Mittwoch, 2. März 2011
Nit für Kooche
Vorhin meine als Clown verkleidete Tochter aus dem Kindergarten abgeholt, wo heute Fasching Karneval gefeiert wurde. Obligatorische Frage von mir, wie es war. Antwort Töchterlein: "Hach, schon nett, aber irgendwie war mir das auf Dauer alles zu laut und zu viel."

Hm. Scheint, als käme sie da ganz nach meiner Frau und mir.

Nachtrag: Oder das Kind ist einfach gesundheitlich angeschlagen. Morgen wird erst mal zuhause geblieben. Da verpasst die Lütte eh nicht viel, weil mittags die Erzieherinnen frei haben, um auf Krawattenjagd zu gehen. Ja, leckt mich doch am Narhallam-arsch, Helau!

... comment

 
Ach, die Erzieherinnen haben frei? Und was machen dann die Mütter, die auf Krawattenjagd gehen wollen?

... link  

 
Die haben entweder gelitten
oder Männer zuhause.

... link  

 
Karneval...
...die einen mögen´s, die anderen hassen´s. Wir sind zwar gebürtige Rheinländer (sonnig, heiter, aufgeschlossen...), aber wir beschränken die Feierlichkeiten auf den Kinderkarneval. Zur Not kann ich auch Alkohol trinken ohne fröhlich zu sein! Ansonsten kann ich dem hier zustimmen:

http://www.mtb-forum.eu/kult-buettenrede-von-1995-in-floersheim-t-5165-1.html

...oder dem titelgebenden Lied von BAP.

... link  

 
Geben Sie dem Kind erstmal ein lecker Kölsch, dann klappt das auch mit dem Karneval.

... link  

 
Ach ja,
diese geniale Büttenrede hatte ich auch schon mal verlinkt.

Der Kinderumzug an Ihrem früherem Wohnort war ja immer ganz nett, ebenso Niederkassel im vorigen Jahr. Aber ohne Nachwuchs müsste ich das alles nicht haben. Der große Rosenmontags-Umzug in der Stadt ist definitv too much für meinen Geschmack. Wir haben das zwei oder drei Mal probiert und sagen Danke (im Sinne von: nein Danke).

... link  

 
@Kristof:
Ich habe den Verdacht, nicht zuletzt die Durcheinandertrinkerei von Fanta, O-Saft, Kakao und degleichen könnte die Kleine gestern sehr strapaziert haben in Verbindung mit dem Abgezappel und Rumgehüpfe. Vielleicht probieren wir es aber eher mit Krefelder, da wird man hier nicht ganz so angefeindet wie wenn man ein Kölsch ordert.

... link  

 
Wir bleiben bis Montag und Dienstag verschont.

Gestern wurde aus einem Tiger dann noch schnell ein Feuerwehr-Mann. Das Krokodil bleibt uns erhalten. Auch wenn es ein Schwert mitnehmen will.

Fanta im Kindergarten? Ach du Schreck.... ist das legal??? Hier wird bei Milch, Wasser und Apfelsaft gebleiben. Das Büffet wird ein Mix aus mütterlicher Überperfektion (Pizzaschnecken, Mini-Muffins etc) und Gummibärchen, welche dazu führen werden, dass der kleine Tiger völlig überdrehen wird.

... link  

 
@Fanta legal?
Bei einer Frequenz von zwei Mal pro Jahr (zu Karneval und zum jährlichen Sommergrillfest) stört mich das nicht übermäßig. Kenne das von zuhause auch so, dass an hohen kirchlichen Feiertagen auch mal ein Spezi erlaubt war, wohingegen im Alltag eher naturtrüber Sellerie-Direktsaft A-Saftschorle gereicht wurde (was immer noch mein Basis-Getränk ist).

Von einer bewahrpädagogisch motivierten Null-Lösung (auch in Sachen Süßigkeiten) halte ich nicht viel, das macht das ganze verbotete Zeug nur noch interessanter. Ist wie alles im Leben eine Dosisfrage.

... link  

 
Eben weil ich von der Null-Lösung auch nichts halte, finde ich das "auf keinen Fall Zucker"-Dogma in Kindergarten&Schule auch etwas übertrieben. Unser KiGa bekennt sich zum "zuckerfreien Vormittag", wegen derZähne und des Übergewichtes und so.

Da unser Grosser gar nichts mit Sprudel mag, hat sich bei ihm das "Problem" Fanta nicht mal auf dem Grillfest gestellt. Der Mittlere probierte, befand "nicht lecker für mir" und nahm die Apfelschorle.

Bei einer Frequenz, die sich auf Grillfeste etc bezieht, denke ich auch, dass die Karies&Osteoporose wohl noch durch ausreichend Käse&Milch und Zähneputzen bekämpft werden können.

