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Dienstag, 6. März 2007
Weiter nach der Werbung
mark793, 10:46h
Die Kontroverse um die Käuflichkeit von Blogs treibt immer (r)adikalere Blüten. "Lasst viele grüne Fliesen rüberwachsen" dichtet ironisierend der eine; andere ziehen als Bußprediger durchs Land und rufen dazu auf, die Pay-per-Klick-Erlöser und Geldwechsler aus dem Tempel zu vertreiben. Und der gute Mensch von Sezchuan Independent-Blog-Tycoon von der Spree schickt sich an, die Werbevermarktung von Blogs zu einer veritablen Riesenmaschine zu machen. Mir ist eigentlich klar, dass das jetzt nach einem ultimativen Bekenntnis ruft, wie es denn auf der dunklen Seite künftig gehandhabt wird mit Werbung, bezahlten Beiträgen und Advertorials. Allein, ich muss bekennen, dass meine Meinungsbildung zu diesem hochkomplexen Thema noch nicht abgeschlossen ist. Und damit das alles nicht zu verspannt wird in der Zwischenzeit, machen wir jetzt die Bühne frei für einen Interpreten, der weiß, wie man verkauft - seine Platten, seine Seele, einfach alles. Applaus für Robbiiiiieeeeee Williams und seinen vertonten Werbeblogck...
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Freitag, 2. März 2007
Implizite Lyrik
mark793, 00:41h
Das wär doch jetzt mal einer der Momente, in denen man hier etwas machen könnte, was man noch nie gemacht hat: Songtexte posten zum Beispiel. Einem popkulturell sehr kompetenten Kollegen, in dessen Blog das Rezitieren von Liedtexten ohne weitere Einlassungen aufgrund seiner starken emotionalen Beanspruchung eine Zeitlang sehr überhand nahm, hatte ich seinerzeit einen wenig einfühlsamen Kommentar unter den Liedtext geknallt. Ich selbst hatte damals noch kein Blog, entsprechend keck und respektlos höhnte ich sinngemäß herum, he, alte Contentlusche, gib Dir mal bisschen mehr Mühe - für abgepinnte Textergüsse von irgendwelchen pickligen Schrammel-Combos vergebe ich keine Originalitäts-Oscars. Aber jetzt steh ich ganz schön blöd und kleinlaut da. Hätte ich nämlich den musikalischen Empfehlungen dieses Herrn aufmerksamer gelauscht, würde ich jetzt nicht vergebens nach einem passenden Stück suchen müssen, das meine heutige Situation adäquat in (fremde) Verse fasst. Alles, was ich nämlich finde, ist ein Instrumentalstück: "Der Strohwitwer", eine Polka, intoniert von Ernst Mosch, dem König der Blasmusik. Also, Freunde der leichten Unterhaltung, sowas braucht nun wirklich kein Mensch, der kurz davor steht, sich alleine in das nicht angewärmte Ehebett zu begeben. Und morgen guck ich mal nach, was Strohwitwer auf Englisch heißt, vielleicht liefert das ja verwertbarere Ergebnisse. Bis dahin!
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Dienstag, 27. Februar 2007
Iphigenie auf Auris
mark793, 15:58h
oder: Du bist Ostfriesland. Wahlweise auch: Reisschüssel fährt volles Brett. Tja, Überschriften texten fällt leicht, wenn es um die massive Plakatkampagne für den neuen Kompakten aus dem Hause des Herstellers geht, der vor Jahren mit einer Horde Brüllaffen ("Nichts ist unmöööglich...") werben ließ. Bevor sich jetzt mancher Leser fragt, warum sich nun auch noch die dunkle Seite mit gewerbsmäßigen Lobpreisungen für goldene Kälber befassen muss: Ist denn niemand aufgefallen, dass die Kampagne (die am 23.2. startete) mit 23 (in Worten: dreiundzwanzig) Motiven wirbt? Das heißt, nach Nissan (ni=2, san=3, nissan=23) wird nun auch Toyota von DENEN kontrolliert (Sie wissen schon, wen ich meine). Dass nun die Spitzenpolitikerin Renate Künast Fahrzeuge dieses Herstellers empfiehlt, liefert uns Kennern der dunklen Materie einen klaren Hinweis, dass auch höchste Regierungskreise in diese Verschwörung verwickelt sind. Sehen Sie sich die Plakate genau an - und versuchen Sie, die subliminalen Botschaften zu entschlüsseln. Aber vermeiden Sie unter allen Umständen, die Radiospots zu dieser Kampagne zu hören. Ich wiederhole: Hören Sie nicht die Radiospots! Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
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