Sonntag, 6. März 2005
Trash as trash can
Ist der kulturelle Untergang des Abendlandes wirklich schon so weit fortgeschritten, dass wir der Diktatur des Geschmacksproletariats nur noch die affirmativen Winkelemente schwenken können? Oder anders gefragt: Müssen wir Mireille Mathieu huldigen aus Angst, andernfalls zum elitären (Lies: uncoolen) Kultursnob gestempelt zu werden? Aus dem sozialen Anpassungsdruck an unterste Geschmacksgrenzen drechselt Frau Modeste ein lesenswertes Dramolett in Dialogform. Vielleicht ist es doch nicht so verkehrt und unnütz, der Hegemonie der Hirnlosigkeit ab und an aktiv entgegenzutreten. Ich gebe den Aufruf hiermit weiter: Bildungs-Nerds aller Länder, vereinigt Euch!

Nachtrag: Wenn jemand ne plausible Erklärung hat, warum die Wortkombination trash can in der Überschrift doppelt unterstrichen ist und ohne mein Zutun irgendwo hinlinkt...

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Freitag, 4. März 2005
Wääääääääääääääääääääh!
Wäääääääääääääääääääääääääääääh! Wäääääääääääääääääääääääääääääh!
Wäääääääääääääääääääääääääääääh!
Diesen onomatopoetischen Zweizeiler widme ich Frau Wortschnittchen und all jenen, denen das Ticken der biologischen Uhr vernehmlich in den Ohren dröhnt. Mag sein, dass die Kleine manchmal etwas lauter ist als das Ticktackticktack. Aber wenn sie wieder still ist (und das ist meistens ziemlich schnell der Fall) und lächelt, dann geht die Sonne auf, egal, welche Tages- oder Nachtzeit grade herrscht. Ticktackticktackticktackticktack...

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Donnerstag, 3. März 2005
Familienausflug
Wir hatten uns ja vorgenommen, wieder mehr im real life (sprich: offline) zu unternehmen. Also heute Mittag den Kindersitz samt der Kleinen auf die Rückbank geschnallt, Kinderwagen in den Kofferraum gefaltet, Hund im Beifahrer-Fußraum platziert und nach Darmstadt gebrettert. Auf der Mathildenhöhe das ganze Gelörre ausgeladen und zwischen den Jugendstil-Villen in der Künstlerkolonie rumspaziert, rund um Hochzeitsturm und die Museen. Soweit super Sache. Nur hat uns das anschließende Wiedereinladen des ganzen Trosses derart geschlaucht, dass wir anstatt noch ein Lokal zum Einkehren zu suchen, mit kleinem Umweg über den Drive-in-Schotten nach Hause gekachelt sind. Wir sind wohl grade in der kritischen Jahreszeit, wo der Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit übergeht. Oder werden wir etwa allmählich alt?

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