Ich finde es nur etwas seltsam, wenn die Erzieherinnen bei Actimel und Obstyoghurt den grossen Zuckeraufstand proben, aber der Nachtisch beim Mittagessen Haribo-Tütchen sind....

... link  

 
Also grundsätzlich
finde ich das nicht schlecht, wenn die Einrichtungen da sensiblisiert sind und nicht in einer Tour Zuckerbomben detonieren lassen. Aber einen dogmatischen Kurs (den man dann letztlich doch nicht konsequent umsetzt), muss man nicht draus machen. Das Hauptproblem sehe ich auf Elternseite, wenn zum einen ständig Zuckerplörren wie C*pr*-S*nn* gereicht werden und anderseits nicht konsequent genug auf Zahnhygiene gedrängt wird. Da haben wir in der Kindergartengruppe ein paar lehrreiche Beispiele vor Augen.

Ach ja, im Gegensatz zu dem ganzen Actimel- und Fruchtzwerg-Zeugs ist Haribo-Gummikram wenigstens gut für die Knochen. ;-)

... link  

 
Ist das immer noch ein Thema
in den Kindergärten? Ich erinnere sehr gut, daß uns immer eine große Auswahl an Tee, in schicken Edelstahlkannen zur Verfügung stand:
Pfefferminz, Kamille, Hagebutte
- natürlich ungesüßt.

... link  

 
Grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn im Kindergarten nicht jeden Tag Milchschnitte gefuttert wird und zum gemeinsamen Frühstück Obst- und Gemüsespalten auf dem Tisch stehen. Klar.
Andererseits muss man schauen, ob die Kinder denn überhaupt übergewichtsgefährdet sind. Mein Mittlerer hat den "erlaubten" Gewichtsbereich seit langer Zeit nach unten verlassen. Kinderarzt sagt, dass sei ok, er sei einfach so. Von daher ist hier eine Kalorienreduzierung wohl eher nicht angesagt.

Das ist aber für Kindergärten zu kompliziert. Während die Erzieherin das problemlos begreift und auch einsieht, sehe ich ein, dass es ein Vermittlungsproblem an die anderen Kinder und vor allem an die anderen Eltern gibt. Also was soll's, gibt es halt Knäckebrot&Obst.
Eltern, die den ganzen Kindergarten zur Einhaltung der Allergie-Diät ihres Kindes verdonnern wollen, sind mir suspekt, also bin ich mal lieber leise wenn es um des mittleren Tigers Gewichtskurve geht.

Seit wann ist denn Apfelpektin gut für die Knochen?

... link  

 
@cassandra:
Ich dachte da mehr so an Gelatine, aber vielleicht gehört das ja auch zu den populären Irrtümern, dass Fruchtgummi so etwas enthält. Sagen wir so: Ich hab als Kind und später viel von dem Zeug verdrückt und mir noch nie was gebrochen. ;)

@prieditis: Mit diesen klassischen Jugendherbergstees kann man viele Kinder heutzutage sehr effektiv in die Flucht schlagen, fürchte ich. Meine Kleine kann sich dafür allenfalls sporadisch begeistern, selbst wenn ich einem Löffel Honig pro Kanne nachhelfe. Mal trinkt sie was davon, andermal mal wieder nicht. Ob die Sorte, die voriges Mal goutiert wurde, auch heute Anklang findet, ist ein Lotteriespiel, und dafür werfe ich den elektrischen Wassrekocher nicht mehr an (Ausnahme: die Thermoskanne für denWaldtag).

... link  

 
Da war früher mal Gelantine drin, das ging aber aus diversen Gründen (Hygiene, Islam, allgemeine Ablehnung von Gelantine) nicht mehr, jetzt ist es Apfelpektin.

... link  

 
Ah,
danke für das update. Ich hatte davon sogar mal gehört, dass das aus diversen Gründen substituiert wurde, aber so richtig dauerhaft abgespeichert war dieser Fakt noch nicht.

... link  

 
Schon interessant, wie sich die Zeiten, Maßstäbe und Zwänge ändern. Käsebrot und Pfefferminz- oder Hagebuttentee, so erinnere ich das auch. Manchmal gab es auch Kakao, das waren wahrscheinlich die Boom-Jahre. Muß schwierig sein, in der heutigen Extrem-Markenprodukt-Welt die Mitte zu halten.

... link  

 
Erinnern tue ich mich an Capri-Sonne und ein Getränk, das in einem dreieckigen Karton mit Trinkhalm kam.
Und an die Plastikflasche zum um-dem-Hals-hängen.
Als ich im Kindergarten war, brachte sich noch jeder sein Getränk selbst mit, der Bäcker, der auf dem Weg lag, verkaufte wahrscheinlich mehr von dem Zeug als Brötchen.

