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Dienstag, 13. Mai 2008
Ohne Titel - aber mit Musik
mark793, 13:59h
Auch wenn es mancher Jammerblogger als Schlag ins Gesicht empfinden mag: Es sind nahezu perfekte Tage gewesen am verlängerten Pfingstwochenende, man kann es nicht anders sagen. Netter Besuch am Sonntag, gestern dann eine schöne Fahrradtour, die erste, die wir als Familie absolvierten. Und abends dann ein paar Telefonate im Freundes- und Bekanntenkreis, die einem mal wieder klar machen, dass das eigene Glück nicht als selbstverständlich zu nehmen ist. Da ist eine langjährige Freundin meiner Frau, alleinerziehend, auf die Hilfe eines Ex-Partners angewiesen, der nicht der Kindsvater ist und der für sein Engagement gerne etwas mehr Zuwendung bekäme. Dort ist ein Bekannter, der sich gerade (mal wieder) von seiner Lebensgefährtin getrennt hat, aber wahrscheinlich doch wieder in ihren Armen landet über kurz oder lang, wenn sich nichts besseres findet (wovon man realistischerweise leider ausgehen muss). Es ist ein einförmig Ding um das Menschengeschlecht, möchte man ausrufen angesichts des Elends, das damit einhergeht, dass ein jeder Hans letztlich seine Grete finden möchte.
Und weil wir drüben beim Herrn Cut grad von Flugverkehr sprachen, hier ein passendes Musikstück mit dem Titel "Gelandet".
Und weil wir drüben beim Herrn Cut grad von Flugverkehr sprachen, hier ein passendes Musikstück mit dem Titel "Gelandet".
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Freitag, 9. Mai 2008
Zum Abschuss freigegeben
mark793, 14:20h
Hier kommt am Wochenende mal wieder einiges zusammen: Pfingsten, Muttertag und Schützenfest. Zwischen den Häusern über der Straßen flattern weiße, rote und grüne Wimpel, auf dem Dorfplatz bauen mitreisende nicht mehr ganz so junge Männer ein paar Buden und Fahrgeschäfte auf. Vor der Kirche ballt sich ein Auflauf von Lokalprominenz, die Herren allesamt in festlichen schwarzen Anzügen, auf dem Kirchenparkplatz stehen die dunklen Oberklassen-Limousinen dichtgedrängt. Der prominenteste Dorfbewohner, der kürzlich gewissermaßen den Vogel abschoss mit seiner millionenschweren Firmenpleite (näheres entnehmen Sie bitte der Boulevardpresse) läßt sich indes nicht blicken. Trotzdem komme ich mir mit dem Fotoapparat um den Hals ein bisschen vor wie ein Paparazzo. "Sind das gewerbliche Fotos?" fragt mich einer vom fahrenden Volk, der die Schießbude mit Trophäen bestückt. "Nein - ganz privat", sage ich, und verkneife mir den Versuch, ihm zu erklären, was ein Weblog ist. Die alten Herren drüben am Stehtisch vor Pauls Pinte beäugen mein Tun auch ganz misstrauisch, als ich den wimpelgeschmückten Straßenzug ablichte. Paule himself weiß, das ich gegenüber wohne, aber er grüßt mich nicht, weil ich noch nie den Fuß in seine Kneipe gesetzt habe. Hinten auf meinem kleinen Rucksack steht der Werbeaufdruck "Karamalz", diese Marke führt er nicht, sowas trinkt hier keiner. Bei ihm gibbet Füchschen, und wer da nicht mitkann, gehört halt nicht wirklich hierher. Gleichviel, er wird auch ohne meine aktive Mitwirkung an diesem Wochende wieder den Umsatzrekord des Jahres einfahren, wenn die ganzen Schützenformationen und Marschmusikzüge hier um die Ecke kommen und hektoliterweise Alt bleifrei nachtanken.
Mir kommen meine diesbezüglichen Betrachtungen vom Vorjahr wieder in den Sinn. Und ich frage mich, ob ich denn in der Zwischenzeit hier mehr angekommen bin. Ehrlicherweise müsste ich die Frage mit "nur wenig" beantworten. Und das, was sich zum besseren bewegt hat, ist weniger der analog-realen Nachbarschaft zu verdanken, sondern eher der virtuellen.
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Dienstag, 6. Mai 2008
Desperate Houseman (14)
mark793, 20:13h
Es zeichnen sich am Horizont weitere Meilensteine praktizierten Papitums ab: Übermorgen sind Shuttle-Dienste zur Kindergeburtstags-Location von Giancarlo gefragt. Also nicht nur, dass ich meine Kleine in einen Indoor-Spielplatz zwei Käffer weiter verfrachte. Das hatten wir ja schon mehrfach. Nein, ich soll auch Hannah und Luca mit hin und zurück bringen. Das heißt: fremde Kids im Darkmobil, Gefrickel mit mehreren Kindersitzen (was in einem kompakten Zweitürer durchaus eine gymnastische Herausforderung darstellt) und nicht zu vergessen ein erheblich gestiegenes Kotzrisiko bei drei mit Geburtstagstorte, Süßgetränken und Pommes-rotweiß gestopften Kiddies im Auto.
Naja, wie auch immer, das wird bestimmt lustig. Vor allem, wenn die Kleine dem Giancarlo dann den mindestens 1,20 Meter langen Druckluft-Raketenwerfer überreicht, den ich als Geburtstagsgeschenk ausgesucht habe. Seine Eltern werden mich dafür möglicherweise hassen, wenn er dann damit zuhause die Blumenvase vom Wohnzimmertisch kartätscht. Aber das haben sie sich dann selbst zuzuschreiben. Immerhin haben sie das Mordstrumm auch selber im dem Geschenkekorb beim Spielzeugladen zur Auswahl gestellt. Und vermutlich gehofft, dass keiner die Geschmacklosigkeit begehen würde, ihrem Spross das Ding auch tatsächlich zu schenken. Aber ich konnte einfach nicht anders. Schließlich hatte ich meinen Grundwehrdienst in einer Raketeneinheit abgeleistet. Und damals kamen wir ja (gottlob) nicht zum Schuss...
Naja, wie auch immer, das wird bestimmt lustig. Vor allem, wenn die Kleine dem Giancarlo dann den mindestens 1,20 Meter langen Druckluft-Raketenwerfer überreicht, den ich als Geburtstagsgeschenk ausgesucht habe. Seine Eltern werden mich dafür möglicherweise hassen, wenn er dann damit zuhause die Blumenvase vom Wohnzimmertisch kartätscht. Aber das haben sie sich dann selbst zuzuschreiben. Immerhin haben sie das Mordstrumm auch selber im dem Geschenkekorb beim Spielzeugladen zur Auswahl gestellt. Und vermutlich gehofft, dass keiner die Geschmacklosigkeit begehen würde, ihrem Spross das Ding auch tatsächlich zu schenken. Aber ich konnte einfach nicht anders. Schließlich hatte ich meinen Grundwehrdienst in einer Raketeneinheit abgeleistet. Und damals kamen wir ja (gottlob) nicht zum Schuss...
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