Samstag, 24. Dezember 2005
Weihnachtlicher Waffenstillstand
Natürlich hatte ich längst geahnt, was hinter dem letzten Türchen des Adventskalenders wartet. Keine große Überraschung, sondern alle Jahre wieder die Einsicht: Weihnachten, das ist jenseits des ganzen Kommerz- und Klerikal-Klimbims ja auch das, was man selber daraus macht. Und so habe ich mich wieder dazu durchgerungen, wenigstens auf den letzten entscheidenden Metern meinen Frieden mit dem Fest zu schließen. Oder zumindest Waffenstillstand.

Ich wünsche allen Bloggern, Kommentatoren, Lesern (und selbstverständlich auch den Damen unter ihnen) sowie der restlichen Bevölkerung der Stadt und des Erdkreises (nebst etwaigen Bewohnern benachbarter Planeten und erdähnlicher Trabanten in anderen Galaxien) frohe und friedvolle Festtage.

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Mittwoch, 21. Dezember 2005
Nativity Play reloaded
Blogger-Kollege Le Teil geht auf eine Weihnachtsaufführung, bei der sein Nachwuchs mitwirkt. Das erinnert mich an ein dunkles Kapitel meiner eigenen Kindheit: Ich hatte bei solchen Veranstaltungen auch auf der Bühne gestanden. Einmal als König Herodes, der den Kindermord von Bethlehem befiehlt. Und im Jahr darauf spielte ich einen garstigen Herbergswirt, der Josef samt seiner hochschwangeren Maria die Tür weist. Dabei waren diese Darbietungen noch ein vergleichsweise lustiger Teil des Weihnachtsgeschehens. An den Heiligabend zuhause bei meinen Eltern habe ich deutlich unangenehmere Erinnerungen. Es war - solange wir klein waren - in aller Regel eine ziemlich krampfige Veranstaltung, die trotz des guten Willens aller Beteiligten oft genug in enttäuschten Erwartungen, Geschrei und Türenschlagen endete. Also noch viel brachial-bescheuerter als man es bei "Familie Heinz Becker" alle Jahre wieder am Bildschirm miterleben kann. Tatsächlich kann ich es als weitgehender Fernseh-Abstinenzler aber wirklich kaum erwarten, bis "es Hilde" wieder ihren unsterblichen Satz sagt: Jooh, Heinz, isch seh dä Baum schun falle...

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Dienstag, 20. Dezember 2005
X-mas sickness
Leser 8mt diagnostiziert völlig korrekt: Hier kursiert ein krippaler Infekt. Und zwar einer der übelsten Sorte, der auch längst auf die Nachbarschaft übergegriffen hat. In den Fenstern und auf den Balkonen der Nachbarhäuser dürfte der Stromverbrauch der Weihnachtsbeleuchtung inzwischen die Megawatt-Marke überschritten haben. Und dann hat auch noch die Tochter unseres Vermieters vorhin versucht, auf der Blockflöte Ihr Kinderlein kommet zu spielen. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll, um mich zu immunisieren, ich kann doch nicht den ganzen Tag lang Glühwein in mich reinschütten, um den Weihnachtskoller zu bekämpfen. Vielleicht hilft Fichtennadel-Schaumbad - intravenös.

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