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Sonntag, 26. Oktober 2008
Kleine Maus auf großer Fahrt
mark793, 13:09h

So, gerade habe ich bei der Bahn angerufen, der Zug, dessen Ankunft ich nachher um 18 Uhr irgendwas erwarte, soll planmäßig abfahren kurz nach 15 Uhr. Gut, das ist gerade an diesem Wochenende nicht selbstverständlich, wegen irgendwelcher Achsprüfungen zieht die Bahn soundsoviele ICE-Züge aus dem Verkehr und stellt den Herstellern den Einnahmeausfall in Rechnung. Was aber im Zweifelsfall nicht geheißen hätte, dass es somit auch Sache von Adtranz, Bombardier oder Siemens gewesen wäre, meine Frau und die Kleine heute aus Mittelfranken wieder an den Niederrhein zurückzubringen. Von daher hatte ich mich schon geistig und moralisch darauf eingestellt, wenns sein muss das Darkmobil anzuschirren, meine Lieben in Nürnberg einzusammeln und die Spritrechnung an Herrn Mehdorn zu schicken. Aber die Dame am anderen Ende der Hotline gibt Entwarnung, der Zug, in dem meine Frau Plätze reserviert hat, verkehre planmäßig. Dessen Achsen seien nämlich bereits gestern überprüft worden. Das beruhigt doch ein wenig - wo man doch in letzter Zeit immer wieder von entgleisten ICEs lesen musste.
Hach ja.
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Dienstag, 21. Oktober 2008
Minderheitenprogramm
mark793, 19:31h
Ein Chef ist ein Chef. Ein Star ist ein Star. Ein Depp ist ein Depp, und eine Nervensäge ist eine Nervensäge. Emanzipation bedeutet, glaube ich, dass man, solange es nicht um Sexualität geht, in erster Linie nicht mehr als Frau oder als Mann wahrgenommen wird, sondern wegen anderer Eigenschaften. Das kann im Einzelfall auch bedeuten, dass man als ein kolossales Arschloch wahrgenommen wird. Da hilft Jammern wenig. Da ist dann auch nicht die Gesellschaft schuld.
Harald Martenstein im Zeitmagazin Nr. 43/2008
Amen. Ersetzen wir die Terme "als Frau" und "als Mann" einfach mal durch "als Homosexuelle/r" und "als Heterosexuelle/r", dann sind wir schon mitten in einer Diskussion, die den Implikationen einer eventuellen homosexuellen Orientierung des kürzlich verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg H. nachgeht. Mag durchaus sein, dass es dem Nimbus von Fortgeschrittenheit, Toleranz und Weltoffenheit, mit dem sich die gleichgeschlechtliche Gemeinde gern umgibt, abträglich ist, dass ein xenophober Rechtspopulist wahrscheinlich auch einer der ihren gewesen ist. Aber das ist eben der Preis, den jede Untergruppe beim Ankommen in der gesellschaftlichen Normalität zu entrichten hat: Wenn man mal alle positivdiskrimininatorischen Wunschprojektionen beiseite schiebt, wird man in jeder Minderheitengruppe womöglich das gleiche feststellen können wie im Mehrheitsmainstream der Gesellschaft auch: Wir haben wahrscheinlich allesamt irgendwo Arschlöcher in unseren Reihen. Da nehme ich nicht mal die Blogger, die Bio-Lebensmittelkäufer oder engagierte Eltern aus, die nur das beste für ihr Kind wollen. Konsequent weitergedacht kann ich nicht mal die Augen vor dem Restrisiko verschließen, eventuell selbst ein Arschloch zu sein oder zumindest als solches wahrgenommen zu werden. Aber mehr als für diesen Fall den guten Rat zu geben, mich ebendort beim Buckelrunterrutschen vorm Aufschlagen noch ganz gepflegt zu lecken, kann und will ich an dieser Stelle nicht leisten.
Wer gemeint ist, wird es wissen.
