Sonntag, 4. Juli 2010
Pack die Badehose ein
Es gibt so Vergnügungen, die würde man sich ohne Kind vielleicht dreimal überlegen - und es dann doch lieber bleiben lassen. Aber versprochen ist versprochen, und dass der Himmel heute mittag leicht bedeckt war, hielt uns nicht davon ab, das Darkmobil für eine Expedition ins deutsch-niederländische Grenzgebiet anzuschirren. Kurz vor dem Grenzübergang nach Venlo lockt nämlich ein entgeltpflichtiges Badegewässer, das uns ein Bekannter wärmstens empfohlen hat.

Wir waren vorges Jahr schon einmal dortgewesen und nicht völlig abgeschreckt. Aber man muss das schon abkönnen, seine Picknickdecke auszubreiten auf schmalstem Raum inmitten von vielen, vielen Leuten, denen man nicht unbedingt vorgestellt werden möchte. Andererseits ist es ja auch nicht so, dass es da nichts zu gucken gäbe. Und damit meine ich jetzt gar nicht in erster Linie das, was den Blicken an Haut vom schönen Geschlecht dargeboten wird, sondern tatsächlich mehr so die textile Zierde, vulgo Bademode bei jungen Männern. Höret und staunet, liebe Leser: Der adoleszente Vollspacko von heute trägt im und am Wasser eine karierte Boxershort-Unterbuxe und darüber eine knielange Badehose mit scheußlichen zweifarbigen floralen Mustern. Wobei es anscheinend unabdingbar ist, dass der Bund der Badehose etwa auf halber Arschhöhe hängt.

Mir entfleuchen ja relativ selten Äußerungen à la "die Jugend von heute...", aber das ist nun einer der Fälle, wo ich ein gewisses ungläubiges Staunen nicht ganz unterdrücken kann. Warum läuft man ohne Not so rum? Ist das provokant gemeint oder huldigt das Jungvolk mit diesem Look irgendeiner Hiphop-Zelebrität? Falls Eltern von jungen Männern oder Co-Autoren der Shell-Jugendstudie hier mitlesen, bitte ich freundlich um Aufklärung. Vielen Dank im voraus.

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Donnerstag, 1. Juli 2010
Hitzefrei
Aufgrund der hohen Außentemperaturen findet in der Dunkelkammer derzeit nur sehr eingeschränkter Blogbetrieb statt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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Dienstag, 29. Juni 2010
Desperate Houseman (26)
So ein Wasserhahn in der Küche ist doch eine praktische Sache. Aber wie schon der olle Schopenhauer wusste, belehrt uns meistens erst der Verlust über den wahren Wert der Dinge. Nachdem uns dieser Ha-zwei-o-Gockel immer wieder mal mit zeitlich begrenzten Wasserspielchen narrte, geht nun gar nichts mehr. Ich setze dem defekten Einhebelmischer, der sich nicht mehr aufmachen lässt, jetzt eine Frist bis morgen früh, um sich selbsttätig wieder in funktionsbereiten Zustand zu versetzen. Bis dahin meldet sich dann eventuell auch der Gas-Wasser-Sch**ße-Operator unseres Vertrauens mit einem Terminvorschlag. Und falls da zeitnah nichts zu machen ist, werde ich wohl selbst mit Wasserpumpenzange in der Hand und einer Taschenlampe zwischen den Zähnen in den Spülenunterschrank kriechen und versuchen, einen Bypass zu legen. Und wenn das wider Erwarten nicht klappt, kann ich immer noch einen Monteur von Central Services rufen. Oder hat vielleicht jemand aus der werten Leserschaft zufällig einen 27B-6?

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