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Mittwoch, 16. März 2011
주한일본대사관 공보문화원
mark793, 16:54h
Statt des üblichen schwarzen Rollis trage ich heute einen weißen, vielleicht wissen die japanischen Mitbürger in unserer Nachbarschaft diese kleine Geste richtig zu deuten. Die japanischen Mamis im Kindergarten und im Early Englisch sind freundlich wie immer, aber so ganz werde ich das Gefühl nicht los, es sei ihnen ein wenig peinlich, auf die Katastrophe in ihrer Heimat angesprochen zu werden. Da will man dann auch nicht weiter insistieren.
Erst vor wenigen Monaten hat unsere Verbundgemeinde eine Städtepartnerschaft in Japan unterzeichnet und eine Delegation von dort empfangen. Nun hätte übernächste Woche der Gegenbesuch in der Präfektur Osaka stattfinden sollen, aber die dortige Verwaltung ließ mitteilen, man wolle die Besucher vom Niederrhein lieber keinen Gefahren aussetzen und sie zu einem späteren Zeitpunkt in fröhlicher Verfassung empfangen. Die Gegend zwischen Osaka und Kyoto ist von Tsunami und Beben nicht betroffen gewesen und liegt etwa 750 Kilometer von den Unglücksreaktoren entfernt. Aber bei Wind aus Nordost wäre auch diese Gegend erhöhter Strahlung ausgesetzt.
Wer weiß, wie das noch weiter geht. In unserer Verbundgemeinde sind Japaner schon jetzt prozentual die größte Ausländergruppe. Das benachbarte Düsseldorf beherbergt eine der größten japanischen Gemeinden außerhalb des Inselreichs. Sollte sich also eine größere Anzahl von Söhnen und Töchtern Nippons aufmachen Richtung Deutschland, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie sich hier am Rhein niederlassen, wo schon viele ihrer Landleute leben. Viele Düsseldorfer sollen bereits Zimmer als Notunterkünfte angeboten haben, sagte der japanische Generalkonsul von Düsseldorf im Gespräch mit der hiesigen Regionalzeitung.
Das gehört jetzt zwar nur bedingt hierher, aber wo ich schon mal dabei bin: Mir ist aufgefallen, dass ich etliche Fälle kenne, wo eine Japanerin mit einem deutschen Mann verheiratet ist, aber mir ist noch keine deutsche Frau begegnet, die einen Japaner geehelicht hätte. Seltsam, oder nicht?
Erst vor wenigen Monaten hat unsere Verbundgemeinde eine Städtepartnerschaft in Japan unterzeichnet und eine Delegation von dort empfangen. Nun hätte übernächste Woche der Gegenbesuch in der Präfektur Osaka stattfinden sollen, aber die dortige Verwaltung ließ mitteilen, man wolle die Besucher vom Niederrhein lieber keinen Gefahren aussetzen und sie zu einem späteren Zeitpunkt in fröhlicher Verfassung empfangen. Die Gegend zwischen Osaka und Kyoto ist von Tsunami und Beben nicht betroffen gewesen und liegt etwa 750 Kilometer von den Unglücksreaktoren entfernt. Aber bei Wind aus Nordost wäre auch diese Gegend erhöhter Strahlung ausgesetzt.
Wer weiß, wie das noch weiter geht. In unserer Verbundgemeinde sind Japaner schon jetzt prozentual die größte Ausländergruppe. Das benachbarte Düsseldorf beherbergt eine der größten japanischen Gemeinden außerhalb des Inselreichs. Sollte sich also eine größere Anzahl von Söhnen und Töchtern Nippons aufmachen Richtung Deutschland, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie sich hier am Rhein niederlassen, wo schon viele ihrer Landleute leben. Viele Düsseldorfer sollen bereits Zimmer als Notunterkünfte angeboten haben, sagte der japanische Generalkonsul von Düsseldorf im Gespräch mit der hiesigen Regionalzeitung.
Das gehört jetzt zwar nur bedingt hierher, aber wo ich schon mal dabei bin: Mir ist aufgefallen, dass ich etliche Fälle kenne, wo eine Japanerin mit einem deutschen Mann verheiratet ist, aber mir ist noch keine deutsche Frau begegnet, die einen Japaner geehelicht hätte. Seltsam, oder nicht?
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Samstag, 12. März 2011
Erwachet!
mark793, 11:36h
Der Zeuge Jehovas, der hier mit seinem "Wachturm" an der Ecke steht, hat gut reden heute. Wahrscheinlich so gut wie seit 1986 nicht mehr.
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Freitag, 11. März 2011
Wer hat uns (an die Datenkraken) verraten?
mark793, 17:28h
Nein, nicht die Sozialdemokraten, sondern die Piraten. Kann man also auch nicht mehr wählen, vielen Dank auch. Die Debatte über Postprivacy hatten wir ja schon mal, muss ich also nicht nochmal alles aufzählen, was mich an diesem Konzept stört. Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch das Pro-Privacy-Plädoyer in der taz.
Wobei ich ehrlicherweise auch bekennen muss: Ich finde per se nicht alles verwerflich, was so an datenschutzkritischen Gedanken bei den Post-Privacy-Spackos ventiliert wird. Aber wenn ich in einem Interview lese, Privatsphäre sei das, wo auch Ehefrauen geprügelt würden, da ertappe ich mich dann schon bei Gewaltphantasien (und zwar keine, mit der besten Ehefrau von allen zu tun haben). Mit dem gleichen billigen rhetorischen Trick könnte man Öffentlichkeit auch desavouieren als das, wo man in der U-Bahn halb totgeprügelt und -getreten wird und keiner einschreitet.* Mag ja sein, dass letzteres moderner und zeitgemäßer (und damit förderungswürdiger) ist als die Vorstellung von Privatsphäre, die angeblich ach so Achtziger ist. Aber da ich selber ja auch so Achtziger bin, muss ich nicht lange überlegen, in welcher der beiden Sphären ich mich wohler fühle.
* Zu diesem Gedankengang hat mich ein Beitrag des geschätzten Kollegen maternus inspiriert.
Wobei ich ehrlicherweise auch bekennen muss: Ich finde per se nicht alles verwerflich, was so an datenschutzkritischen Gedanken bei den Post-Privacy-Spackos ventiliert wird. Aber wenn ich in einem Interview lese, Privatsphäre sei das, wo auch Ehefrauen geprügelt würden, da ertappe ich mich dann schon bei Gewaltphantasien (und zwar keine, mit der besten Ehefrau von allen zu tun haben). Mit dem gleichen billigen rhetorischen Trick könnte man Öffentlichkeit auch desavouieren als das, wo man in der U-Bahn halb totgeprügelt und -getreten wird und keiner einschreitet.* Mag ja sein, dass letzteres moderner und zeitgemäßer (und damit förderungswürdiger) ist als die Vorstellung von Privatsphäre, die angeblich ach so Achtziger ist. Aber da ich selber ja auch so Achtziger bin, muss ich nicht lange überlegen, in welcher der beiden Sphären ich mich wohler fühle.
* Zu diesem Gedankengang hat mich ein Beitrag des geschätzten Kollegen maternus inspiriert.
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