Freitag, 30. Januar 2015
(K)ein blauer Brief
Ah, endlich Post von der Schule wegen der bevorstehenden Anmeldungen zur weiterführenden Schule.
Besondere Bemerkungen:
**** verbrachte ein Semester in Auxerre (Frankreich). Alle ihre bisherigen Leistungen, Arbeits- und Sozialverhalten, qualifizieren **** absolut zum Besuch eines Gymnasiums.
Auch wenn das natürlich absehbar war, so ist es doch beruhigend, es schwarz auf weiß zu haben, wenn wir uns mit mademoiselle793 ohne das vorgeschriebene Halbjahreszeugnis der vierten Klasse ins Anmeldegetümmel stürzen müssen. Vielleicht kommt von der französischen Schule ja auch noch was Verwertbares.

Ansonsten zählen wir die Tage, bis wir unseren Sonnenschein wieder bei uns haben. Drei Wochen noch...

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Das geht jetzt aber alles ratzfatz!
Glückwünsch zur schriftlichen Bestätigung : )

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Wir werden allmählich richtig hibbelig, die Kleine wieder in unsere Arme schließen zu können. Die Lerocs hatten es da etwas einfacher: Als ihre Kleine bei uns war, hatte ihre große Schwester ihre Austauschpartnerin aus Spanien da, inklusive des kleinen Bruders blieb es also netto bei drei Kindern. Aber Null Statt Eins reißt halt eine ganz andere Lücke.

Wegen der Schule hatten wir uns keine großen Sorgen gemacht, dass sie die Empfehlung bekommt. In Deutsch wird sie vielleicht bisschen was nachholen müssen, weil da grad grundlegende Grammatiksachen dran waren, aber in Mathe dürfte sie sich in Frankreich eher einen Vorsprung verschafft haben.

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Deutsch sollte ja zackzack mit dem Papa nachgeholt werden können ; )

Ja - mit 0 ist das gleich eine ganz andre Geschichte.
Andererseits, dachte Sie jemals, daß Sie paar Monate nochmal nur Ehepaar sein können? (Nicht nur mal über ein langes Wochenende oder kurze Ferien, sondern richtig paar Monate) Hatte sicher auch so seine Momente.

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Ja klar, das hat(te) auch seine guten Seiten. Schön, dass man/frau auch als Paar funktioniert und nicht nur als Aufzuchtgemeinschaft. Meine Frau hat überdies ein Projekt am Laufen, bei dem ein gewisses Maß an Freiraum am Feierabend sehr hilfreich ist, und ich konnte meine Sachen auch flexibler einteilen ohne die wöchentlichen Fixpunkte Geigenunterricht, Orchesterprobe etc. und die werktägliche Orientierung am Schulschluss.

Was Deutsch angeht - es zu können, qualifiziert nicht unbedingt zum guten Didaktiker, aber ich denke, wenn ich einigermaßen klar sehe, was verlangt wird, sollte es möglich sein, was zu vermitteln. Von den Wortarten, die bekannt waren, geht es jetzt wohl zu den Satzteilen und Satzarten, Subjekt, Prädikat, Objekt, Hauptsatz, Nebensatz und so fort. Ist also noch keine Raketenwissenschaft wie subjonctif im Französischen oder der ACI im Latein.

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Einen Vorteil hat Mademoiselle - die lat Bezeichnungen der meisten Wortarten müssen nicht mehr extra gelernt werden, weil die französisch ja ziemlich ähnlich heißen : )
Verb, Subjekt, Adjektiv usw.

Keine Frage, daß Qualifikation nicht gleich Eignung bedeutet, aber ich traue Ihnen zu, die Sachen wenigstens im Ansatz vermitteln zu können ; ))
Hängt aber auch mit meinem Bild von Ihnen als Vater zusammen.

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Wenn sie nicht völlig zumacht und mauert (wir hatten das mal bei einer Sorte Rechenaufgaben, für die ich mich selber auch erstmal im Internet aufschlauen musste), sollte es ohne größeres Heckmeck möglich sein, ihr etwas zu vermitteln.

Bin eh schon gespannt, mehr zu erfahren, was in Frankreich so vermittelt wurde. Maman hat jedenfalls mit ihr gelernt vor irgendwelchen Arbeiten, das ist schon mal viel wert.

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Schulempfehlung
heute auch Thema bei RP Online: Ein Vater beschreibt sein Dilemma mit der Realschulempfehlung für seine Tochter.

Schwer zu raten, zumal viel auch von dem jeweiligen Schulangebot vor Ort abhängt. Hier wäre der Weg in die Realschule schon allein geographisch weiter, was wohl etliche Eltern dazu bringt, es zunächst auf der Gesamtschule zu versuchen.

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Und dann eben noch
den Viertklässlerelternfilm schlechthin geguckt: Frau Müller muss weg!

"Ganz großes Kino" wäre als Fazit vielleicht übertrieben - aber "gute Samstagabendunterhaltung" triffts.

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Auf der weiterführenden Schule kommt irgendwann einmal der Punkt, wo die Kinder erstaunt zur Kenntnis nehmen müssen, dass Mama und Papa auch mal was spontan nicht wissen (Papa: wie heißen die Propheten...?).

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Den Punkt hatten wir auch schon mal in der dritten Klasse, als mademoiselle793 vor einer sogenannten Rechenmauer stand wie der Ochs vorm Berg. Das Stichwort sagte mir spontan gar nichts, und daher musste ich auch erstmal Tante Gu bemühen und mich aufschlauen, bevor ich helfen konnte.

Solche Momente werden sich in Zukunft eher noch häufen, das ist uns schon klar.

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wie soziale selektion ganz ohne tarnmäntelchen funktioniert.
fürs gymnasium braucht man ein gewisses sozialverhalten? daran kann ich mich bei manchen mitschülern aber gar nicht so genau erinnern.

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Naja, welches das "gewisse" Sozialverhalten ist, das nach Pädagogenansicht für das Gymnsium eher qualifiziert, wissen wir ja nicht, man kann da nur vermuten.

Alles in allem scheint es bei der Sozialselektion hier aber nicht sonderlich streng zugegangen zu sein. Wie ich hörte, wurden die Gymnasialempfehlungen einigermaßen freigiebig verteilt.

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Vor allem darf man nicht Kevin heißen.

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Wer sich diesbezüglich für völlig vorurteilsfrei hält, werfe den ersten Stein. ;-)

Wir hatten das Thema hier ja schon mal...

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