Freitag, 20. April 2012
Bei Anruf Wort
Hier eine neue Folge aus meiner Serie schamlose Eigenwerbung "Was macht eigentlich mark793 sonst so?" Der abgebildete Fernsprech-Apparat stammt übrigens nicht aus dem Manufactum-Katalog. Es ist auch nicht das noch häufig vorkommende W 48er-Tischtelefon - sondern der überaus rare TiWa 49, den man mit ein paar Schrauben und Handgriffen vom Tisch- zum Wandapparat umbauen kann. In Benutzung habe ich das wuchtige Wählscheiben-Telefon allerdings nicht mehr, denn die alte Mehrgerät-Wechselschaltung, wie ich sie in meiner früheren Wohnung hatte, ließ sich hier hinter dem DSL-Splitter nicht mehr so einfach realisieren. Und um dafür eigens eine Kleinanlage mit Analog-Digitalwandler ans DSL-Modem zu stöpseln, ist mir diese anachronistische Apparatur doch nicht wichtig genug. Aber anschauen mag ich es immer noch gern, das alte Telefon. Manchmal hebe ich einfach den Hörer, höre das satte "Klack" des Gabelschalters und erinnere mich dann an mein kindliches Erstaunen darüber, dass vertraute Stimmen über dieses Ding mit mir sprechen konnten. Zumindest solange, bis mein Vater irgendwann mahnte: "Fass Dich kurz!"

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Mittwoch, 18. April 2012
London calling
Was auch mal gesagt werden muss: Gastkind ist super. Ohne wenn und aber. Dass das mit Töchterlein die ganze Zeit so toll harmoniert, darauf hätte man im Vorfeld wirklich nicht wetten können. So gesehen: glückliche Fügung. A. geht diese Woche mit unserem i-Dötzchen sogar ohne nennenswertes Widerstreben zur Schule, wenngleich das für sie als 4th grader nicht so den Mega-Kick liefern dürfte. Gestern abend, als meine Frau aufgrund eines Termins außerhalb erst spät zurückkam, hatte ich als quasi Alleinerziehender indes ganz schön zu tun, den Doppelpack Girlie-Power zu bändigen und einigermaßen zeitig in die Falle zu schicken (getuschelt und gekichert wird dann eh noch eine ganze Weile). Auch wenn mir abends manchmal schier der Schädel platzt, wenn sich die beiden noch mal so richtig aufschaukeln vorm Zubettgehen, ich seh's schon kommen, dass der Trubel dann erst mal fehlen wird, wenn A. Anfang nächster Woche in den Flieger nach Hause steigt.

Man darf auch gespannt sein, ob sich unsere Maus tatsächlich diesen Sommer schon zum Gegenbesuch auf der Insel traut. Im Moment ist ihre Haltung dazu: "Ja, klar". Angesichts der Tatsache, dass sie bisher noch nicht mal allein bei der Oma in MA war, ist das schon mal 'ne ziemliche Ansage. Ich selber war Zwölf, als ich alleine in den Zug nach Lyon gesetzt wurde, wo der etwas ältere Junge wohnte, der einige Monate vorher als Gastkind bei uns in der Familie weilte. Das war schon ganz schön uiuiui, alleine in den Zug zu steigen, aber ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich anschließend am Hauptbahnhof von Lyon vor der Rückfahrt eher etwas mehr geweint habe, weil es dort wirklich toll war.

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Samstag, 14. April 2012
Mein erstes Mal (2)

Die standesgemäße Startnummer 793 war leider nicht zu haben. Aber von diesem Detail ließ ich mir meine erste Teilnahme an einer Radsportveranstaltung (die paar AOK-Radsonntage zähle ich mal nicht dazu) nicht vermiesen. Auch nicht von zwei Regengüssen, auf die ich textiltechnisch leichtsinnigerweise nicht vorbereitet war. Um eine lange Geschichte (die ich in der ausführlicheren Version hier nachreiche) kurz zu machen: Hat Spaß gemacht, aber auch angestrengt. Man hängt sich halt doch etwas mehr rein als wenn man alleine rumgondelt. Aber ich hatte mir das Kreuzbuben-Motto "Gerast wird erst ab Mai" zu Herzen genommen und Sir Walter, den ältesten Drahtesel im Stall angeschirrt, damit mich die rotgraue Rakete erst gar nicht in Versuchung führt, über meine Verhältnisse zu fahren. Hier noch schnell die Zahlen des Tages: 77 Kilometer in zweidreiviertel Stunden. Als Richtmarke hatte ich drei Stunden angepeilt. Dafür, dass nicht viel Windschatten zu haben war, kann ich mit der gefahrenen Zeit ganz zufrieden sein.

Zum ausführlicheren Bericht hier entlang!

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