Auf Klassenfahrt gab es dann süssen, kalten Pfefferminztee in der Jugendherberge.
Am Nachmittag bekam man den aus einer Zapfanlage mit Hirschmotiv.

in der Schulmensa gab es die Alternativen Wasser und löslicher Zitronentee... ich glaube, wenn man das Zeugs heute anbieten würde, käme auf der Stelle die Gesundheitspolizei.

... link  

 
@kid37:
Jein. In einem No-Logo-Paralleluniversum haben wir auch damals nicht gelebt, da gab es schon auch Nachbarkids, bei denen standardmäßig Cola und Nutella auf den Tisch kamen.

Aber grundsätzlich ist es schon so, dass die awareness für Marken heute viel früher beginnt und auch viel mehr Produktbereiche umfasst als früher. Ob und wieviel schwerer als damals es heute ist, die richtige Balance zu finden, weiß ich gar nicht. Frage ich meine Mutter, war es schon damals die Hölle. ;-)

... link  

 
Dieser lösliche Zitronentee! Hölle. Man konnte den auch roh Aber stimmt, ein paar "Produkte" gab es, die Saftpyramide und den Schokoladebrotaufstrich. Bei uns allerdings nicht, das Zeug war irre teuer und ich ein genügsames Kind.

... link  

 
Zitronentee
Natürlich roh! Oder soll man den etwa in Wasser auflösen!?

Der Wechsel zum Apfelpektin bei den Gummitieren ist ganz schlimm! Es ist ja kaum noch möglich, hartgewordene Bären zu bekommen. Früher bin ich für sowas spät abends noch zum Kiosk, auch wegen des leckeren Alkohol/Zigarettenrauch-Aromas. Alles Weg! Kinder, die Zeiten sind schlimm...

... link  

 
Hieß die Plörre im Trinktetraeder
nicht Sunlicht Sunkist? Und dann gabs auch noch Tri Top - aber never ever bei uns zuhause.

@prieditis: Stimmt, dass es keine hartgewordenen Bären mehr gibt, ist ein Skandal. Die Sauren Gurken und so Sachen gibts aber noch in hart - in einem selten geöffneten Büdchen in der Hüttenstraße. ;-)

... link  

 
Wenn man es schafft, die Gummibärchen, für die ein gewisser Showmaster immer SchleichWerbung machte, längere Zeit offen herumliegen zu lassen, werden die auch hart. Ich aß vor drei Tagen so ein Exemplar. Die Frau, an deren Gummibärchen ich mich bediente, entschuldigte sich extra, dass die hart geworden seien.

... link  

 
Oh, lecker. Hart gewordene Gummibärchen sind die besten.

... link  

 
In dieses Zuckerwasser ist auch einiges an Taschengeld geflossen. Zu Hause gab´s halt nur die spannende Mischung aus Pfefferminz- und Kamillentee.

... link  

 
@monnemer:
Ihr Taschengeld oder das Ihrer Kinder? Ich kann mich nicht erinnern, dass es das Zeugs bei uns damals schon gegeben hätte. Oder ich hatte es nicht im relevant set, weil ich lieber dosenweise die Milch des Kapitalismus in mich reinschüttete.

... link  

 
gabs bei uns für 25 pfennig, die flügelmutterverschlussgetränke.
eine dose amerikanisches erfrischungsgetränk lag bei 49 pfennig.

... link  

 
Meins. Ob das allerdings damals auch Dreh + Trink hieß, weiß ich nicht mehr. Der Clou war natürlich der Drehverschluss.
Vielleicht wurde das ja in dem sozialdemokratischen Städtebauexperiment, in dem ich aufgewachsen bin, exklusiv als Ersatzmilch angeboten;-)
Edit: genau, Herr prieditis, 25 Pfennige.

... link  

 
Gut möglich,
der LEH und die Kioske in den Stadtteilen weiter nördlich punkteten seinerzeit nicht gerade mit innovationsfreundlicher Sortimentpolitik. Kann aber auch sein, dass ich diese Plastikpullen insgeheim als Kleinkindergetränk verachtete. Zum Reiz einer Dose Coke mag wohl beigetragen haben, dass sie einem das Gefühl gab, irgendwie erwachsener zu sein.

... link  


... comment
 
Für uns etwas unbegreiflich, daß dafür mancherorts in .de einfach paar Tage frei gegeben wird...
Wir sitzen brav in der Arbeit. Am Dienstag gibts event. Krapfen, das wars dann auch schon von Arbeitgeberseite.

... link  

 
genommen!
frei GENOMMEN. Dafür muss meistens Urlaub genommen werden.

... link  

 
Ich kenne Leute, die def. vom Arbeitgeber freigestellt sind (ohne Urlaub).

... link  


... comment