Freitag, 22. Juni 2012
Digitale Durchleuchtung
Zu dem Aufreger-Thema Schufa und Facebook war eigentlich alles gesagt, aber noch nicht von allen. Eigentlich hatte ich auch fest damit gerechnet, dass die zahlenkundige Kollegin Sophia Infinitesimalia in das Thema einsteigt. Sie hatte anderes auf dem Zettel, und so habe ich dieses Feld dann doch noch selber beackert. Ich meine, wenn sich schon die Möglichkeit auftut, irgendwelchen Post-Privatisten-Spackos noch eins mitzugeben, wäre es doch verschenkt, diese Steilvorlage ungenutzt zu lassen.

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Mittwoch, 20. Juni 2012
Mit dem Fnord Mondeo ins Jammas-Tal
Wo ich diese Anekdote gelesen habe, weiß ich nicht mehr so genau, aber das muss uns für den Moment auch nicht so sehr interessieren wie der Inhalt: Ein junger Mann aus einer wohlhabenden jüdischen Familie war irgendwann vor dem ersten Weltkrieg nach Übersee aufgebrochen und dort in ernste Schwierigkeiten geraten. Kurz vor seiner Rückkehr wollte er seine Eltern schonend darauf vorbereiten, dass nicht alles zum Besten stand, und so kabelte er ein Telegramm mit folgendem Text in die Heimat: MACHT EUCH SCHON MAL SORGEN +++ NAEHERES SPAETER +++ EUER URI +++ STOP +++

Solche Telegramme schreibt heute keiner mehr, aber die Berichterstattung in den letzten Monaten zum Thema Eurokrise, Rettungsschirm und Bankenunion folgt ziemlich exakt diesem Muster: Nichts genaues weiß man nicht, aber man möge sich bitteschön schon mal ordentlich Sorgen machen. Griechenland grad nicht so schlimm? Macht nichts, wir haben ja noch das Spanien-Problem, und falls uns das zufällig vom Radarschirm rutschen sollte, gucken wir mal genauer nach Italien. Nachdem Europa in den vergangenen zwölf Monaten angeblich mehrfach vor dem Komplettkollaps stand (entweder weil Griechenland drinbleibt im Euro-Verbund oder doch ausscheren muss), stelle ich mit Schrecken fest, dass mein Guthaben auf dem Sorgenkonto nahezu auf Null geschrumpft ist. Da könnt Ihr Euch bei japanischen Atomkraftwerksbetreibern und Erderwärmungspropheten bedanken, aber meine Sorgenmachkapazitäten sind nun mal begrenzt. Wenn wir für den geplanten Sommerurlaub Euros in Drachmen umtauschen müssen oder bis dahin wieder die D-Mark haben, dann ist das eben so. In diesem Sinne: Jammas!

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Sonntag, 17. Juni 2012
Die Nordschleife unter den Schwimmbadrutschen
Nach der kleinen Enttäuschung über den nicht begehbaren Looping in Duisburg wollte ich es heute mal wissen: Hält die Loopingrutsche im Aqualand Köln, was der Name verspricht? Legt man die bei Achterbahnen gängige Definition zugrunde, nach der man einen vertikalen Kreis aufwärts fährt und sich an der Spitze kopfüber befindet, handelt es sich bei der Kölner Rutschenattraktion (man betrachte auch die zwei Videos) nicht wirklich um einen Looping. Wobei der Konstrukteur dieses Bespaßungsgeräts von einem "geneigten Looping" spricht, aber ich will da jetzt nicht kleinlich sein, unstrittig ist soviel: Diese gelbe Gefahr hats wirklich in sich: Sobald die Fußplattform wegklappt, reißt es einen im fast freien Fall 10 Meter runter, bevor es dann mit solchem Karacho in die Steilkurve geht, dass einem Hören und Sehen vergeht. Da doch recht viel Wasser spritzt unterwegs, ist es ohne Schwimmbrille praktisch unmöglich, die Augen die ganze Zeit offen zu halten. Man merkt nur: Wow. Das. Ist. Verdammt. Schnell. Und schon schmeißt es einen unten ins Auffangbecken, aus dem man dann heraustaumelt, ohne so recht zu wissen, wie einem geschah. Um es mit den unsterblichen Worten einer Bloggerkollegin zu sagen: Kann man ja mal machen. Durchaus auch mehrfach hintereinander.

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