Freitag, 6. März 2015
Hügelchen und Bügelchen
Für das Wochende sind Temperaturen von über 15 Grad versprochen, und entsprechend kulminiert in den hiesigen MAMIL-Kreisen die Vorfreude. In den sozialen Medien verabreden sich die üblichen Verdächtigen schon zu Laktatorgien, Geschwindigkeitsbesäufnissen und möglichst hochprozentigen Höhenmetern. René Zimmermann, Initiator der Wintertrainingsrunden und wortgewaltiger Dichter des Düsseldorfer Radsports, gibt auf Facebook die Parole aus: "Ich will Kurz-Kurz die Hügelchen... Bügelchen." Um das mal für die Radsport-Laien zu übersetzen: "Mir schwebt vor, in Trikot mit kurzen Ärmeln und kurzer Radhose mächtige Steigungen zu bewältigen und ansonsten Tempo zu bolzen, als gäbe es kein Morgen."

Nun habe ich ja anders als der Kollege Kreuzbube kein Geschwindigkeits-Fastengelübde abgelegt. Im Prinzip spräche also wenig bis gar nichts dagegen, der rotgrauen Rakete den Staub aus den Speichen zu blasen und mich einer der ambitionierten Gruppen anzuschließen. Auf der anderen Seite habe ich in den Winterrunden nicht so konsequent mittrainiert, dass ich mühelos mitkäme, wenn es morgen und übermorgen zur Sache geht. Hügelchen und Bügelchen, das schränkt sich im Moment bei mir noch gegenseitig etwas ein. Wahrscheinlich werde ich für Sonntag also doch lieber einen Soloritt im selbstgewählten Tempo ins Auge fassen. Venlo könnte man ja mal anfahren. Oder Hürtgenwald, das wären schon knapp zwei Drittel der für dieses Jahr angedachten Tour zur Botrange, dem höchsten Berg Belgiens. Oder vielleicht mit dem Zug nach Düren und dann von dort aus mal Eifel erobern? Hach, so viele Möglichkeiten...

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dennoch der Gruppe anschließen! Der Trainingseffekt bei milder Überforderung (genauso klingen nämlich die vollmundigen Ansagen) ist wirklich größer. Die Zufriedenheit auch.
Also jetzt Öl auf die Koga Kette und nicht mit dem Zug ins trostlose Düren!

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Für die heutige Gruppenrunde (die auch eine gemäßigtere Kurzvariante vorsieht) hätte ich früher aufstehen müssen, das würde jetzt in Gehetze ausarten. Es trifft sich dann um 14 Uhr noch ein anderes Grüppchen bei einem Radladen, aber bis dahin will ich schon was weggeschafft haben an Kilometern.

Was die Sonntagsrunde mit Hügelchen und Bügelchen angeht, mal gucken. Sollte ich mich schon heute zu sehr ins Zeug legen, ist das keine Option. Ansonsten gilt es auch nicht als Schande, sich vorzeitig auszuklinken. Bei einer der letzten Runden, als es unter anderem in Langenberg zum Sender hochging, gab es wohl ziemlichen Mitfahrerschwund.

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Den Fotobeweis
muss ich leider schuldig bleiben, aber ich habe heute sowohl den Vaalserberg als auch die Botragne unter die Räder genommen - um allerdings der geplanten Tour mit Herrn Cut nicht vorzugreifen reduziert um eine Eisenbahn-Etappe von Neuss nach Aachen.

Hat aber auch so gereicht für heute.

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Boa. Alle Achtung!

Wie fährt es sich denn da in Belgien?

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Von dem heutigen Teilstück ausgehend kann man sagen, wo die Landschaft nichts hergibt, sind die Straßen noch einigermaßen erträglich, und wo für das Auge was geboten wäre (also im Naturpark Eifel-Hohes Venn), muss man enorm aufpassen wegen Schlaglöchern und Fugen.

Ich bin aber auch nicht den kürzesten Weg gefahren, zumindest auf dem Rückweg hätte ich nicht nochmal über Kelmis fahren müssen. Aber ich hatte mich auch nicht groß vorbereitet, weil der eigentliche Plan ja eher war, von Düren aus über Hürtgenwald vorzustoßen. Aber nachdem in Neuss der Zug nach Aachen der nächste erreichbare war, habe ich spontan umdisponiert.

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Heute dann mehr so Ausflugsfahrt Grundlagenausdauer-Trainingsfahrt mit dem gelegentlichen Mitfahrer aus Neuss zum Forum Terra Nova. Mehr als 20 Minuten auf zwei Apfelschorle gewartet, das Risiko, einen Kuchen oder etwas Herzhaftes zu ordern, wollten wir da gar nicht eingehen - wir hatten keine Vorderlichter am Rad und wollten vor Einbruch der Dunkelheit zuhause sein.

Ach ja, der Kollege, der seit unserer letzten gemeinsamen Ausfahrt im November überhaupt nicht mehr im Sattel gesessen hatte, schlug sich wirklich wacker heute. Ich weiß nicht, wie ich nach einer so langen Pause unterwegs gewesen wäre. Vielleicht verliert man doch nicht innerhalb weniger Monate alles an Form, was man sich jahrelang aufgebaut hat.

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