen Hund hat, am Gassigehen ist. In aller Regel stört mich das nicht weiter, aber wiege mich da auch nicht in falscher Sicherheit. Das Risiko, dass eine unangeleinte Töle sich animiert fühlen könnte, die Verfolgung aufzunehmen, habe ich immer auf dem Radar. So recht die zündende idee, was ich dann mache, hatte ich nie, vielleicht dem Köter mit der Plastikluftpumpe eins auf die Nase geben, wenn er mir zu nahe kommt? Mit den harten Fahrradschuhen zutreten? Während der Fahrt? Oder das Heil in einem Zwischensprint suchen?

Heute habe ich nichts von alledem gemacht, als mir kurz vor MG-Neuwerk plötzlich ein großer schwarzer Hund hinterherannte. Wie ich den vergeblichen Rufen seines Herrchens entnehmen konnte, hieß das Vieh "Barney". Nachdem Barney sich zwar an meine Fersen heftete, aber keine Anstalten machte, zum tätlichen Angriff überzugehen, fuhr ich halt mit normaler Geschwindigkeit weiter und sagte irgendwann zu dem Hund: "Schön, Dich kennengelernt zu haben, Barney, und jetzt verpiss Dich!" Und was soll ich sagen? Anscheinend war das die Sprache, die der Hund versteht, er ließ sich endlich zurückfallen, und ich fuhr weiter meiner Wege.

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Mittwoch, 7. Dezember 2011
Die Schattenseite des Einkaufsvergnügens
Ich weiß nicht so recht, wie ich es in Worte fassen soll. Aber ich habe mich selbst bisweilen im Verdacht, ein hartherziges und fremdenfeindliches Subjekt zu sein. Nicht generell und überhaupt, aber speziell im Bezug auf die weibliche Person, die jeden Tag mit dem Obdachlosenmagazin im Eingangsbereich des von mir frequentierten Edeka-Marktes steht. Nun ist weder Armut ehrenrührig noch das Anbieten des Fifty-Fifty-Magazins oder wie das heißt. Überdies kann und will ich auch nichts Schlechtes sagen über Angehörige von Minderheiten, nach denen eine Schnitzel-Variante mit viel Paprika benannt ist und die im Dritten Reich viel zu leiden hatten. Aber, so ungern ich mir das zugestehe, mir wäre es lieber, ja, was eigentlich? Natürlich wäre es das beste, wenn wir in einer Welt leben könnten, in der sich niemand in den Supermarkteingang stellen muss mit einem Heftchen, das die meisten nicht so rasend interessiert. Aber vielleicht könnte man, wenn schon jemand dastehen muss, ja mal die Standplätze tauschen und den Typen, der vor dem anderen Edeka-Markt hier im Ort steht, mal für eine Weile hier platzieren.

Es ist nicht so, dass ich zu zimperlich oder feinbeinig wäre, beim täglichen Einkauf in einer reichsten Gemeinden Nordrhein-Westfalens mit der realen Armut in Deutschland konfrontiert zu werden. Aber die Armut könnte auch gerne mal ein anderes Gesicht zeigen.

Mir ist natürlich klar, dass ich mich mit diesem Beitrag (gerade jetzt in der Weihnachtszeit, wie kann man nur) angreifbar mache. Für meine Gefühle kann ich aber nun mal nichts, und zudem hat mich meine diffuse Abneigung auch nicht davon abgehalten, der Dame mal einen Zweier oder auch einen Fünfer zuzustecken...

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Samstag, 3. Dezember 2011
Sonst noch Fragen, liebe Google-Nutzer?


So geht das schon seit Tagen hier. War die Monnemer Heulboje mal wieder im Fernsehen zu sehen - oder woher die geballte Neugier wegen seines Nasenfahrrads?

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