Harald Martenstein im Zeitmagazin Nr. 43/2008
Amen. Ersetzen wir die Terme "als Frau" und "als Mann" einfach mal durch "als Homosexuelle/r" und "als Heterosexuelle/r", dann sind wir schon mitten in einer Diskussion, die den Implikationen einer eventuellen homosexuellen Orientierung des kürzlich verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg H. nachgeht. Mag durchaus sein, dass es dem Nimbus von Fortgeschrittenheit, Toleranz und Weltoffenheit, mit dem sich die gleichgeschlechtliche Gemeinde gern umgibt, abträglich ist, dass ein xenophober Rechtspopulist wahrscheinlich auch einer der ihren gewesen ist. Aber das ist eben der Preis, den jede Untergruppe beim Ankommen in der gesellschaftlichen Normalität zu entrichten hat: Wenn man mal alle positivdiskrimininatorischen Wunschprojektionen beiseite schiebt, wird man in jeder Minderheitengruppe womöglich das gleiche feststellen können wie im Mehrheitsmainstream der Gesellschaft auch: Wir haben wahrscheinlich allesamt irgendwo Arschlöcher in unseren Reihen. Da nehme ich nicht mal die Blogger, die Bio-Lebensmittelkäufer oder engagierte Eltern aus, die nur das beste für ihr Kind wollen. Konsequent weitergedacht kann ich nicht mal die Augen vor dem Restrisiko verschließen, eventuell selbst ein Arschloch zu sein oder zumindest als solches wahrgenommen zu werden. Aber mehr als für diesen Fall den guten Rat zu geben, mich ebendort beim Buckelrunterrutschen vorm Aufschlagen noch ganz gepflegt zu lecken, kann und will ich an dieser Stelle nicht leisten.
Wer gemeint ist, wird es wissen.
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Dienstag, 21. Oktober 2008
Kinder-Content
mark793, 00:27h
Die Meilensteine purzeln in diesen Tagen fast wie die Blätter von den Bäumen. Heute ist die Kleine auf dem Spielplatz mit dem Fahrrad von Fabian schon bisschen rumgegondelt auch ohne dass ich ständig am Gepäckträger oder Sattel das Gleichgewicht sichern musste. Was halt noch nicht klappt, ist das Fahrrad mit dem ersten Tritt in die Pedale richtig in Schwung zu kriegen. Aber das wird noch.
Am Sonntag kam sie ganz stolz und berichtete mir, sie hätte ein P geschrieben. Ich sagte: "Klasse, das A kannst Du ja auch schon, dann kannst Du jetzt PAPA schreiben, das ist ganz einfach: P-A-P-A." Und sie geht hin und schreibt PAPA. Muss ich erwähnen, dass die Kleine stolz war wie Oskar? Und muss ich erwähnen, dass ich fast PIPI in den Augen hatte vor Rührung darüber, dass ihr erstes selbstgeschriebenes Wort PAPA ist?
Hach. Sie ist schon so groß. Kommende Woche ist sie zu einer Halloween-Party eingeladen bei einem Jungen aus ihrer Kindergartengruppe. Und dieser Tage meinte sie, dass sie auch einen Rechner haben will. Und wozu? "Will auch schreiben und Mama mailen." Tja. So siehts's aus.
Am Sonntag kam sie ganz stolz und berichtete mir, sie hätte ein P geschrieben. Ich sagte: "Klasse, das A kannst Du ja auch schon, dann kannst Du jetzt PAPA schreiben, das ist ganz einfach: P-A-P-A." Und sie geht hin und schreibt PAPA. Muss ich erwähnen, dass die Kleine stolz war wie Oskar? Und muss ich erwähnen, dass ich fast PIPI in den Augen hatte vor Rührung darüber, dass ihr erstes selbstgeschriebenes Wort PAPA ist?
Hach. Sie ist schon so groß. Kommende Woche ist sie zu einer Halloween-Party eingeladen bei einem Jungen aus ihrer Kindergartengruppe. Und dieser Tage meinte sie, dass sie auch einen Rechner haben will. Und wozu? "Will auch schreiben und Mama mailen." Tja. So siehts's aus.
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