Mittwoch, 23. Juli 2014
Adios, Mamil Island


Mehr in Kürze, sobald ich mich hier wieder einsortiert habe....

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Freitag, 11. Juli 2014
Die 793ers auf Malle
Das Grauen und das Grandiose liegt auf dieser Insel manchmal recht nah beisammen. Habe mich aber soweit akklimatisiert und heute erstmals die Ostküste des größten Balearen-Eilands mit einem Leihrad unsicher gemacht. Beweisfotos werde ich wohl schuldig bleiben bis zu meiner Heimkehr, denn das USB-Kabel für die Kamera mitzunehmen habe ich genauso verpeilt wie die eigenen Pedale und passende Schuhe fürs Leihrad einzupacken. So strampelte ich heute mit Bärentatzen ohne Körbchen oder Klickmechanismus in den normalen Sportschuhen. Ist etwas ungewohnt, geht aber auch, wenn es muss.

Die Kids haben Spaß am Pool, wenngleich Mademoiselle aufgrund ihres keltischen Hauttyps alle naslang mit Sonnencreme nachgeschmiert werden muss. Gestern wurde das bei bedecktem Himmel etwas vernachlässigt, und nun sind nicht nur ihre Haare rot, sondern auch ein paar Hautpartien. Und sonst? Heute abend ist white dinner im Hotelrestaurant, und ganz in weiß schaffe ichs nur, wenn ich in kurzer Hose komme, was sich abends eigentlich verbieten sollte. Aber nachdem es die meisten anderen Gäste damit auch nicht so genau nehmen und das Personal diese Richtlinie eh nicht durchsetzt, lassen wir fünfe heute mal grade sein.

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Montag, 7. Juli 2014
Aus der Werkstatt geplaudert
Für das Peugeotrad, das ich eigentlich als Teilespender oder Bastelprojekt günstig erworben habe, zeichnet sich eine künftige Verwendung ab: Der Nachbar hat angefragt, ob mein gut bestückter Fahrrad-Fuhrpark nicht auch für ihn was Flottes parat hätte. Auf dem Hollandrad habe sich die Freude am Fahren nicht so recht eingestellt, und da ich ja auf meinen sportlicheren Drahteseln offenkundig viel Spaß hätte, wolle er es jetzt auch mal wissen. Und nachdem er mir ja für das 24-Zoll-Mädchenrad für Mademoiselle Leroc einen unschlagbar guten Preis machte, könnte man da doch vielleicht zum Nachbarschaftstarif...



Ich würde sagen: Man kann. Das hier ist mit dem Strippengewusel vor dem Lenker noch nicht der Endzustand, aber zum Antesten, ob diese Art der Fortbewegung grundsätzlich frommt, sollte es genügen: normale Pedale ohne Schlaufen, Reifen mit ein bisschen Profil, so viel Zugeständnis an Anfängertum und Alltagstauglichkeit darf es schon sein. Und das Setup ist ja erst mal als Serviervorschlag zu versehen, klassischer Rennbügel wäre auch auf Lager, eine Konfiguration als Speedbike mit geradem Lenker ließe sich auf Wunsch auch bewerkstelligen.

Ach ja, den gelben Laufradsatz, der ursprünglich verbaut war, habe ich an den Zitrusfrüchteschüttler montiert, wo er aussieht, als wäre er eigens dafür gemacht gewesen. War er nicht, und ich musste mit der 7-fach-Nabe ein wenig tricksen, um die Kassette mit dem 8fach-Schalthebel schalten zu können. Sheldon Brown, der viel zu früh verstorbene König der Fahrradschrauber, wird sich womöglich im Grabe rumdrehen vor Ärger, dass er da nicht selber draufgekommen ist: 7 von 8 Ritzel einer 8fach-Kassette passen mit einem zusätzlichen schmalen Spacer perfekt auf eine Siebenfach-Nabe, und dass der 8fach-Schalthebel jetzt einen Schaltschritt mehr kann als er muss, stört nicht weiter, wenn man die Chose an der Begrenzungsschraube des Schaltwerks entsprechend einstellt. Da muss man gar nicht den komplizierten Weg gehen, 8 von 9 schmaleren Neunfach-Ritzeln auf die 7fach-Nabe zu packen, wenn man - damit das funktioniert - auch die entsprechend schmalere Kette und die Neunfach-Schalthebel braucht.



Doch genug des Schrauberlateins, das Auge fährt ja auch mit. Ohne die gelben Laufräder passte der umfangreiche gelbe Zierrat auf dem Peugeot-Rahmen nicht mehr so recht. Vielleicht kommt der gelbe Peugeot-Schriftzug auch noch ab, der Kenner wird das Löwen-Emblem und den Schriftzug "Made in France" auf dem Steuerrohr der Marke zuordnen können. Und da die Chromgabel eh schon vom Originalzustand abweicht, erscheint mir die Kombination von Schwarz mit den blanken Laufrädern, der polierten Kurbel, der Chromgabel, den RX-100-Bremsen, der blanken Sattelklemmschelle und den verchromten Lyotard-Pedalen ausreichend stimmig - so wie das orangegelbe Olmo-Rad am entgegengesetzen Ende der Buntheits-Skala.

Womöglich würde der Nachbar, der auch gerne eine Brille mit orangefarbenen Bügeln trägt, wenn er die Wahl hätte, den bunten Italo-Hobel sogar bevorzugen. Aber der ist nicht zu haben, denn da hängt ja bekanntlich eine Geschichte dran.

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