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Samstag, 5. Juni 2010
Schrecksekunden
mark793, 22:27h
Da sprachen wir hier neulich noch vom diffizilen Verhältnis zwischen Auto- und Radfahrern. Und heute nachmittag erlebte ich im Auto die gleiche Situation, die der_papa schilderte mit einem Radfahrer, der sich beim Überholen eines anderen Radfahrers nicht die Bohne um den rückwärtigen Verkehr (sprich: das Darkmobil mit mir am Steuer) schert. Keine Zwei Stunden zuvor durfte ich noch auf meinem Fahrrad-Ausritt zusehen, wie eine korrekt auf dem Radweg radelnde Rennradfahrerin umgebügelt wird von einem Jungspund im A 3, der mit Karacho entgegenkommend in die Einfahrt der Tanke sticht. Ich war kurz hintendran auf der Straße, vielleicht anderthalb Sekunden schneller, und das Auto wäre mein Problem gewesen, nicht ihres. Sie hatte gute Bremsen und knallte nicht frontal in die Seite des Audis, aber immerhin, sie kam zu Fall und der Schreck war groß - bei beiden Beteiligten. Ich konnte auch nicht mehr tun als sofort anhalten und mich weiter um die Radlerin kümmern, während der Unfallverursacher in die Tanke ging, um die Polizei zu rufen und einen Eisbeutel zu besorgen. Inzwischen war dann auch der Begleiter der jungen Dame am Ort - er hatte etwa eine halbe Minute Rückstand gehabt, weil er auf der Straße fahrend korrekterweise an der roten Ampel weiter vorne gehalten hatte während sie auf dem Radweg nicht allzu schnell weitergefahren war. Nach der Erstversorgung und Begutachtung der überschaubaren Schäden (Schürfwunde am Knie der Radlerin, Kratzer am Kotflügel des Autos, Rad ohne offenkundige Beschädigungen) blieb ich noch ein paar Minuten vor Ort, entschied mich dann aber, weiterzufahren und nicht auf das Eintreffen der Polizei zu warten. Ich gab dem Radlerpärchen meine Adresse für den Fall, dass eine Zeugenaussage vonnöten ist. Und jetzt, wo ich das Geschehen nochmal für mich rekapituliere, stelle ich mit Schrecken fest, dass ich dabei um eine Platitüde nicht drumrumkomme:
Es ging alles so schnell.
Es ging alles so schnell.
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Mittwoch, 2. Juni 2010
Print gewinnt?
mark793, 17:56h
Die Digitalisierung aller Daseinsbereiche schreitet wacker voran, der vielzitierte Medienwandel pflügt das Unterhaltungs- und Informationsgewerbe um. Eigentlich sollte man schon davon ausgehen, dass inzwischen alle in der Branche den Schuss gehört haben. Oder? Nach dem Sichten meines Posteingangs bin ich mir indes nicht mehr so sicher. Da fand ich heute nämlich folgende Mail:
Liebe Autoren,
bitte beachten Sie unsere geänderten Modalitäten bei der Rechnungsstellung. Ab sofort müssen alle Rechnungen als Original per Post an uns geschickt werden. Bitte die Rechnung so gestalten, das Platz bleibt für den Kotierungstempel in der Größe 7,5 x 6 cm.
Bitte die Rechnungen immer an folgende Rechnungsadresse senden:
Fachverlagsgruppe Gschaftlhuber GmbH & Co. KG
Kreditorenbuchhaltung
Auf dem Holzweg 23
53793 Dingenskirchen *
What the Fuck Hat man Worte? Bislang konnte man da seine Rechnung problemlos per Mail stellen. Die kleine organisatorische Schrulle des Verlags, dass man als Autor nach dem Sichten des Korrekturabzugs eigentlich noch ein Freigabefax hätte schicken müssen, damit der eigene Text im Heft erscheint, ist ja gottlob nie so richtig ernsthaft durchgepeitscht worden. Und deswegen habe ich das immer nachsichtig belächelt. Aber diese Nummer hier und heute hinterlässt mich schon leicht fassungslos. Die können froh sein, dass Thomas Knüwer nicht im Verteiler dieser Mail gewesen ist. Was der mit diesem Aufhänger für einen Abgesang auf die alte Medienwelt angestimmt hätte, das will ich gar nicht wissen.
Ich geh jetzt erst mal googeln, was ein Kotierungstempel überhaupt sein soll, und dann schaue ich mich nach einem neuen Drucker um. Der jetzige hat nämlich die letzten zwei Jahre keinen Mucks mehr gemacht. Vielleicht am besten so ein Kombiteil, das auch Kopieren und Faxen kann? Wer weiß, wofür man das noch brauchen kann...
* Absender und Adresse aus Datenschutzgründen geändert
Liebe Autoren,
bitte beachten Sie unsere geänderten Modalitäten bei der Rechnungsstellung. Ab sofort müssen alle Rechnungen als Original per Post an uns geschickt werden. Bitte die Rechnung so gestalten, das Platz bleibt für den Kotierungstempel in der Größe 7,5 x 6 cm.
Bitte die Rechnungen immer an folgende Rechnungsadresse senden:
Fachverlagsgruppe Gschaftlhuber GmbH & Co. KG
Kreditorenbuchhaltung
Auf dem Holzweg 23
53793 Dingenskirchen *
Ich geh jetzt erst mal googeln, was ein Kotierungstempel überhaupt sein soll, und dann schaue ich mich nach einem neuen Drucker um. Der jetzige hat nämlich die letzten zwei Jahre keinen Mucks mehr gemacht. Vielleicht am besten so ein Kombiteil, das auch Kopieren und Faxen kann? Wer weiß, wofür man das noch brauchen kann...
* Absender und Adresse aus Datenschutzgründen geändert
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Montag, 31. Mai 2010
Heul doch, Hotte!
mark793, 19:57h
Täte ich twittern, dann schrübe ich heute wahrscheinlich irgendwas in der Art:
Alle sind Lena, nur nicht Horst, der macht den Oskar.
Alle sind Lena, nur nicht Horst, der macht den Oskar.
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